You can run but you can never hide

Gerade fast jeden Tag zu merken, wie sich meine Grenzen momentan verschoben haben, wie dicht sie mir wieder auf die Pelle gerückt sind, ist etwas, das mich fast verzweifeln lässt.

Ich kann keinen Fuß vor die Tür setzen, ohne vorher Kämpfe mit der Angst auszutragen.

Alles fast so wie vor ein paar Jahren und doch so anders.

Jetzt weiss ich so viel mehr, verstehe Zusammenhänge, wo ich früher vor Wänden stand. Und doch nützt mir all dieses Wissen und Erkennen und Verstehen nichts, weil Kopf und Verstand leider so wenig zu melden haben, wenn die Angst sich erhebt und mir wie Wellen über’m Kopf zusammenschlägt.

Und es fällt mir so schwer, meinen Optimismus nicht gänzlich zu verlieren. Mir selber einzureden, dass das nur eine Phase ist. Dass ich nur wieder ausreichend viele gute Erfahrungen vor der Tür machen muss – das hat ja immerhin schon einmal funktioniert. Dass irgendwann dieser blöde Knoten im Kopf wieder platzen wird und dass mich das nicht wieder so viel Zeit und Kraft kosten wird wie vor ein paar Jahren.

Und ich sag mir all das jeden verdammten Tag und dann muss ich losheulen, weil ich nicht mal weiss, ob ich mir das selber glaube. Wen will ich also damit beeindrucken und überzeugen?

Es. kotzt. mich. so. an.

Dass das Leben irgendwie nie einfach ist und ein ständiger Kampf – damit habe ich mich ja mittlerweile abgefunden und ich find’s auch irgendwie ok, weil mich all das Kämpfen irgendwie doch zu mir selber führt und mich voranbringt.

Aber jetzt wieder die gleichen Kämpfe führen zu müssen wie vor einigen Jahren und keine neuen, die mich spürbar voranbringen – das fühlt sich so unfair an. Und wenn ich so empfinde, dann bekomme ich Angst, zu jammern oder in Selbstmitleid zu verfallen und gehe mir selber auf die Nerven. Ich. will. das. nicht.

Entschuldigung, heute nur unkonstruktives Gekotze. Diese ewigen schon bekannten und schonmal ausgetragenen Kämpfe machen mich völlig gaga und müde.

~You can run but you can never hide
From the shadow that’s creepin‘ up beside you~

Katja