Glück ist #22

…der Duft, von frisch geerntetem Rosmarin, der kurz vorher noch in der Sonne am Strauch wuchs.
Der Geruch beinhaltet soviel Verheißung. Auf Sommer, auf ein leckeres Essen, auf den sonnigen Süden, wo die halbmeterhohen Büsche am Straßenrand wachsen, und nicht zuletzt auf den dort bevorstehenden Urlaub.

Mit geschlossenen Augen einatmen und für einen Moment ist alles gut.

Katja

You say tomato

Tomatensuppe aus gerösteten Tomaten, wollte ich schon seit mindestens 2 Jahren mal kochen. Jetzt gab’s sie direkt zweimal in zwei Wochen, weil ich mit dem ersten Versuch nicht so glücklich war. Da wollten die Tomaten nämlich partout nicht karamellisieren und ich hatte nach 1,5 Stunden aufgegeben und sie einfach so weiterverarbeitet. Beim zweiten Versuch hat das dann geklappt – geschmeckt haben aber beide sehr lecker und es ist ein bisschen deprimierend, dass dieses Essen so wunderbar von innen wärmt, aber in der Jahreszeit, wo man das am dringendsten braucht, die Tomaten einfach nicht so aromatisch schmecken. Und für die wässrigen Gewächshauskumpels betreibe ich nicht so ’nen Aufwand.

Für 4 Teller Suppe, von denen zwei Hungrige mit ein wenig Brot dazu, pappsatt werden – also Vorspeise reicht’s wohl für 4 bis 6 – braucht man:

1,5 bis 2 kg Tomaten, am besten ein Mix aus verschiedenen Sorten, auf jeden Fall sollten sie aromatisch sein
2 Zwiebeln
3-5 Zehen Knoblauch
Olivenöl
Pfeffer, Salz, wie immer am besten beides frisch gemahlen
1/2 l Hühner- oder Gemüsebrühe
3 Lorbeerblätter
1 Prise Zucker
2 TL Butter
1 bis 2 Handvoll Basilikum (wer mag)
pro Teller 1 TL Schmand (wer mag)

Die Tomaten halbieren oder oder je nach Größe vierteln, vom Stilansatz befreien und mit der Schnittkante nach oben in eine mit etwas Olivenöl bepinselte Auflaufform legen. Die Zwiebeln und den Knoblauch grob zerkleinern und auf die Tomaten drappieren. (Und wer’s gerne hübsch hat, besorgt ein paar Rispencocktailtomaten, wäscht sie vorsichtig, damit sie an den Rispen hängenbleiben und legt sie noch oben drauf, um später die Teller damit zu dekorieren.)
Mit einem Backpinsel eine dünne Schicht Olivenöl über die Tomaten und Zwiebeln streichen. Man kann das Öl auch einfach drüberträufeln, aber ich empfinde das Pinseln als ölsparender. Pfeffer und Salz drübermahlen (bzw. streuen).

Die Form für etwa eine Stunde bei 250° Ober-/Unterhitze in den Ofen schieben. In meinem Backofen ist da nach 25 bis 30 Minuten noch nicht viel passiert und dann schalte ich noch den Grill beim Ofen dazu. Falls jemand das Rezept ausprobieren will: Ich würde in Zukunft für das Bräunen der Tomaten lieber eine halbe Stunde mehr Zeit als zu wenig einplanen. Man muss ja auch nicht vorm Ofen rumlungern, das macht sich ja von alleine. Auf jeden Fall sollten die Tomaten am Ende einigermaßen Bräunung, gerne noch was dunkler als auf meinem Foto, vorweisen können.

Alles zusammen (bis auf die Cocktailrispen! Die werden beiseite gelegt) in einen Topf umfüllen, Brühe, Zucker, Butter und Lorbeerblätter dazugeben, aufkochen und bei mittlerer Hitze für 30 Minuten vor sich hinköcheln lassen. Gelegentlich mal umrühren.

Den Basilikum waschen, trocken schütteln und grob zerkleinern. Nach der halben Stunde mit in den Topf geben, die Lorbeerblätter rausfischen und alles mit einem Pürierstab gründlich pürieren. Teller befüllen, nochmal ’ne Prise Pfeffer drübermahlen, mit den Cocktailtomaten und ’nem Klecks Schmand dekorieren.

Sommersonnentomatig in flüssig und wärmend!

Katja