Der Fluch des Selbermachens #4

Heute:

Erbsen mit Möhren

oder

‚Wie man mit wenig Aufwand aus ’ner langweiligen Gemüsebeilage ein Geschmackserlebnis macht‘

Ich mochte Erbsen und Möhren ja schon immer recht gerne, speziell zu Kartoffelpüree (oder Kartoffelbrei, wie das in meiner Kindheit hieß und das ich _noch nie_ mit irgendwelchen Fertigprodukten gemacht habe ) – sogar den Mix aus der Dose.

Seit ich das zum ersten Mal selber gemacht habe, kann ich überhaupt nicht mehr verstehen, wie ich das aus der Dose jemals mögen konnte – hat es doch rein gar nichts in einem Satz mit ‚frisch‘ und ‚knackig‘ oder auch nur ‚aromatisch‘ zu suchen.

Und dabei ist es (im Gegensatz zu Rotkohl, der richtig viel Arbeit macht) überhaupt kein Aufwand, Erbsen und Möhren frisch zu kochen!

Und so geht’s:

Möhren und Erbsen

Eine Zwiebel in ein bisschen Öl glasig dünsten. Möhren (geschält und in beliebig große Stücke geschnitten, bei mir sind das meist ca. 1 cm dicke Scheiben) dazugeben und kurz mit andünsten. Beides in Richtung Topfrand verfrachten und 1-2 TL Zucker in der Topfmitte karamellisieren lassen (d.h. bei hoher Hitze schmelzen lassen bis er leicht hellgelb bis hellbraun wird. Dabei unbedingt aufmerksam zugucken – wenn er zu dunkel wird, wird’s bitter.), die Möhren und Zwiebeln drin schwenken und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Gemüsebrühe auffüllen und entweder direkt Tiefkühlerbsen dazugeben oder nach ca. 5 Minuten frisch gepulte. (Die tiefgekühlten sind dabei eine gute Alternative, geschmacklich besteht quasi kein Unterschied zu ganz frischen.)

Bis zur gewünschten Bissfestigkeit garen lassen (bei mir köcheln sie so ca. 15 Minuten, dann haben sie noch ein wenig Biss, sind aber nicht mehr hart), durch ein Sieb abgießen, zurück in den Topf geben und mit einem Stück Butter schwenken, damit sie schön ’schlotzig‘ werden. (Wer das nicht mag, lässt den Schritt einfach aus.) Evtl. nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken, etwas frische, gehackte Petersilie druntermischen. Fertig!

Wem das Karamellisieren nicht geheuer ist, der lasse den Schritt einfach weg und gebe ’ne Prise Zucker mit in die Brühe, in der das Gemüse gart.

Einmal so gemacht, nie wieder zu ’ner Dose gegriffen. Das geht echt gar nicht mehr.

Katja

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