Der Fluch des Selbermachens #5

In der Kategorie ‚kann ich nicht mehr fertig kaufen seit ich’s zum ersten Mal selber gemacht habe‘ heute:

Kartoffelklöße

Das hielt ich bis vor etwa einem Jahr noch für die zwar leckerere, aber auch hammermäßig aufwändigere Version im Vergleich zu Kochbeutelklößen. Seit meine Lieblingsschwester mir ’ne Kartoffelpresse geschenkt hat, hat sich (zumindest gefühlt) der Aufwand geviertelt. Da wo ich vorher ewig brauchte, um die gekochten Kartoffeln fein zu reiben braucht’s jetzt zwar ein bisschen mehr Kraft, aber nur noch einen Bruchteil der Zeit.

So geht’s:

800 Gramm mehlig kochende (wichtig!) Kartoffeln mit der Schale gar kochen, heiss pellen und abkühlen lassen.
Abgekühlte Kartoffelmasse entweder mühselig fein reiben oder locker flockig durch die Presse drücken.

Dazu:
150 Gramm Kartoffelmehl
50 Gramm Mehl
(Dieses Mischverhältnis ist nicht zwingend, geht auch nur mit 200 Gramm Kartoffelmehl. Bei mir ist das aus der Not raus entstanden als mir das Kartoffelmehl ausging und ich hatte den Eindruck, dass sie so noch lockerer waren.)
1 Ei
Salz
Muskatnuss

alles gründlich verkneten und Klöße daraus formen.

Die Menge ergibt etwa 15 golfballgroße Kartoffelklöße.

Die Klöße in einen großen Topf mit siedendem, gesalzenen Wasser geben und so lange kochen lassen bis sie an die Oberfläche steigen. Das dauert ca. 10 Minuten. Die Herdplatte ausschalten und die Klöße noch ca. 5 Minuten im heissen Wasser ziehen lassen, dann mit einem Schaumlöffel rausfischen und in eine Schüssel geben in der unten ein umgedrehter kleiner Teller (oder auch eine Untertasse) drin liegt. (Der Teller dient dazu, dass das restliche Wasser richtig abtropfen kann.) Mit noch ’nem Teller über der Schüssel als Deckel bleiben die Klöße so auch eine Weile warm während man den Rest des Essens fertig bastelt.

Sehr einfach und kein Vergleich zu den Kochbeutelgummigebilden, die man kaufen kann. 🙂

Katja

8 Kommentare zu “Der Fluch des Selbermachens #5

  1. Klingt lecker, scheint mir aber dennoch aufwendig zu sein.
    Nein, keine Sorge ich verwende keine Kochbeutelknödel, die gehen gar nicht.
    Aber es gibt mittlerweile echt gute, fertige frische Kartoffelkloßteige zu kaufen. Die sind geschmacklich kaum unterschiedlich zu denen, die meine Oma immer gemacht hat (und die hat frisch gemacht).
    Einfach Teig nehmen, beliebig große Knödel formen und kochen. Das dann allerdings so, wie du beschrieben hast.

    gruss
    Armin (der sich immer noch nicht an eigenes selbstgemachtes Brot getraut hat…)

    • Diesen Fertigteig habe ich noch nie probiert. Irgendwie hatte ich da direkt die Assoziation zu Fertigkartoffelpü im Kopf und das geht ja überhaupt gar nicht. *grusel*

      Aufwändig ist es schon, ja. Aber das ist ja fast alles, wenn man’s selber macht. Ich fand es nur erstaunlich, dass es durch die Kartoffelpresse soviel weniger Aufwand wurde. 🙂

      Und zum Brot: Was hast’n zu verlieren, wenn du einfach mal loslegst? Trau dich. 🙂 *Cheerleaderpuschelchen schwing*

  2. das ist leider meistens so gell, wenn man etwas selbst macht dann ist das immer besser, und dann will man das gekaufte gar nicht mehr…hätte auch nie gedacht das ich eine küchenmaschine mit mehr als 20 funktionen jemals verwenden würde, aber so etwas erleichtert schon eeeeiniges!! 😉

    • Willkommen hier fitundgluecklich. 🙂

      20 Funktionen? Wow! Braucht man das wirklich? Ich hab gar keine Küchenmaschine und bisher wüsste ich auch gar nicht, wofür ich die nutzen sollte. OK, stylisch finde ich so ’ne Kitchen Aid schon, aber brauchen tue ich sie nicht wirklich. 😀

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.