Pottkieker

Weil ich’s ja so gut wie nie schaffe, mal ein Essen zu knipsen, wenn es sich vorm Verspeisen auf dem Teller befindet, gibt es heute mal einen Blick in die Töpfe bzw. Pfannen auf meinem Herd.

Gestern bissl rumprobiert, getestet und für gut befunden:

links im Topf: Selleriepüree. Das Rezept hatte ich irgendwann mal beim Chefkoch entdeckt und seit Monaten auf der ‚will ich unbedingt ausprobieren‘-Liste. Und wer das nicht auch will, ist selber schuld! Nie hat mir Sellerie besser geschmeckt. Yummi!

rechts in der Pfanne: Couscousgemüsebratlinge.

Das war mein erster Versuch, Bratlinge selber zu machen (ich hatte sonst immer nur so fertiges Pulver, das man mit Wasser quellen lässt) und war – abgesehen davon, dass sie ein wenig trocken waren, was Soße allerdings hätte beheben können – ziemlich begeistert, dass sie gleich so gut geworden sind.

Nur mit der Menge hatte ich mich ordentlich vertan. Das waren am Ende 9 wirklich große Bratlinge und wir haben mehr als die Hälfte davon übrig gelassen. Ich denke, je nachdem, was man dazu isst, reicht 1/3 bis die Hälfte davon locker für zwei.

Ich hatte an Zutaten verwendet:

1 Zucchini
3 Karotten
250 g Couscous
ca. 300 ml Brühe
1 Zwiebel
3-4 EL Mais
1 große Knobizehe
3 Zweige frischer Rosmarin
2 Eier
Pfeffer, Salz, Cayennepfeffer
Olivenöl
Paniermehl

rechtzeitig vorher (mind. 1 Stunde) irgendwann:
Die Zucchini waschen und fein raspeln, in einer Schüssel mit ein wenig Salz vermischen und gemütlich Brühe ziehen lassen. Zur weiteren Verarbeitung dann durch ein Tuch pressen oder wenn einem das zu aufwändig ist, tut’s auch wenn man’s mit einem Löffel in einem Sieb gut auspresst.

Die Karotten schälen und ebenso raspeln und in dem Sieb auspressen.

Die Zwiebel schälen und fein schneiden und in etwas Olivenöl im Topf glasig dünsten. Couscous und Brühe dazugeben und den Topf für 10 bis 15 Minuten zum Quellen vom Herd nehmen. Zucchini, Karotten, Mais, klein gehackte Kräuter und Knoblauchzehe und Eier unterrühren bzw. einkneten und ebenso die Gewürze.

Ist die Masse dann nach der Quellzeit zu feuchtkrümelig, um Bratlinge daraus zu formen, vorsichtig dosiert Paniermehl dazugeben. Da war ich zu großzügig, weswegen die Bratlinge etwas trocken waren.

Bratlinge formen und in wenig Öl von beiden Seiten knusprig braten.

Dazu gab es dann noch aus der hinteren Pfanne Zuchini-Paprika-Fenchel-Gemüse. (Nur kleingeschnippelt, angebraten und mit etwas Salz, Pfeffer, getrockneten Chiliringen und getrocknetem Koriandergrün gewürzt.)

Beim nächsten Versuch werde ich mal testen, noch ein bisschen frisch geriebenen Parmesan oder Old Amsterdam in die Bratlinge zu mischen und wohl den Gemüseanteil auch noch etwas erhöhen (vielleicht mit sehr fein geschnittener Paprika?). Aber ich fand’s auch so schon besser als diese Fertigmischungen und vor allem macht’s mehr Spaß. 🙂

Katja

8 Kommentare zu “Pottkieker

  1. sieht lecker aus! 😀 das selleriepüree werde ich ausprobieren, demnächst. und die pottkieker-methode ist großartig – ich kann ‚diese blogger‘ nicht verstehen, die immer mit der kamera alles festhalten müssen und dabei das essen kalt werden lassen bzw. leute, mit denen sie gerade ‚unterwegs‘ sind, vergessen…. bäh ist das. 😉

  2. @Ulli: War auch wirklich gut. 🙂

    @hühnschn: Ich bin da zwispältig. Ich bewundere schon deren Disziplin und freue mich über tolle Fotos. Für mich ist’s aber nix. Wenn ich 2,5 Stunden in der Küche gewurschtelt hab, ist mir essen so lange es warm ist wichtiger als euch ein tolles Foto zeigen zu können.
    Daher gibt’s hier ja häufiger eher Fotos von Kram, das noch im Topf schmurgelt. 🙂

    @Corina: :)! Hast du da eigentlich ein sinnvolles Listen-/Linksystem? (Wo wir ja letztens schon bei Notizsystemen waren.)

  3. Nein, da gibt’s kein System. Teilweise kommt’s zu den Lesezeichen, teilweise kommt’s in den Kopf. 🙂 Das hängt meist davon ab, wie schnell ich was wieder vorkramen mag bzw. wo ich was gesehen hab.

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