Maßlos

Ich habe wirklich probiert, die Fotos von Brügge (Klick für Wikipedia) zu reduzieren – teilweise ja auch mit dem ‚Trick‘, dass ich euch die Aufnahmen im Dunklen einfach schon in einem extra Eintrag untergejubelt habe und auch noch ein paar gerade raussortiert habe, von denen ich noch nicht weiss, ob ich darüber noch schreiben werde.

Je intensiver ich mich mit dem Aussortieren beschäftigt habe, umso klarer wurde mir, weswegen mir das bei den Brüggebildern noch schwerer fiel als es mir üblicherweise ja schon fällt. Da sind verdammt viele Fotos von schönen Häusern und sehenswerten Eckchen dabei, weil Brügge verdammt viele schöne Häuser und sehenswerte Eckchen hat. Natürlich könnte ich mich darauf beschränken dann eben jeweils 2, 3 schöne Häuser und sehenswerte Eckchen zu zeigen, aber genau damit würde ich das nicht transportieren, weswegen Brügge mich so sehr beeindruckt hat. Das hat es nämlich, weil es quasi überall so schön war. Weil es nicht nur mal 2, 3 schöne Häuser irgendwo zwischendurch gab, sondern weil die komplette Innenstadt und fast jedes fucking Haus einen vor Begeisterung juchzen lassen könnte  und auch bedauern, dass die Zeit so kurz ist, dass man sich nicht jedes dieser wunderschönen und ungeheuer detailverliebt gestalteten Häuser in Ruhe anschauen kann.

Es ist so schön da, dass einen die Fülle der Schönheit, die Üppigkeit glatt erschlagen kann. Und deswegen gibt es hier gar keine Brügge-Fotos, sondern nur den Link zum Picasa-Album mit den 71 Bildern, wo ich es bei keinem einzigen mehr fertig gebracht habe, es auszusortieren, weil es diese riesige Sammlung braucht, das Erlebnis dort wirklich würdig zu teilen.

Und alle, die ich jetzt noch nicht mit den langen Erklärungen oder der Aussicht auf solche Fotomassen, die zugegebenermaßen an gruselige Diaabende im Kreise von Verwandten erinnern, abgeschreckt habe, klicken bitte auf das Bild.

Brügge 2011

Katja

12 Kommentare zu “Maßlos

  1. wow, was für eine aussage!:
    Weil es nicht nur mal 2, 3 schöne Häuser irgendwo zwischendurch gab, sondern weil die komplette Innenstadt und fast jedes fucking Haus einen vor Begeisterung juchzen lassen könnte und auch bedauern, dass die Zeit so kurz ist, dass man sich nicht jedes dieser wunderschönen und ungeheuer detailverliebt gestalteten Häuser in Ruhe anschauen kann.
    [das fette wort macht’s noch cooler, finde ich!]

    … ich bin dann mal bei flickr ^^…

    • … zurück. und JA, ich fürchte, ich werde brügge lieben. bei gelegenheit darfst du mir dann mal deine top five zu brügge liefern, ja :)?

      lieblingsbilder: treppengeländer mit drachen[?]kopf, spiegeleierndes wasser neben mauer, zuckerbhs :D!

  2. Als eine, die _zu Zeiten_ Dia-Nachmittage, Dia-Abende, Dia-Wochenenden veranstaltet hat, finde ich 71 Bilder eigentlich SEHR sparsam.

  3. @rebhuhn: Manchmal braucht’s eben stärkere Wörter! :mrgreen:
    (Ich fluche eh real viel mehr als schreibenderweise, weiss aber gar nicht so genau weswegen. Ich vermeide das nicht bewusst, aber es rutscht einem beim Reden wohl schneller raus als es über die Tastatur geht. *Schultern zuck*)

    An Brügge lieben ist nichts zu befürchten. 🙂

    Hmm, Top 5:
    Wenn du komplett frei von Klaustrophobie bist, musst du unbedingt auf den Belfried um die Stadt von oben zu sehen, aber tu’s dir selber nicht an, wenn du Probleme mit engen Räumen hast. Da hochzusteigen ist nicht lustig. Gar nicht. (Ich hab es nicht bis oben geschafft.)

    Die Madonna von Michelangelo würde ich mir jederzeit wieder anschauen (in der Liebfrauenkirche) und kann ich nur empfehlen, falls du nicht eh schon etliche seiner Statuen in Italien live gesehen hast. Die sieht so lebendig aus. Alle Figuren, die ich bisher so gesehen hatte, wirken dagegen sehr plump.

    Waffel essen, heisse Schokolade trinken – ganz klar. Am besten dort, wo ich das Wasserspiegelbild geknipst habe und wo das Kaffeefoto mit den vielen Keksen entstanden ist. (Das Hotel hatte ich dir anderswo schonmal verlinkt, kann ich nochmal raussuchen falls du das nicht gesehen hattest.) Ich hab da zwar nur Kaffee getrunken, aber der war so gut, dass der Rest bestimmt auch sehr gut ist. Kannst da natürlich auch Kaffee schlürfen und die Waffel anderswo futtern. 😀
    Primär geht es um die Aussicht, wenn man draussen sitzt. Da treffen 2 Kanäle aufeinander und man sitzt direkt am Wasser.

    Das Rathaus ist auch eines meiner Highlights gewesen. Das ist unter anderem auf diesem Bild zu sehen. Die ganze Front ist mit Figuren verziert, das erschlägt einen, wenn man davor steht.

    Und natürlich musst du abends auf den Marktplatz, weil das ungeheuer stimmungsvoll ist.

    Aber im Grunde reicht es auch, sich Zeit zu nehmen und durch die Straßen zu stromern. Ich hatte eigentlich noch einiges mehr auf dem Zettel, was ich anschauen wollte (u.a. zB die Dali Ausstellung, die derzeit im Belfried ist), hab das aber ganz schnell alles abgeblasen, weil es mir genügt hat, die Stadt an sich auf mich wirken zu lassen. Mehr Programm hätte ich eher als störend empfunden. (Und wir waren ja auch tatsächlich nur 48 Stunden da und von denen nur einen Bruchteil in Brügge.)

    @Rüdiger: Unbedingt. Ich hab ja selten etwas so vehement empfohlen. 😀

    @Guinan: Ich ja _eigentlich_ auch, aber ich dachte, was dem Dia-Verwandten-Nachmittag einige hundert sind dem Blog bzw. Internet schon 71. 🙂

  4. die stadt sieht wirklich toll aus und vor allem wirkt es, als wären sie so schlau um nicht alles schöne alte mit werbung zuzukleistern …

    schoko-bhs? lecker :mrgreen:

    • Der ganze Stadtkern wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Ich nehme an, die wissen das wohl schon zu schätzen.
      Mit der vielen Gastronomie und den Schokoladenläden und den (davon hab ich nicht mal Bilder gemacht, weil sie so furchtbaren Kitsch verkaufen) typischen Touriläden, wo’s die bemalten Porzellanfingerhüte (und in Brügge noch dazu viel Spitze) gibt, ist da schon alles auf Tourismus ausgelegt. Aber eben schon ins Stadtbild passend, zB die Pferdekutschen, die man am Markt zu Stadtrundfahrten besteigen kann. Das ist schon sehr stimmig. (Und die können ja auch nicht überall so dusslig sein wie bei der Bebauung ihrer Küste.^^)

  5. Pingback: Gegen die Schreibentwöhnung und die Bildgewöhnung « Gedankensprünge

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