Have you ever seen the rain?

So schwer wie heute fiel es mir bisher noch nicht, eines der Fotos als tägliches Foto auszuwählen. Und dann fiel mir ein, dass mir ja niemand verbietet, die anderen auch noch zu zeigen – dann eben hier.

 

Katja

Besser als beim Möbelschweden…

…und viiiiel besser als aus der Dose!“ meinte der Mitesser als ich letztens zum ersten Mal Köttbullar selber gemacht habe. Und weil ich mir die Zusammensetzung, die ein Mix aus mehreren Rezepten und Eigenideen ist, nie werde merken können, hier also in die Sammlung aufgenommen:

500 Gramm gemischtes Hackfleisch
1 fein geschnittene Zwiebel
2 gekochte und abgekühlte, zerdrückte Kartoffeln
1 Ei
2 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
eine Prise gemahlenes Piment
100 ml Schlagsahne
50 ml Wasser
1 TL Senf
zwei Spritzer Worcestersauce

Alle Zutaten gründlich verkneten (am besten mit den Knethaken vom Mixer) und den Pamp mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen. Danach kleine Bällchen formen und bei nicht zu hoher Temperatur in wenig Fett gemütlich in der Pfanne braten. Köttbullar aus der Pfanne nehmen, 2 EL Mehl in das Bratfett geben und anschwitzen, mit Brühe ablöschen und gut rühren, damit’s nicht klumpt. Insgesamt ca. 500 – 600 ml Brühe, 100 ml Sahne und 100 ml Milch in die Pfanne rühren, bisschen frisch gemahlenen Pfeffer dazu, aufkochen, die Köttbullar wieder reingeben und bei mittlerer Temperatur die Soße zu ’ner sämigen Konsistenz reduzieren.

Dazu natürlich Salzkartoffeln und Preisselbeeren.

Das Foto ist wieder mal dem Hunger zum Opfer gefallen! 😀 Aber das wird’s bestimmt demnächst wieder mal geben und vielleicht denke ich dann ja mal vorher ans Knipsen. (Ich wäre schon alleine deswegen für ein echtes Foodblog völlig ungeeignet, weil ich fast immer vergesse zu fotografieren. :D)

Katja

Spielzimmer

Charlotta erzählte von ihrer Ecke im Wohnzimmer, die sie für ihr inneres Kind eingerichtet hat – wo es sich nach Herzenslust austoben und spielen kann. Schon während ich ihren Text las, hielt ich es für eine wunderbare Idee, mir diese Spielecken in meinen eigenen Räumen mal vor Augen zu halten. Dass ich viele davon habe und dass dahinter eine Sehnsucht steckt, die fast so alt ist wie ich und die damals nie ihre Erfüllung gefunden hat, ist mir schon länger klar. Trotzdem machen mich diese Dinge gelegentlich ein wenig verlegen, wenn durch und durch erwachsene Menschen diese Ecken entdecken und ich – abgesehen davon, dass solche Menschen selten fragen sondern eher überheblich grinsen – nicht so richtig wüsste, wie ich das jemandem erklären soll, wieso ich in so vielen Belangen so ein Kindskopf bin und dass mir das oft einfach gut tut und wichtig für mich ist, mich mit solchen Sachen zu beschäftigen.
Charlotta fragte, oder eher lud ein, das eigene Spielzimmer zu beschreiben. Das nicht nur für mich sondern öffentlich zu tun, fällt mir nicht ganz leicht, aber ich mag’s trotzdem versuchen:

Bei mir gibt es keine so wirkliche Spielzimmerecke in der Wohnung, aber ich umgebe mich mit vielen Dingen, die man eher in Kinderzimmern erwarten würde.

In meiner Küche hängt eine Kinderzimmergardine, auf der Fensterbank stehen Playmobil Sonnenblumen (überhaupt gibt es überall in der Wohnung verstreut Playmobilfiguren und auch ansonsten sind hier, wenn es schon ‚Stehschöns‘ gibt, sind diese fast alle eher kindlicher Kram als Erwachsenenzeug) und an der Wand hängt ein großer Janoschwandkalender. Den Janoschkalender habe ich schon seit über 10 Jahren jedes Jahr wieder.

Mein Lieblingssofakissen ist ein Plüschkissenbär, der Körper ist das Kissen und er hat vier Pfoten und einen Kopf dran.

Ein Teil der Ordnungsboxen im Arbeitszimmerregal sind Boxen mit Sesamstraßenmotiven (Ich mochte übrigens schon immer Ernie viel lieber als Bert, die olle Spaßbremse!) und im Bücherregal hinter mir sammeln sich mittlerweile einige Plüschschlüsselanhänger, die ich nicht an Schlüsseln befestige, sondern die dort eben sitzen. Die stammen allesamt aus dem Lieblingsdiscouter, wo es sie in unregelmäßigen Abständen gibt. Und mir fällt es ungeheuer schwer daran vorbeizugehen. Also gestehe ich mir zu, einen davon zu kaufen. Und wenn es beim nächsten Einkauf noch welche davon gibt, die ich noch nicht habe, erlaube ich mir noch einen. Und wenn es…

Zwischen den Büchern im Regal finden sich immer wieder Kinderbücher und einige ‚ausgewachsene‘ Autoren könnten sich ein Beispiel daran nehmen, wie begabte Menschen, Bücher für Kinder schreiben. Komplizierter macht es selten besser, oft nur komplizierter.

Äh und im Schlafzimmer finden sich am Kopfende des Bettes und an einer kompletten Wand Regale, auf denen meine Plüschtiere wohnen. An neuen gehe ich schweren Herzens vorbei (verflucht, Knopfaugen zu widerstehen ist für mich eine der größten Aufgaben, die das Leben stellt), aber auf diesen Regalen finden sich wirklich alle. Auch mein Teddy, den ich zur Geburt bekam und vor dem ich in den ersten Lebensjahren immer Angst hatte. Auch mein Steif Eichhörnchen, das ich als Baby und Kleinkind immer dabei hatte – den Zeigefinger um seine Pfote gehakt und den Daumen im Mund steckend. Und auch der große Teddy von der Losbude auf dem Rummel im letzten Jahr, der zwar recht groß, aber der jüngste der Bande ist und den ich immer bewachen muss, wenn die Lieblingsschwester zu Besuch ist, weil sie ihn am liebsten entführen würde. Und irgendwie haben die alle ihre eigene Seele und ihren Charakter.

Und natürlich haben der Lieblingsteddy und das Nilschwein (das so heisst, weil derjenige, der es mir vor 24 Jahren schenkte, und ich uns nicht einigen konnten, ob es ein Nilpferd oder ein Schwein ist und das ausserdem Modell stand für meinen Couchtisch, den ich euch vielleicht irgendwann mal zeige) und Mecki, das kleine türkise Nilpferd mit dem pinkfarbenen Herzen nicht nur einen Platz in meinem Herzen, sondern auch einen in meinem Bett. Und ohne die fahre ich auch nicht in Urlaub. Geht nicht.

*schluck*

Nicht lachen, ja? Wenn ihr das total doof findet, sagt bitte einfach gar nichts. Speziell bei solche Sachen ist die Kleene nämlich echt empfindlich.

Katja