(Hinter)Grund

Und dann komme ich so langsam dahinter, was das für Dinge und Gedanken sind, die mich quälen und woher dieses Durchhängen kommt und ich hänge zwischen der Erleichterung, dass sie doch nicht einfach so aus dem Nichts kommt, diese trübe Stimmung und dem Frust, dass da Dinge dabei sind, die mich traurig machen, die ich gar nicht ändern kann, sondern wo ich davon abhängig bin, dass andere etwas ändern.

Und das setzt mir zu, weil es – auch wenn es schwer ist – leichter ist, bei mir zu ändern, weil ich da wenigstens Einfluss auf das ‚ob‘ habe (naja zumindest theoretisch, ausser bei den ganz hartnäckigen Baustellen) als abzuwarten und zu hoffen. Und mir fällt auf, dass es wohl ginge, dass ich bei mir ändere, aber die einzige Möglichkeit wie das ginge, wäre, das was mich bedrückt, nicht mehr so dicht an mich heranzulassen, dass es überhaupt solche Macht hat, dass es mir deswegen schlecht geht.

Aber ein Leben hinter Mauern kann’s doch auch nicht sein – das bin ich einfach nicht. Also wird doch wohl irgendwie alles beim Alten bleiben.

Und so mistig sich dieses Gefühl von Hilflosigkeit und Ohnmacht auch anfühlt, frage ich mich gerade, ob es nicht vielleicht doch einen Unterschied macht, jetzt, weil ich die Hilflosigkeit irgendwie umdrehe, eine Entscheidung daraus mache.

Und es fühlt sich auf einmal nach einer sehr übersichtlichen Formel an. Und obwohl die Sache selber kein Stück anders ist, fühlt es sich doch anders an. Hmm.

Katja