Resteverwertungsmampf

In Ermangelung eines Schrankes oder einer Speisekammer oder auch nur einer echten Abstellecke, bewahre ich Vorräte in einem offenen Regal in der Küche auf. Das sieht dauernd furchtbar chaotisch aus und durch die umfangreiche Weihnachtsbäckerei ist es aktuell noch schlimmer als sonst. Auch wenn ich probiert hatte, recht passende Mengen an Nüssen und Co. zu besorgen – so komplett ist mir das nicht gelungen. Also muss ich in den nächsten Wochen / Monaten mal probieren, die Reste einigermaßen sinnvoll zu verwerten. Gestern lagen hier auch noch zwei Bananen rum, die zum puren Essen schon ziemlich reif waren – also improvisieren.

Das kam dabei heraus:

 

Und weil das in der Tat leckerer geworden ist, als ich beim Restezusammenrühren angenommen hätte, gibt es hier das Rezept:

Bananen-Mandel-Schoko-Resteverwertungsmampf:

2 sehr reife Bananen
4 EL Amaretto
3 Eier
100 Gramm Margarine
ca. 150 Gramm Zucker (ich hatte erst nur 100, aber damit schmeckte der Teig noch zu wenig süß, hab dann aber nur noch ’nen Schwung nachgekippt ohne genau abzumessen.)
1 Vanillezucker
150 Gramm Mehl
2 TL Backpulver
1 sehr gehäufter EL Kakaopulver
ca. 150 Gramm gemahlene Mandeln (die hab ich nicht genau abgemessen, eine ganze Tüte und ein Rest aus ’ner angefangenen)
ca. 50 Gramm gehackte Mandeln (auch nur geschätzt, war ’ne angebrochene Tüte)
Schokoglasur

Die Banane zusammen mit dem Amaretto pürieren. Eier, Zucker, Vanillezucker und Margarine schaumig rühren, dann Mehl, Backpulver und Kakao dazu sieben und die restlichen Zutaten dazugeben und unterrühren.

In eine gefettete Form füllen – mir erschien es zu wenig Teig für eine normalgroße Springform, also hab ich meine kleine Springform endlich mal eingeweiht, die für halbe Kuchenrezepte passt. Mehr als halbvoll wollte ich die Form nicht machen und der Rest reichte immer noch, um meine beiden kleinen herzförmigen Springformen zu füllen. Ich denke, richtig gepasst hätte es in einer normalgroßen Kastenform.

Gebacken wird bei 180°, die Dauer hängt von der Größe der Form ab. Die Herzformen waren nach 30 Minuten fertig, die kleine Springform hat ca. 45 Minuten gebraucht. Ich hab nach 25 Minuten angefangen immer mal danach zu gucken und mal mit einem Zahnstocher reinzupieksen, ob noch Teig kleben bleibt. Bei einer Kastenform reicht es vermutlich, wenn man nach 40 Minuten danach schaut.

Nach dem Backen etwas auskühlen lassen, Schokoladenglasur im Wasserbad schmelzen und mit einem Löffel (und/oder Backpinsel) den Kuchen rundrum damit bestreichen.

 

Katja

14 Kommentare zu “Resteverwertungsmampf

  1. Mir ist zwar gerade etwas schlecht, aber sollte sich das wieder bessern, ist das Rezept bestimmt ganz lecker!
    Nur an dem Namen müsstest du für dein Kochbuch glaube ich noch etwas arbeiten 😉

  2. Amaretto ist zwar nicht so unbedingt meins, aber der Rest klingt wieder einmal sehr, sehr lecker…

    Und den Namen würd ich sogar genauso ins Kochbuch schreiben! Gibt dem Rezept doch etwas besonderes … *g*

  3. @hühnschn: Issa auch! (Und bei Kuchen wundert’s mich immer wieder auf’s Neue, wenn die was werden, obwohl ich einfach wüst zusammengekippt hab. Aber da klappt’s auch wirklich nicht immer.)

    @Julia: Das war doch wirklich ein Scherz mit dem Kochbuch. :mrgreen: (Und auch wenn ihr mich ordentlich in Versuchung führt, da näher drüber nachzudenken, ob ich nicht wenigstens eins für mich irgendwo herbekomme, um’s ins Regal zu stellen, ist das trotzdem kaum über den Scherz hinaus. ;))
    Aber der Name – egal wo – muss natürlich genau so bleiben. 😀

    @Armin: Vom Amaretto schmeckt man (leider) so gut wie gar nix. Den kannste aber eh locker weglassen, der war ja nur für’n Geschmack gedacht. Aber die Banane überdeckt großzügig. 😀

    @Lebensumbau: Uii, Danke! 😳

  4. Na ja, aus dem Namen könnte man vielleicht noch was machen, BMSR… Klingt doch super!
    Erinnert mich aber irgendwie an PMS 😮 *lol*

    Immer schön alle Rezepte in dein virtuelles Kochbuch schreiben, damit ich das in Deutschland dann nachkochen kann 😀

    • Ja aber bei dem Kürzel kann man doch gar nicht richtig erkennen, dass es sich um einen Mampf handelt! :mrgreen:

      (Dass du das warst, war übrigens leicht. Ich glaube, ich hab ansonsten keine Leser die im Begriff sind nach Deutschland einzuwandern.^^

      *edit: Nennt man das überhaupt einwandern, wenn es eigentlich ein rewandern ist? Wobei Rewanderung ja fast nach Wildwechsel klingt. :mrgreen: )

    • Resteverwertung eigentlich immer, Lebensmittel wegwerfen geht gar nicht.

      Kastanien habe ich noch nie gegessen, mittlerweile stehen sie aber auf der Liste der Dinge, die ich mal probieren will. Aber erst mal ohne damit zu backen.

      Herzlich Willkommen auf meinem Blog. 🙂

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