Chön Charf

 

Chön Charf ging’s hier gestern zu. Seit langem gab es wieder mal Cevapcici. Die lassen sich sehr einfach selber machen und gehören für mich eindeutig zu den Dingen, die ich nie wieder fertig kaufen mag.

Cevapcici

500 Gramm Rinderhackfleisch
3-4 Zehen Knobi
2 TL scharfes Paprikapulver
1/2 TL Salz
1 TL schwarzer Pfeffer
1 Tütchen Backpulver
2 gekochte Kartoffeln vom Vortag (die braucht’s nicht zwingend, aber wenn sie eh rumliegen, kann man sie gut einarbeiten – macht die Cevapcici lockerer)

Knobi fein schneiden, die Kartoffeln – sofern vorhanden – mit der Gabel fein zerdrücken und alle Zutaten gründlich (!) verkneten. Ich mache das immer mit den Knethaken vom Mixer, dann wird es eine sehr homogene Masse.
Wer’s nicht so scharf mag oder verträgt sollte unbedingt die Gewürzmenge (wenigstens bei Pfeffer und Paprika, evtl. auch beim Knobi) reduzieren.
Aus je etwa tischtennisballgroßen Portionen längliche Cevapcici rollen und diese mindestens für ’ne Stunde in den Kühlschrank stellen. Dann am besten ohne Fett in einer Grillpfanne oder aber direkt auf dem Grill grillen.

Die Masse ergibt um und bei 20 Cevapcici.

 

Und dazu natürlich Djuvec-Reis:

1 Tasse Reis
2,5 Tassen Hühnerbrühe
1 Zwiebel, kleingeschnippelt
1 Knobizehe, kleingeschnippelt
1 rote Paprikaschote, kleingeschnippelt
2-3 Handvoll tiefgekühlte oder frische Erbsen
2-3 EL Ajvar
1 Dose stückige Tomaten
1/2- 1 TL scharfes Paprikapulver
1 TL Salz
schwarzer Pfeffer
(1/2 Dose Mais nach Lust und Laune)

Die Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten, Knobi und den Reis dazugeben und anschwitzen. Mit den Tomaten aus der Dose ablöschen und alle weiteren Zutaten dazugeben. Je nachdem, wie scharf man’s mag, kann man das gut über den Schärfegrad des (der?) Ajvar steuern. Ich hab meistens scharfes im Kühlschrank, da wird der Reis mit den 2-3 EL auch wirklich (!) wirklich scharf. Mit mildem Ajvar wird der Reis eher fruchtig frisch. Zugedeckt auf kleiner Flamme ca. 20 Minuten köcheln lassen und zwischendrin immer wieder rühren. Das setzt sehr leicht am Topfboden an, auch wenn der Herd nur auf schwacher Stufe steht.

Den Reis liebe ich auch zu anderen Dingen sehr, zB zu zitronierten und mehlierten in der Pfanne gebratenen Fischfilets passt er ebenfalls toll.

Katja

8 Kommentare zu “Chön Charf

  1. Wie gut, dass ausgerechnet jetzt so ein Rezept kommt. Nächste Woche sind hier Schulferien und da habe ich nichts außer Aufräumen in meiner Einrichtung, und weil mir beim Griechen zu teuer und zu weit weg ist, wollte ich selbst Cevapcici machen. Hatte jedoch kein Rezept. Jetzt hab ich eins. Danke 🙂

  2. sag mal, was macht denn das backpulver in dem zeugs? sorgt das für die bindung quasi als ei-ersatz?
    weil ich bin mir sicher, dass man das auch einmal in vegan machen kann.. tofu und den rest dann eben ab in die schüssel damit und fertig..
    was meinste?

  3. @Charlotta: Sehr gerne. Erzählst du hinterher mal, wie’s geklappt und geschmeckt hat? 🙂

    @Jule: Das Backpulver sorgt dafür, dass sie locker werden. Normalerweise bammelt man ja Ei und Semmelbrösel oder ausgedrücktes Brötchen oder dergleichen für die Lockerheit rein. Hier dienen Backpulver und Kartoffeln dafür und dann braucht man auch kein Ei, weil ja keine Brösel da sind, die es sonst zu hart und trocken machen würden.
    Die Masse ist direkt nach dem Kneten (wenn man das mit dem Mixer macht) ziemlich weich und fühlt sich fluffig an, durch das Kühlstellen wird die Konsistenz bis zum Grillen aber viel fester.

    Im Zweifel gilt wie immer: Versuch macht kluch. Probier doch einfach mal aus, ob’s auch mit Tofu hinhaut. 🙂
    Ich kenne nur diese Sojaschnipsel-/flocken, die man zB auch für ’ne Bolognesesoße verwendet und aus denen man ja auch Bratlinge machen kann. Was es da tofumäßig gibt, weiss ich gar nicht.

  4. tofumäßig ist das eigentlich ganz einfach, liebe katja, denn man nehme einfach einen festen tofublock, krümle ihn klein und fertig ist das vegane hack. natürlich sollte man an tofu immer ordentlich gewürze dranschubsen, denn tofu an sich schmeckt eher so nach nix.
    aber das ist ja die beste grundlage, denn den knobi möchte ich bei den cevaptofulies ja auch finden 😉
    sojahack und schnipsel oder flocken nutze ich eher, wenn ich suppe mit „einlage“ mache. oder eben bei bolognese, wenn ich zu faul bin, den tofu erst klein zu krümeln.

    ansonsten kann man den festen tofublock auch kleinkrümeln, anbraten in der pfanne, etwas sojamilch bei tun, tomate, zwiebeln und gewürze und fertig ist das rühr“ei“.

    tofu ist eben doch eine „eierlegende wollmilchsau“. nur halt in vegan :mrgreen:

    so, jetzt werd ich mal neuen tofu auf meinen zettel schreiben und dann mal zusehen, dass ich das auch irgendwie hinbekomme. dann kann ich nämlich am wochenende cevaptofulies essen 😉

  5. Pingback: 1x Cevapcici zum reinlegen bitte « Lebenzeichnendes

  6. Hatte sie gestern für Besuch. Entweder ich habe etwas falsch gemacht (kann es daran liegen, dass ich gemischtes statt nur Rinderhack hatte? Nur Rind gab’s nicht.) oder sie haben mir nicht geschmeckt. 😦 Ich möchte sie dennoch noch mal machen und dann Feta einarbeiten, vielleicht mag ich sie dann lieber.

    • Schade, dass du sie nicht mochtest. Woran das liegt, kann ich leider nicht sagen – nur die Fleischsorte sollte da eigentlich keinen so sehr großen Einfluss haben, wenn die Qualität gut war – vielleicht haben wir was das Würzen angeht einfach ganz andere Geschmäcker.

      Dankesehr, ich freue mich auf jeden Fall, dass du das Rezept probiert hast und hier berichtet hast. 🙂

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