orange sky

I had a dream
I stood beneath an orange sky

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Manchmal ist es gut, sich nochmal vom Sofa aufzuraffen – auch wenn man den Tag über Umzugskartons rumgewuchtet und Farbe auf Wände gemalt hat. Manchmal an so Tagen wie heute, wenn der Himmel so gigantisch brennt, dass es schon fast unwirklich wirkt.

(Soundtrack zu den Fotos via Rüdiger, der oft so wunderbare Musikschätze ausgräbt und mit seinen Lesern teilt! In Alexi Murdoch habe ich mich ja direkt verliebt.)

Katja

Besucher

Als ich aus der Dusche kam hatte sich in meiner Küche schon der Besuch eingenistet. Direkt unter der Türklappe der Spülmaschine, die im Moment fertig wurde. Schön warm war’s da vermutlich. Aber nanu Besuch? Ich hatte doch gar niemanden erwartet.

Mit einem Geschirrtuch ließ er sich dann auch berührungsfrei wieder nach draussen bringen. Jessas hat der gezittert, der arme Kleine. Hat sich vermutlich verflogen während ich im Garten war und die Terassentür offen hatte und hat dann nicht wieder rausgefunden.

Weiss zufällig jemand, was das für einer ist? Er wirkte noch ziemlich jung und unbeholfen, war aber nicht so arg klein.

Katja

en apuntes #16

  • Die Spargelbuden haben seit über einer Woche geöffnet und es gab den ersten Spargel (zwischen Tippen-und-Veröffentlichen-Update: und mittlerweile auch schon den zweiten) des Jahres!1elf Ganz klassisch mit Kartoffeln, Schinken, Hollandaise (der erste muss so sein!) und der Spargel kam aus dem Backofen – mit Sherry, Pfeffer, Salz und Vanilleschote in Alufolie gegart. (Wie das mit der Alufolie und dem Ofen geht, hat der Spargelhamster mir letztes Jahr hier verraten und wer’s nicht kennt, sollte das unbedingt mal probieren – vor allem mit Vanille! Superyummi!)
  • „Ihre Anfrage ist bei uns eingegangen und wird bearbeitet. Sie erhalten in den nächsten Tagen einen Brief mit Ihrem Passwort.“ – Selten hat mich das Klicken eines ‚Passwort vergessen‘-Links so zum ‚wtf’en gebracht. 😀
  • Zum ersten Mal für dieses Jahr frisch gemähtes Gras gerochen und das sogar in der frischen noch morgenkühlen Luft. Hachz. Das riecht nicht nur nach Frühling sondern lässt den Sommer schon ahnen. Und ich mag’s so sehr, dass mich nicht mal das Rasenmähergebrummsel am Morgen genervt hat. (Wobei ich von letzterem überzeugt bin, dass das mit zunehmendem Sommer auch zunehmen wird. :D)
  • Es bereitet mir ungeheueres Vergnügen jeden Morgen irgendwann mit einer Tasse Kaffee bewaffnet auf die Terasse zu gehen und eine Runde über die Terasse und durch den Garten zu drehen und nach den Wuchsfortschritten meiner Pflänzchen zu schauen. Es fühlt sich einfach grandios an zu sehen, wie die ersten zarten Triebe sich ihren Weg aus der Erde bahnen und zuzuschauen wie daraus im Laufe der Zeit eine ausgewachsene Pflanze wird. Und auch wenn ich alle Arten von Blümchen sehr liebe – am meisten freue ich mich darauf, den ersten selbstgezogenen Salat zu ernten und zuzubereiten. Ich freue mich auf die Tomaten, die ich dieses Jahr komplett aus Samen gezogen habe und darauf, beim Kochen wieder fix auf die Terasse zu flitzen um selbstgezogene Kräuter zu ernten.
  • Und dann war da noch der LKW-Fahrer, der träumend an der Ampel stand während alle Gegenrichtungen 2 Grünphasen hatten bis ihm auffiel, dass er noch nicht bis zur Kontaktschleife vorgefahren war. Die Musik im Auto war gut und im Blickfeld ein Rapsfeld – ich nahm’s ihm nicht krumm. Hätte mir auch passieren können an dem Tag. 😀
  • 34°C auf der (überdachten) Terasse als die Sonne draufschien! Schwanke zwischen ‚Yay!‘ und ‚Puh!‘.
  • 30.000 seit August 09. Dankesehr. 🙂
  • Wie nennt man eigentlich das Gegenteil von so ’nem Faulenzertag/Gammeltag/Prokrastinationsdingens? (Und ist es echt so, dass es viel mehr Begriffe für abhängen, chillen, rumgammeln gibt als für fleissig sein?^^) Also auf jeden Fall waren die letzten Tage und heute im besonderen (im Besonderen?) heftige Wuseltage (ha!) und gleich bin ich mit allem durch, was ich heute unbedingt schaffen wollte. Ich bin zwar stehend KO, aber es fühlt sich auch gut an, der umfangreichen todo-Liste hinterhergekommen zu sein.
  • Morgen dann zur Belohnung: Auf der Terasse Chillen und Grillen mit jener in der Nähe wohnenden Freundin und ihrem Sohn!
  • Und ihr so?

Katja

Entscheidungsschwierigkeiten

So schlimm wie heute fiel es mir lange nicht mehr, die Zahl der geknipsten Bilder auf ein einigermaßen sinnvolles Maß an ‚Zeigebildern‘ zu reduzieren und so wirklich gelungen ist es mir auch nicht. Viele sind’s. Das liegt aber daran, dass ich die Motive irgendwie alle reizvoll fand.
Der Darmstädter Waldfriedhof ist auf jeden Fall ein ruhiger Ort für einen Frühlingssonntagfastsonnenscheinspaziergang.


Katja

How to make your Sonntagmorgen-Brötchen

Das Rezept hatte ich Corina schon länger mal versprochen und heute hab ich sie endlich wieder mal gebacken. Ideal für’n Sonntagmorgen, weil sie inclusive Backzeit in 40 bis 45 Minuten fertig sind.

Quarkbrötchen:

200 Gramm Mehl
2 TL Backpulver
200 Gramm Quark
1 Prise Salz
1 Ei

miteinander verkneten.

4-6 Brötchen daraus formen, einschneiden, mit Milch bestreichen und für 30 – 35 Minuten bei 180°C Ober-/Unterhitze backen.

Die Brötchen haben eine eher weiche als sehr knusprige Konsistenz, sind durch den Quark sehr frisch, allerdings nicht so ‚kräftig‘ im Geschmack wie Hefeteigbrötchen, aber speziell mit Marmelade ein Traum. Und wirklich fix herzustellen.

Ich bin dann mal frühstücken!

Katja

einatmen, ausatmen

Er macht mich schier wahnsinnig, dieser Gefühlsmix aus Überforderung und Hilflosigkeit, dabei ist es gerade nicht mal die eigene Situation, die mich überfordert und hilflos macht, sondern nur dieses aus der Ferne zusehen müssen und nicht wirklich helfen zu können. Mitbekommen, wie es ihr geht ohne das richten zu können. Wieso muss ich mir diesen Schuh des Verantwortlichfühlens eigentlich immer direkt anziehen, wenn irgendwo einer auch nur halbwegs aus einer Ecke hervorlugt? Warum verwischt dieses Trennlinie immer so sehr und fremde Probleme werden durch die simple Tatsache, dass ich denjenigen mit dem Problem gerne habe, direkt zu meinen eigenen? Ich hasse dieses Gefühl von Ohnmacht, das sich rund um die Augenhöhlen und die Stirn herum ähnlich anfühlt wie Angst. Und je tiefer ich mit in diesem fremden Gefühlswust versacke, desto weniger hilfreich kann ich tatsächlich sein. Zuhören kann ich, ja. Aber immer habe ich das Gefühl, dass das viel zu wenig ist, dass ich eine Lösung herbeizaubern muss, dass das meine Verantwortung ist. Mist das. Chaos. Kreiseldenken. Die eigene Gelassenheit zurücksehnen, die ich in den letzten Jahren endlich entdeckt habe, aber die mir völlig abhanden kommt, wenn diese (fremde) Ohnmacht von mir Besitz ergreift. Kommt Ohnmacht von Ohnmacht? Der Schwindel fühlt sich zumindest so an.

Tief durchatmen. Raus an die Luft. Mist das.

Katja

Chön Charf

 

Chön Charf ging’s hier gestern zu. Seit langem gab es wieder mal Cevapcici. Die lassen sich sehr einfach selber machen und gehören für mich eindeutig zu den Dingen, die ich nie wieder fertig kaufen mag.

Cevapcici

500 Gramm Rinderhackfleisch
3-4 Zehen Knobi
2 TL scharfes Paprikapulver
1/2 TL Salz
1 TL schwarzer Pfeffer
1 Tütchen Backpulver
2 gekochte Kartoffeln vom Vortag (die braucht’s nicht zwingend, aber wenn sie eh rumliegen, kann man sie gut einarbeiten – macht die Cevapcici lockerer)

Knobi fein schneiden, die Kartoffeln – sofern vorhanden – mit der Gabel fein zerdrücken und alle Zutaten gründlich (!) verkneten. Ich mache das immer mit den Knethaken vom Mixer, dann wird es eine sehr homogene Masse.
Wer’s nicht so scharf mag oder verträgt sollte unbedingt die Gewürzmenge (wenigstens bei Pfeffer und Paprika, evtl. auch beim Knobi) reduzieren.
Aus je etwa tischtennisballgroßen Portionen längliche Cevapcici rollen und diese mindestens für ’ne Stunde in den Kühlschrank stellen. Dann am besten ohne Fett in einer Grillpfanne oder aber direkt auf dem Grill grillen.

Die Masse ergibt um und bei 20 Cevapcici.

 

Und dazu natürlich Djuvec-Reis:

1 Tasse Reis
2,5 Tassen Hühnerbrühe
1 Zwiebel, kleingeschnippelt
1 Knobizehe, kleingeschnippelt
1 rote Paprikaschote, kleingeschnippelt
2-3 Handvoll tiefgekühlte oder frische Erbsen
2-3 EL Ajvar
1 Dose stückige Tomaten
1/2- 1 TL scharfes Paprikapulver
1 TL Salz
schwarzer Pfeffer
(1/2 Dose Mais nach Lust und Laune)

Die Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten, Knobi und den Reis dazugeben und anschwitzen. Mit den Tomaten aus der Dose ablöschen und alle weiteren Zutaten dazugeben. Je nachdem, wie scharf man’s mag, kann man das gut über den Schärfegrad des (der?) Ajvar steuern. Ich hab meistens scharfes im Kühlschrank, da wird der Reis mit den 2-3 EL auch wirklich (!) wirklich scharf. Mit mildem Ajvar wird der Reis eher fruchtig frisch. Zugedeckt auf kleiner Flamme ca. 20 Minuten köcheln lassen und zwischendrin immer wieder rühren. Das setzt sehr leicht am Topfboden an, auch wenn der Herd nur auf schwacher Stufe steht.

Den Reis liebe ich auch zu anderen Dingen sehr, zB zu zitronierten und mehlierten in der Pfanne gebratenen Fischfilets passt er ebenfalls toll.

Katja