Katja kocht nach Omas Rezepten, Teil 2

Heute: Kartoffelsalat

Eigentlich ist das sogar ein Rezept meiner Uroma. Die hat den zumindest immer gemacht, als ich noch ein Kind war. Hatte jemand aus der Familie Geburtstag, dann kam sie, mit einer großen Schüssel davon im Arm, vorbei.

Meine Uroma konnte ich nicht mehr nach dem Rezept fragen und meine Oma (die irgendwann dazu übergegangen war, so ’nen Mayonnaisen-Kartoffelsalat zu machen) lebte auch nicht mehr bis ich meinen ersten selber machen wollte. Mein Opa und ich haben also zusammen rumgebastelt, aber irgendwie schmeckte er nie ganz so genau wie bei der Uroma. Den ‚Trick‘ verriet mir dann irgendwann die Schwester meines Opas, die das Rezept der Uroma noch hatte: der weisse Pfeffer anstatt schwarzem war’s! Seitdem habe ich weissen Pfeffer – und zwar nur für diesen einen Zweck (und mittlerweile noch für Hollandaise) – in meinem Gewürzschrank. Normalerweise mag ich den nämlich gar nicht. Aber nur damit wird’s echter Kartoffelsalat wie bei meiner Uroma.

Und so einfach geht’s:

Auf der Zutatenliste finden sich fest kochende Kartoffeln, Schinkenwürfel, Zwiebeln, Öl, Salz, weisser Pfeffer.

Genaue Mengenangaben kann ich da gar nicht machen, das ist auch eine Frage des persönlichen Geschmacks, wie man das Mischungsverhältnis der 3 Hauptzutaten gestaltet.
(Ich habe heute etwa 700 Gramm Kartoffeln, 100 Gramm Schinken und zwei kleine Zwiebeln verarbeitet.)

Kartoffeln in der Schale kochen, noch heiss pellen, abkühlen lassen, in dünne Scheiben schneiden und in eine große Schüssel geben – idealerweise eine, die wie das Rezept von der Uroma stammt (ich schwöre, nur daraus schmeckt der Salat so richtig 🙂 ). Bevor man die Kartoffeln kleinschneidet fix die Zwiebeln würfeln und bei mittlerer Hitze in einem Mix aus Wasser mit ’nem Schluck Öl (1, 2 EL) in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze vor sich hinsimmern lassen, während man den Rest der Arbeit macht.

Wenn die Kartoffeln geschnippelt sind, die Schinkenwürfel in ’ner Pfanne auslassen und knusprig brutzeln.

Die Kartoffeln mit Salz und ordentlich weissem Pfeffer würzen, Schinkenwürfel samt rausgebrutzeltem Öl drübergeben, Zwiebeln samt Wasser/Öl-Gemisch, in dem sie gekocht haben, drübergeben, durchrühren und gut durchziehen lassen.

Nach Geschmack vorm Essen nochmal mit Salz und weissem Pfeffer abschmecken.

Ick freu mir auf heute Abend. 🙂

Katja

12 Kommentare zu “Katja kocht nach Omas Rezepten, Teil 2

  1. Ich liebe Kartoffelsalat 😀

    Aber sachma, du beleuchtest dein Essen doch extra hübsch, damit es auf den Fotos immer aussieht wie aus dem Kochbuch, oder?

    • Nee, das steht ganz normal in der Küche unter der Arbeitsplattenbeleuchtung und fast alle Aufnahmen sind ohne Blitz, weil ich’s nicht hinbekomme, mit Blitz zu knipsen und keinen doofen Schatten auf’m Bild zu haben. 🙂

      Wie machst du denn Kartoffelsalat? Der Rest meiner Familie sind echt Spalter, die bammeln alle Mayonnaise rein – in meinen Augen echte Sünde. 😀

      • Kein Grund zu drucksen, ihr zwei (oder müsste es ihr beiden heissen?). 🙂

        Nur weil’s für mich Sünde ist und ich den so am liebsten mag, heisst das ja nicht, dass ich den mit Mayo nicht jedem gönnen würde, der ihn so lieber mag. Ich finde das gerade bei so Dingen wie Nudel- oder Kartoffelsalat spannend, wie unzählbar die Variationen sind. Und wirklich fast jede Familie hat ihre eigenen Rezepte und Traditionen, was rein muss und was nicht rein darf.

        Spontan würde mir kein weiteres Gericht einfallen, bei dem das so variiert und das trotzdem bei allen den gleichen Namen trägt. 🙂

  2. Halloho?! Ich hab doch im Moment keine spuckende Küche! Kannste doch nicht machen. 😉

    [Kartoffelsalat auf die Liste pack – aber nur, falls die Schinkenwürfel im Zwiebelkuchen gut wegkommen…]

    Meine Omma, macht den mit Mayonnaise, den ich auch oberlecker finde. Liegt vermutlich einfach daran, weil die Omma den eben macht. Ich selbst bekomme den nie, aber nie so hin, dass er wie bei ihr schmeckt – und ich weiß noch nich, woran es liegt. 😦

    • Kannst ihr denn noch beim Zubereiten über die Schulter gucken? (Das ‚macht‘ lässt drauf schließen.) Bei einigen Sachen hab ich’s zum Glück gemacht. So olle Familienrezepte muss ich einfach sichern. 🙂

      Ansonsten natürlich Entschuldigung für’s nervös machen. Gibt die nächsten Tage hier nur Butterbrot, bis du wieder dein OK gibst, dass es weitergehen kann. *grinsend lüg* :mrgreen:

      (Und ich hatte mir schon extra verkniffen zu erzählen, dass ich direkt im Anschluss an den Kartoffelsalat Pflaumenmarmelade mit Amaretto gekocht habe.)

  3. Hmmm… lecker…aber auch mit Mayo… 😉 Bei mir kommen aber immer auch noch ein paar Scheibchen saure Gurken mit dran, und ein Eßlöffel Gurkenbrühe und ein winziger Schluck heißes Wasser zum Schluß, damit alles so richtig schön…öh… saftig wird. Oder so.

    Auf jeden Fall aber lecker… 🙂

  4. Kommt dem rheinischen Kartoffelsalat ziemlich nahe, den ich, schon vor meiner Imigration hier, am liebsten mag, bin ein Gegner von Mayo in was-auch-immer-für Salaten.
    Nudeln, Kartoffeln, Grünzeug, egal, Mayo kommt nicht da rein.

    Was allerdings noch an den rheinischen Kartoffelsalat kommt:
    Essig (wundert mich etwas bei Dir, dass die Säure da nicht fehlt), Senf, ne Priese Zucker und natürlich Gewürzgurken (für mich auch ein Muss).

    Der weiße Pfeffer allerdings passt wieder 100%ig rein, scheint ein rheinisches Brauchtum zu sein (und ich find ihn absolut gruselig).

    Tanya, ganz neumodisch den Kartoffelsalat auch gerne mit Essig-Öl-Speck und Zwiebel Sud sowie mediterranen Kräutern und Oliven anmachend.

    • Was machst denn an den Nudelsalat? Da kommt bei mir Saure Sahne ins Dressing (bei Grünzeug auch).

      Säure kann ich mir bei Omas Rezept gar nicht vorstellen – ich glaube, das ist wirklich eine Gewöhnungssache.

      Weissen Pfeffer würde ich auch nicht freiwillig ganz normal zum Würzen verwenden. Aber beim Kartoffelsalat ist das echt das markanteste Geschmackspuzzleteil gewesen, was eindeutig fehlte ohne.

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