Auf der Mauer

…auf der Lauer sitzt ’ne kleine Wanze.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und manchmal auch ganz viele davon. Und noch dazu mit Babiewanzen. *quiek* (Das sind übrigens Feuerwanzen (Klick für Wikipedia) und ich finde die sehr toll, weil sie mich immer an afrikanische Masken erinnern.

Seht euch mal die [] an, wie die [][] kann.

Mit Soundtrack natürlich! 😀

Katja

 

F*ck dich!

Manchmal wünschte ich, ich wäre nicht zu feige, einer Fremden an der Bäckertheke des Supermarktes ein herzliches ‚Fick dich, du blöde Schlampe!‘ entgegenzuschmettern.

Vorhin beim Einkaufen zum Beispiel.

Ich komme gerade an die Theke dazu, während eine blonde schätzungsweise Endvierziger-Anfangfünfzigerin penetrant die Verkäuferin angeht, weil diese nicht weiss, ob die Füllung eines bestimmten Kaffeegebäcks nun aus Quark, Schmand, Pudding oder einer Mischung dessen allen und in welchem Verhältnis denn genau besteht. Und während die Verkäuferin sich mehrfach entschuldigt und versichert, nachzufragen und das für demnächst in Erfahrung zu bringen, hört diese Frau überhaupt nicht auf, darauf herumzureiten, dass man ja wohl erwarten könne, dass sie das weiss, wo sie das Zeug doch verkaufen will. Dann raunzte sie sie unfreundlich an und wollte wissen, ob sie denn wenigstens wisse, was im nächsten Gebäck drin sei, nur um dann wieder auf dem vorherigen rumzureiten. Das ging minutenlang so bis sie endlich ihre Bestellung aufgab und selbst da konnte sie sich den nächsten Seitenhieb nicht sparen, dass sie jenes Gebäck ja vielleicht gewollte hätte, wenn die andere ihren Job machen würde und ihr sagen könnte, was drin sei.

Der Blick der Verkäuferin wurde immer wässriger und ich konnte es ihr so gut nachfühlen. Herrje, gegen solche Menschen komme ich auch nicht an.

Ich kam an die Reihe, bestellte mein Brot und weil niemand mehr vor der Theke stand, sagte ich nur, sie solle sich das bitte nicht so zu Herzen nehmen. Weiter kam ich gar nicht, denn da hatte ich schon mein Wechselgeld und sie brach in Tränen aus und lief in den Raum im Hintergrund. *soifz*

Als ich ein paar Minuten später Richtung Kasse ging, sah man ihr schon von weitem an, dass es ihr immer noch nicht besser ging. Ich holte, ohne drüber nachzudenken, so ’ne mit Trostpflaster beschriftete Gummibärchenschachtel und ging nochmal zur Bäckertheke. Ich weiss nicht mal, ob das jetzt gut oder schlecht war, weil sie, als ich ihr die Gummibärchen in die Hand drückte, prompt wieder anfing zu weinen. 😦 Unter Tränen erzählte sie dann, jene Frau würde sie bei jedem Einkauf auf ähnliche Weise demütigen.

Mich hat das so geärgert, dass ich so feige bin und nichts zu dieser furchtbaren Frau direkt sagen konnte. Der anderen nicht beistehen konnte und nicht sagen konnte, dass es sicher nicht – wie sie meinte – die Verkäuferin ist, die sich hier schämen müsste.
Ich hoffe, dass aber wenigstens ein bisschen Trost und Mitgefühl angekommen ist und vielleicht ja auch das Gefühl, dass die Deppen die Ausnahme bilden, nicht die Normalen.

Ehrlich, mir wäre es haargenauso gegangen, mich hätte die auch zum Heulen gebracht. Ich hätte ja fast mitgeheult vom nur daneben stehen. 😦

Katja

Glück ist #21

…wenn du weisst, in weniger als 2 Monaten bist du für volle 2 Wochen am Meer!

Der Urlaub ist gebucht. Spanien, Andalusien, Costa de la Luz, dicht genug an Sevilla, um mindestens einmal hinzufahren, Penthousewohnung mit 100 qm Dachterasse (dekadent, ich weiss :D), nur durch eine Straße vom Strand getrennt (also der Gebäudekomplex, nicht die genaue Wohnung). Yay! Ick freu mir so.

Immer mehr vom Meer seh’n…

Und wenn alles hinhaut, kann ich auf der Heimreise dann noch dazu die Säulen der Mezquita in Cordoba bestaunen, was – nachdem ich die Kathedrale von Sevilla und die Alhambra (Schande, die Fotos fehlen noch!) gesehen habe – noch eines meiner absoluten Wunschziele in Andalusien ist.

Erwähnte ich’s schon? Ick freu mir. 🙂

Katja

Don’t call it Marmelade

‚Lecker‘ befindet der Mitesser, aber damit, dass ich’s Marmelade nenne, hat er ein Problem. Etwas, dessen Hauptbestandteil Zwiebel ist, kann nämlich unmöglich Marmelade heissen.

Ich nenn’s aber trotzdem so, weil mir kein anderes fluffiges Wort dafür einfällt:

Rotwein-Balsamico-Zwiebel-Marmelade

Inspirationen dazu habe ich mir bei Steph und beim Chefkoch geholt, weil ich etwas suchte, wie man Zwiebeln in Rotwein zum Aufbewahren (und Verschicken) einkochen kann.

Gemacht hab ich’s so:

1 kg Zwiebeln (ich hatte rote und weisse, je ca. zur Hälfte)
ca. 50 Gramm Butter
4 große Zweige Thymian
3 EL (das sind so etwa 50-60 Gramm) brauner Zucker
1 EL normaler Zucker
1,5 EL Preisselbären
Salz, schwarzer Pfeffer, Muskatnuss – alles frisch gemahlen
200 ml Rotwein
200 ml Balsamico-Essig (dunkler)

Die Zwiebeln schälen und kleinschnippeln. Die Butter in einer großen Pfanne bei niedriger Temperatur schmelzen. Die Zwiebeln in die Pfanne geben, mit Salz und Pfeffer würzen, die Thymianzweige dazugeben und ca. 45 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel glasig dünsten und gelegentlich umrühren.

Den Zucker unterrühren und Rotwein und Balsamico dazugeben. Den Herd hochdrehen und den Pfannendeckel runternehmen und die Masse etwa eine Stunde lang köcheln lassen, bis es sämig eingekocht ist. Jetzt häufiger rühren, damit nix anbrennt.

Preisselbären dazugeben, mit etwas Muskat und bei Bedarf auch nochmal Pfeffer und Salz abschmecken, Thymian entfernen (also zumindest die Stiele) und kochen bis eine etwa marmeladenähnliche Konsistenz erreicht ist.

In ausgekochte Schraubgläser füllen (die Menge ergibt bei mir etwas mehr als zwei dieser niedrigen typischen Marmelade-Einkochgläser) und für einige Minuten die Gläser auf den Deckel stellen, damit sich ein Vakuum bildet.

Beim Chefkochrezept steht dabei, dass es etwa ein halbes Jahr haltbar sein sollte – ich vermute, so lange wird’s nicht überleben. Auf Käsebrot schmeckt’s schonmal grandios. Demnächst probiere ich’s zu was Kurzgebratenem und ich glaube, ich muss das auch mal auf Baguette oder Toast mit Käse überbacken.

Katja