Zu früh

Um 19 Uhr wollten wir uns mit dem Spanischkurs in der Tapasbar am Heppenheimer Marktplatz treffen und da ich – obwohl das nicht so weit von der kleinen Stadt entfernt liegt – noch nie in Heppenheim gewesen war, bin ich etwas früher losgefahren als ich hätte losfahren müssen. Zum einen, weil mir bei unbekannten Örtlichkeiten, vor allem, wenn ich keine Ahnung habe, wo man da parken kann, wohler ist, ausreichend Zeit zum Suchen zu haben, zum anderen hatte ich vorher schon ein paar Bilder gesehen und dachte, es könne sich lohnen, etwas Zeit zu haben um ein paar Blicke in die Altstadtstraßen rund um den Marktplatz zu werfen. Das stimmte so sehr, dass ich unbedingt demnächst nochmal mit Zeit dorthin möchte. Richtig, richtig schön dort.

Und es war herrlich den ganzen Abend draussen zu sitzen, mit so prächtigem Blick auf die Fachwerkgebäude rund um den historischen Platz. Als Bonus war dann auch noch das Essen sehr gut und die Gespräche sehr nett. Schöner Abend, von dem ich befürchtet hatte, er würde meine Hektik noch steigern, der aber stattdessen herrlich relaxed war.

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Katja

28 Kommentare zu “Zu früh

    • Die Statue ist so’n Heiligenabbild mitten im Springbrunnen. Der hat einen Heiligenschein, den wollte ich eigentlich zum Leuchten bringen. Ist nur so halb, wie ich’s gerne gehabt hätte, aber ich üb ja noch. 🙂

      Die Herzchen fand ich auch den Hammer. ♥

      Mein eigener Favorit ist die Treppe mit dem Weinberg im Hintergrund. Ich war echt sprachlos als ich mitten in der Stadt stehend, so direkten Blick auf die Weinberge hatte. Echt schön da!

  1. Wow. Ich glaub, ich muss auch mal nach Heppenheim. Das sieht ja echt schick und entpannt aus. Sehr schöne Bilder hast du da eingefangen!!

    Hier regnet’s ja grad überwiegend, so dass ich mir den ganzen Abend draußen sitzen gar nicht vorstellen kann, mich aber dafür doppelt so sehr für dich freue 🙂

  2. @Charlotta: Ich sollte echt langsam mal anfangen, mir die Gegend hier anzuschauen. Ich bin zB auch noch nie in Heidelberg gewesen und das soll ja wirklich traumhaft schön sein.
    Musste deine Freundin wegziehen, weil sich’s da zu teuer wohnt oder gibt es zu wenige Jobmöglichkeiten?

    @Rabea: Oh, wo hast du denn gewohnt? Falls du das verraten magst.

    @Rüdiger: Zumindest ist das in der Tat schon weit vorne dabei. 🙂

    @Corina: Du würdest dann vermutlich direkt anfangen, den Berg gegenüber hochzukraxeln. 😀
    Hier gab’s die letzten Tage dann zwar auch mal Regen (fast immer, wenn ich draussen war), aber viel weniger als angekündigt. Hat aber genügt, um mal 2 Tage nicht den Garten wässern zu müssen. Und das ist echt fast wie Urlaub. 😀

    @Andrea: Freu mich, dass sie dir gefallen. 🙂 Und ja: war wirklich toll. Wir waren nur zu sechst, was zwar einerseits schade war, andererseits aber eine gemütliche Runde war, wo man sich mit allen quer über den Tisch unterhalten konnte anstatt immer nur grüppchenweise. Das fand ich sehr gemütlich daran.

    • Theoretisch sowohl als auch, denn es gibt nun mal generell nicht viele Jobs, wo einer 41-jährigen, frisch diplomierten Pädagogin etwas wie eine reale Chance geboten wird und in einer kleineren Stadt wie HP schon gar nicht. Hauptsächlich jedoch: Weil ihre Miete inklusive Nebenkosten um ein paar Euro über den erlaubten Betrag gestiegen ist. Jetzt wohnt sie ganz goldig in der Nähe von Heidelberg (da ist es ganz wunderschön, war ich sehr oft als ich noch zu Hause war und habe auch viele Freunde dort) und da gibt’s auch keine Arbeit. Bin gespannt wann sie da wegmuss. Eine andere Kommilitonin musste schon zu Studiumszeiten von Heidelberg nach Leimen ziehen, weil die Miete zu teuer für das Jobcenter war. Es ist ja ein bestimmter Betrag erlaubt und C. brauchte jedoch wegen ihrer Behinderung eine bestimmte Art von Wohnung und die Kosten in Heidelberg eben mehr und das hat das Amt nicht übernommen und da musste sie umziehen.

      • Ah Danke für’s Erläutern. Ich meine mich zu erinnern, dass du auch mal über so ein tolles Eis(cafe?) in Heidelberg geschwärmt hättest.
        Man sollte meinen, dass das Amt sowas eigentlich berücksichtigen müsste. Aber ich habe da in letzter Zeit so vieles zu hören bekommen, was dem gesunden Menschenverstand widerspricht…

  3. Das Eis gibt es im Einkaufszentrum Darmstädter Hof am Heidelberger Bismarkplatz. Dort in der Nähe ist das Cafe Rossi, auch sehr zu empfehlen. Nein, die Ämter sind explizit dazu angehalten so etwas nicht zu berücksichtigen, weil denen das Kosten erspart, wenn sie die Leute dann wegen „Verstößen“ sanktionieren können. Der Katalog derjenigen Erkrankungen oder Behinderungen, bei denen ein Mehrbedarf zusteht (ich glaube 35€ mehr) ist erschreckend klein. Ich habe mir als ich aus der Miststadt wegkam ja mit Absicht nur eine Wohnung gesucht, die so billig ist, dass sie mir das Amt, wenn ich mal drauf angewiesen bin, erstmal nicht wegnehmen kann.

    • Wenn ich’s denn endlich mal nach Heidelberg schaffe, sehe ich zu, dass auch ein Eis dabei rausspringt. 🙂

      Direkt diesen Maßstab anzulegen bei deiner Wohnungssuche, erspart im Fall der Fälle vermutlich wirklich Ärger. Wobei man sich das ja echt mal genauer vor Augen halten muss: Du bist beschäftigt und weisst, wenn das mal nicht mehr so wäre, wäre der Stress mit den Behörden vorprogrammiert, also schränkst du dich lieber direkt selber ein. Wäre ich in der Lage, würde ich das vermutlich genauso machen – wenn man in die Lage der Hilfsbedürftigkeit kommt, hat man sicherlich auch ohnehin schon genügend andere Sorgen, da muss nicht noch vorprogrammierter Ärger (und eine Wohnungssuche) her. Wie ätzend das ist, dieses Wissen über die Vorprogrammierung des Ärgers. 🙄

      • Ich weiß, dass ich mit 80%iger Wahrscheinlichkeit in einigen Jahren so weit sein werde. Wenn der Tunnel zu ist, ist Schluss mit arbeiten. Wenn ich vorher arbeitslos werde, dann weiß ich, komme ich da zu 90% nicht mehr raus. Das hat also nichts mit Einschränken zu tun, das ist Vorplanung. Einschränken wäre wenn ich das Unvermeidliche und ich werde nun mal irgendwann nichts mehr sehen nicht sehen wollen würde. Ich hatte doch jetzt schon genügend Scherereien, weil ich doch Umbauten machen lassen musste. Die hätte mir, wäre ich arbeitslos im Übrigen keiner bezahlt, so habe ich sie noch bezahlt bekommen. Das bedeutet ein ALGII-Angewiesener mit meinem Sichtfeld darf sich ruhig den Schädel blutig latschen und Ähnliches.

      • Dass diese Wahrscheinlichkeit so hoch ist, hattest du schon erwähnt. Ich würde es vermutlich trotzdem als Einschränkung ansehen. Wobei ich natürlich nicht beurteilen kann, ob das nicht so oder so die Wohnung ist, die du sehr gerne haben wolltest.

        Vielleicht hat für uns aber auch einfach das Wort ‚Einschränkung‘ eine unterschiedliche Bedeutung. Was du als Einschränkung bezeichnest, würde ich verdrängen oder ausblenden nennen oder nicht wahrhaben wollen. Ich glaube aber, das wir – auch wenn wir da unterschiedliche Worte benutzen – ja im Grunde das gleiche meinen.

        Ich finde es übrigens sehr mutig, dass du dich damit jetzt auseinandersetzt und das eben nicht ausblendest. Ich glaube, ich könnte das nicht…

        Hättest du dann eigentlich keinen Anspruch auf EU-Rente, wenn du deswegen nicht arbeiten könntest?

  4. Die EU-Rente wie man sich das vorstellt gibt es schon seit mindestens 10 Jahren nicht mehr. Nur noch in ganz seltenen Fällen. Der Regelfall sieht so aus: „Erwerbsunfähig“ bedeutet auf dem 1. Arbeitsmarkt nicht mehr arbeiten können. Das heißt nicht, dass man nicht noch in eine Werkstatt eingegliedert werden könnte und erst wenn das auch überhaupt nicht mehr möglich ist gäbe es wegen Erwerbsunfähigkeit Grundsicherung und die liegt noch unter dem Hartz IV-Satz.

    Ich muss mich mit meiner Situation auseinandersetzen, genauso wie ich dafür auch einige Unannehmlichkeiten (Miststadt trotz Trauma usw.) in Kauf nehmen muss, sonst hätte ich sofort nach dem Studium für den Rest meines Lebens ALGII beantragen müssen. Usher und Pädagogik passt nämlich endlich nur bei Taubblindenpädagogik und die Stellen sind noch viel rarer als so was wie meine. Ich kannte eine andere Frau mit Usher, deren Studium auch Reha-finanziert wurde und die endlich Pädagogik machen wollte, das jedoch nicht durfte, weil Usherfälle so gut wie unvermittelbar sind. Sie hat dann irgendwas mit Medien gemacht, damit sie ganz spezifisch Blindenmedien programieren kann. Ihr Wunsch war das nicht. Es gibt nur nichts anderes. Das ist genauso wie die Studienabbrecher aus psychischen oder gesundheitlichen Gründen alle erstmal Helfertätigkeiten lernen müssen (anderes wird seltenst finanziert, ich kenne gar nichts anderes), damit man die mit ihren Lebenslauflücken wenigstens in Billigjobs unterbekommt. Wenn die jedoch schon über 35 sind, haben die auch da Probleme. Und viele von denen (gab genügend in meinem Umfeld) auch sich überhaupt erstmal an einen anderen Lebensstandart zu gewöhnen beziehungsweise an das Leben in einer Reha-Einrichtung.

    Und jetzt geht die Otta brunchen. Das ist der Vorteil wenn die Einrichtung aus Kostengründen die Kinder an langen Wochenenden heim schicken muss. Wir können unsere Dienstbesprechungen halten wo wir wollen.

    • Hm, ich fragte, weil die Lieblingsschwester EU-Rente bekommt und der Lieblingsschwager ab jetzt auch. Allerdings geht es da auch um ganz andere Ursachen für die Erwerbsunfähigkeit, vielleicht spielt das ja eine Rolle. Und die beiden sind auch eine Ecke älter als du es bist – wobei ich nicht weiss, inwiefern diese Faktoren einen Einfluss haben. Nur ganz abgeschafft kann sie nicht sein, sonst bekämen die beiden ja keine.

      Ich hoffe, es war eine angenehme Brunch-Besprechung! 🙂
      Das war ich auswärts schon ewi(iii)g nicht mehr. Sollte ich mal tun.

      • Das Alter spielt bei den seltenen Fällen, die es noch geben soll auf jeden Fall eine Rolle, allerdings weiß ich nicht genau ab wann. Obwohl es ja zum Beispiel so ist, dass die Generation 45+ im Falle von Arbeitslosigkeit kaum noch was findet und ich habe in einem Fachblatt mal gelesen, dass man dann versucht von Jobcenterseite aus Kosten abzuwälzen. Ich glaube solche Fälle könnten noch etwas bekommen, besonders bei „multiplen“ Krankheiten. Genau weiß ich das nicht.

        Brunch war ganz toll, vielleicht schreibe ich morgen bei mir etwas dazu. Es wussten obwohl ich nichts erzählt hatte alle von einer bestimmten Begebenheit in der Schule, es war witzig die Reaktionen zu sehen. Wir haben viel gelacht. Jedoch: Absolutely nothing compares to Peggy’s Quittenkonfitüre.

    • Ich hätte dich spätestens an Peggys Quittenkonfitüre erkannt! 🙂
      (Wobei das bestimmt ein Gelee ist, in Konfitüre sind ganze Früchte drin – da bräuchte man bei Quitten ordentlich große Gläser zum Einkochen. :D)

      • Ich weiß es nicht. Es hat nicht diese Konsistenz von Gelee. Jedoch: Selbst wenn es so sein sollte: Gelee ist für die meisten von „uns“ unaussprechbar. „Konfitüre“ zwar auch extrem schwer, das lässt sich jedoch im Kontext gut ablesen. Die Gebärde ist diegleiche

      • Unaussprechbar, damit meinst du in Lauten? Ist es dieser breite e-Laut, der es so schwierig macht? Ohne etwas darüber zu wissen hätte ich vermutlich angenommen, Konfitüre sei das schwierigere Wort.
        Umgangssprachlich ist in der Gegend aus der ich stamme, Gelee die gebräuchlichste Bezeichnung. Bei meiner Oma hieß alles Gelee, obwohl es fast ausschließlich Marmeladen waren, die sie kochte. Ich weiss auch gar nicht, wo das herkommt, dass man je nach Fruchtstückgröße/-inhalt eine andere Bezeichnung nimmt. *Schultern zuck*

  5. Dieser „G“-Laut am Anfang (besonders wenn man das Dsch-artig spricht) und dann sind da eindeutig zu viele „e“ zu kurz hintereinander. Außerdem spürt man kaum einen der Buchstaben beim Sprechen. Ein „K“ und ein „f“ ist einfacher.

  6. Pingback: Orientierungslos « Gedankensprünge

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