Von Alcaidesa nach Tarifa über Delmenhorst

Element of Crime zu hören, erfüllt mich immer mit einer Ruhe, die sich irgendwie skurril anfühlt. Dabei weiss ich nicht mal ob skurril das richtige Wort dafür ist, es ist einfach so, dass mir gar kein wirklich passendes Wort dafür einfällt, wie besonders sich die Musik für mich immer anfühlt.
Steigerungsfähig ist das noch, wenn man Element of Crime hört, während man auf einer spanischen Autovia im Feierabendverkehrsstau steht und der Sonne zuschaut, wie sie hinter den Bergen untergeht und wenn man kurz vorher zum ersten Mal einen Roman von Sven Regener gelesen hat und einem der Schreibstil zur Musik im Kopf nachhallt, so wie man beim Lesen auch immer seine Stimme im Kopf hatte und wenn man merkt, wie durchgängig stimmig man die Worte empfindet, die dieser Mensch findet, wie durchgängig die Stimmung, die er vermittelt.

Und dann denke ich, Gefühle müssten sich unbedingt konservieren lassen. Momente, die ich im ‚Einmachregal‘ im Keller meiner Oma lagern würde – dieser Augenblick im Stau auf der spanischen Autovia würde dort landen.

Katja

14 Kommentare zu “Von Alcaidesa nach Tarifa über Delmenhorst

  1. Jetzt wird es mir hier aber echt unheimlich!!
    Ich bn in Delmenhorst geboren und habe dann, bis zu meinem Umzug nach Spanien, ganz in der Nähe von Delmenhorst gewohnt!! Und da hat man das Lied dann natürlich auch öfter mal gehört 🙂
    Schön es hier bei dir noch mal hören zu können!
    Wünsche dir einen guten Start ins Wochenende,
    Julia

    • Nee, oder? Das bringt mich ja jetzt doch zum breit grinsen. :mrgreen:
      Und das, obwohl ich noch nie in Delmenhorst gewesen bin.

      (Auch unheimlich, wenigstens ein wenig: Cross-Commenting. Während du hier warst, war ich drüben bei dir. :D)

      Ebenfalls ein gutes Wochenende! Ich werde einen Teil von meinem damit verbringen, endlich mal die ganzen Hausaufgaben aus dem Spanisch-Kurs nachzuholen, die mir eine Frau aus dem Kurs freundlicherweise gemailt hat. 🙂

      • Echt unheimlich!! Spanisch sollte ich auch mal wieder üben. Wohne nun schon so lange hier, aber mit dem Sprechen klappt es immer noch nicht so richtig *schäm*

      • Lernst du’s nebenbei mitten im Leben oder machst du einen Kurs?
        Ich hab vorhin beim Nacharbeiten wieder mal gemerkt, dass ich meine Faulheit, was das Vokabeln Lernen angeht, unbedingt mal in den Griff bekommen sollte. Ohne diese Basis, kämpfe ich mich da ganz schön durch. Und so doof das klingen mag, aber in der Schule fiel mir das wesentlich leichter mich zu überwinden, weil da dieser Druck da war, dass Tests geschrieben wurden und es Zeugnisse gab. Eigentlich beknackt, dass ich für etwas, was ich ja freiwillig mache und gerne möchte, gelegentlich (oder zumindest wenn’s um so stumpfes Lernen geht) so wenig Motivation aufbringe. 🙄

      • Ein Kurs ist hier auf Dauer zu teuer, also lerne ich so nebenbei. Da ich aber auch noch mein Abitur nachmache, habe ich ganz schön viel zu lernen.
        Bei den Vokabeln bin ich auch sehr faul, dabei sind es gerade die die mir fehlen. Ich schaffe es nicht mal mir das Vokabelprogramm zu kaufen, das ich schon seit Monaten haben möchte 😮 In der Schule fiel mir das auch alles viel leichter…

      • Denk jetzt nicht, dass es irgendwie unheimlich wäre, aber ich hab mein Abi auch auf dem zweiten Bildungsweg gemacht. *gnihi*
        Allerdings Vollzeit und mit Präsenz – du machst das via Fernschule, oder? (Ich meine, das bei dir irgendwo gelesen zu haben.)

        Erstaunlich, dass es bei dir auch die Vokabeln sind. Da hätte ich gedacht, dass man vieles aufschnappt durch die fremdsprachliche Umgebung. Aber ich war auch noch nie länger als für eine Urlaubsdauer im Ausland, kann’s mir also nicht wirklich vorstellen. 🙂

      • Wir scheinen auf jeden Fall viel gemeinsam zu haben 🙂
        Ich mache es per Fernschule weil ich ja hier in Spanien sitze…
        Ich habe hier schon echt viel von der Sprache aufgeschnappt. Aber es ist einfach was ganz anderes wenn man die Wörter hört und dann versteht, als wenn sie einem selber einfallen müssen wenn man sie benutzen will 😉

      • Aye, das stimmt natürlich.

        Hmmm, wie wär’s damit: 10 Vokabeln pro Tag an hmm 4 Tagen pro Woche auswählen und einprägen. Das bringt einen nicht um, geht zwar langsam, aber ist dafür bewältigbar und besser als nichts zu tun. (Mehr ist natürlich erlaubt.^^)

        Machst du mit? Ich finde, es ‚leidet‘ (aka lernt oder putzt oder was auch immer man so Unangenehmes vor sich herschiebt) sich viel einfacher, wenn man weiss, dass man nicht die einzige arme Socke ist, die sich gerade durch sowas durchkämpfen muss. 😀

      • Da mache ich mit!! Das sollte echt machbar sein. Vor allem weil ich in der Metro ja auch immer viel Zeit habe.
        Wir können ja dann am Ende der Woche immer vergleichen wie viele Vokabeln wir geschafft haben 🙂

      • Hach sehr gut! Ich fand es früher schon immer tröstlich zu wissen, dass ich nicht gerade alleine am Schreibtisch hocke, während sich der Rest der Welt amüsieren kann und die Wohnung sauber machen, funktionierte ’ne Zeitlang sehr viel besser, wenn ’ne Freundin zeitgleich ihre geputzt hat und wir uns in den Pausen im Chat getroffen haben. 😀

        Da ist eine Vokabellerngemeinschaft mir dir echt ideal, um mich selber zu motivieren. 🙂

        Hmm, ich weiss nicht, ob das Vergleichen der Anzahl für mich eine gute Idee wäre. Ich finde diesen ‚gemeinsam‘-Aspekt so wichtig für die Motivation, vergleichen hat sowas Konkurrierendes, das packt sicherlich den fiesen Ehrgeiz, was für eine Weile lang bei mir sehr gut funktioniert, aber nicht so langzeitmotivierend. *grübels*
        Können wir aber auch machen, falls du mit diesem Ansporn gut um kannst. 🙂
        Wir können ja einfach ein bisschen rumprobieren, was am besten funktioniert. Ist auf jeden Fall alles besser als gar nicht regelmäßig Vokabeln zu lernen. 🙂

      • Wir müssen ja nicht die Anzahl vergleichen… Wir können ja einfach nur abgleichen ob wir wirklich vier Tage gelernt haben. Oder mehr, oder warum wir es nicht geschafft haben.
        Richtig die Anzahl zu vergleichen wäre mir auch zu viel Druck!!
        Wie weit bist du eigentlich in Spanisch? Hast du vor besondere Vokabeln zu lernen?
        Ich muss dringend die Verben lernen. Die bringe ich immer durcheinander 😦

        Und rede nicht so viel vom Putzen. Ich habe heute frei und muss gleich auch noch die Wohnung putzen :-/

      • Aye, das finde ich auch gut. Also gucken, ob geschafft und wenn nein, woran es hing. 4*10 Vokabeln ist nun wirklich nicht so viel und vor sich selber redet man sich trotzdem leichter raus als vor jemand anderem. 😀

        Ich bin noch ziemlich am Anfang. Hab im letzten Semester bei der Volkshochschule angefangen und mache jetzt den 2. Kurs. Volkshochschule geht aber in sehr (sehr) gemächlichem Tempo voran. Wir sind jetzt erst im 3. Kapitel des Buches. (Caminos neu aus dem Klett-Verlag, falls dir das was sagt)

        Aktuell stehen da bei uns die Zahlen ab 100 an und Wegbeschreibungen/Ortsangaben und dergleichen (also rechts, links, davor, dahinter etc.).

        Die Zahlen hätte ich im Urlaub schon gut brauchen können, als ich Gambas gekauft hab und nicht wusste, wie die Hunderter heissen (und natürlich nie ein Wörterbuch dabei hatte 🙄 ). So im Nachhinein wundert mich nicht, dass der Fischverkäufer mich erst mal groß angeguckt hat bei meinen Bestellversuchen. :mrgreen:

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