Nur 48 Stunden

…zumindest so in etwa waren es, die wir an der belgischen Küste verweilten und wenn ich jetzt so durch die Fotos gucke, will ich kaum glauben, dass es nicht länger war.

Fast 700 Fotos habe ich geknipst und habe doch das Gefühl nur die Hälfte dessen, was sehens- und fotografierenswert gewesen wäre, fotografiert zu haben und mit der Auswahl derer, die ich zeigen mag, tue ich mir noch schwerer als üblich. (Ihr habt nicht zufällig Zeit und Lust euch alle 700 anzugucken, nein? :D)

Belgien, das war für mich bisher (trotz der Nähe) ein echtes schwarzes Loch. Vor fast 20 Jahren bin ich einmal auf dem Weg nach Frankreich quer durchgefahren, nachts auf der Autobahn – auf der komplett beleuchteten Autobahn und das fand ich sehr bizarr. Ausserhalb der Autobahn war nämlich kein Licht von irgendwelchen Orten zu sehen. Neben dieser nächtlichen Autobahnfahrt verband ich mit Belgien primär Pommes, Brüsseler Spitze, Schokolade, Waffeln und Marc Dutroux. Und obwohl der Aufenthalt dort so kurz war, ist wenigstens noch dazu gekommen: Belgien ist stellenweise wunderwunderschön!

Was ich in der Zeit ansonsten noch so gelernt, erfahren, ge/bemerkt habe:

  • Die Strandbebauung der Belgier finde ich überaus bizarr. Was bitte haben die sich denn dabei gedacht, in erster Reihe an der Promenade solche hässlichen Betonklötze aufzustellen? Dicht an dicht. Das ist ja scheinbar nicht mal aus Tourismusgründen (und auch da fände ich es unverständlich) passiert – Hotels gab es in jenem Ort, in dem wir waren nämlich nur eines ganz vorne (und wir waren drin!1elf).
  • Bei manchen sprachlichen Wirrungen verliert sich mein Niveau unter albernem Gekicher.
  • Wenn man das Hotelzimmer fast nur zum Schlafen sieht und 3 Tage mehr oder weniger am Strand verbringt und 3 Tage mehr oder weniger in Brügge, fühlt sich das wirklich nach einem viel ausgewachseneren Urlaub an als es war.
  • Man kann problemlos in Brügge 40 Euro für 2 heisse Schokoladen und 2 Waffeln ausgeben – zum Glück muss man das aber nicht häufiger als einmal tun.
  • Eine Panikattacke (unerwartet und nach sehr langer Zeit wieder mal so schlimm) haut mir immer noch gewaltig die Knie weg und das ist alles andere als schön oder gut. (Vielleicht später mehr darüber.)
  • Die Nordsee ist am Anfang des Sommers noch ‚Scheisseistdaskalt‘-kalt!
  • Ich habe selten von einer Stadt so umfassend gedacht, dass sie sehenswert ist, wie von Brügge. Dort könnte ich Wochen damit verbringen durch die Straßen zu laufen und fast jedes Haus der Altstadt wäre es wert, es intensiv zu betrachten (und zu knipsen). Hammerhammerschön das alles!
  • Young. Old. Just words. (Kann man ja gar nicht oft genug lernen.)
  • Meer gucken macht glücklich! (Nicht neu gelernt, aber auch immer wieder wahr.)

Mehr Meer und mehr Brügge und mehr Belgien und vor allem viel mehr Fotos demnächst! Weil eigentlich wollte ich ja nur fix ein paar Worte schreiben und einmal hoch auf den neuen Header deuten. Ganz frisch mitgebracht und bei dem Knipsen natürlich ganz fest an die daheimgebliebene Meeressehnsuchtsselbsthilfegruppe gedacht! 🙂

Katja