Nicht nur, aber auch

…des Soundtracks wegen mag ich den Film ‚Tatsächlich Liebe‘ recht gerne. Gerade hab ich den wieder mal gesehen, war wieder rettungslos Hugh Grants jungenhaftem Charme erlegen und hab immer noch Norah Jones wundervollen Song im Ohr. Gerade richtig für die Uhrzeit.

Der beste Film jedoch, den ich in der letzten Zeit gesehen habe, war ‚Schräger als Fiktion‘, der mir nicht nur sehr gut gefallen hat, weil er diese Verhedderung eines Film- bzw. Buchcharakters beinhaltet, der ein Bewusstsein dafür hat, dass er ein Charakter einer Geschichte ist, die ich ungeheuer gerne mag, sondern auch und vielleicht noch mehr, weil ich Ana einfach unglaublich finde, die Kekse backt, weil Kekse die Menschen glücklich machen. Ganz meine Rede.

Gucken lohnt sich. 🙂

Katja

Der Fluch des Selbermachens #4

Heute:

Erbsen mit Möhren

oder

‚Wie man mit wenig Aufwand aus ’ner langweiligen Gemüsebeilage ein Geschmackserlebnis macht‘

Ich mochte Erbsen und Möhren ja schon immer recht gerne, speziell zu Kartoffelpüree (oder Kartoffelbrei, wie das in meiner Kindheit hieß und das ich _noch nie_ mit irgendwelchen Fertigprodukten gemacht habe ) – sogar den Mix aus der Dose.

Seit ich das zum ersten Mal selber gemacht habe, kann ich überhaupt nicht mehr verstehen, wie ich das aus der Dose jemals mögen konnte – hat es doch rein gar nichts in einem Satz mit ‚frisch‘ und ‚knackig‘ oder auch nur ‚aromatisch‘ zu suchen.

Und dabei ist es (im Gegensatz zu Rotkohl, der richtig viel Arbeit macht) überhaupt kein Aufwand, Erbsen und Möhren frisch zu kochen!

Und so geht’s:

Möhren und Erbsen

Eine Zwiebel in ein bisschen Öl glasig dünsten. Möhren (geschält und in beliebig große Stücke geschnitten, bei mir sind das meist ca. 1 cm dicke Scheiben) dazugeben und kurz mit andünsten. Beides in Richtung Topfrand verfrachten und 1-2 TL Zucker in der Topfmitte karamellisieren lassen (d.h. bei hoher Hitze schmelzen lassen bis er leicht hellgelb bis hellbraun wird. Dabei unbedingt aufmerksam zugucken – wenn er zu dunkel wird, wird’s bitter.), die Möhren und Zwiebeln drin schwenken und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Gemüsebrühe auffüllen und entweder direkt Tiefkühlerbsen dazugeben oder nach ca. 5 Minuten frisch gepulte. (Die tiefgekühlten sind dabei eine gute Alternative, geschmacklich besteht quasi kein Unterschied zu ganz frischen.)

Bis zur gewünschten Bissfestigkeit garen lassen (bei mir köcheln sie so ca. 15 Minuten, dann haben sie noch ein wenig Biss, sind aber nicht mehr hart), durch ein Sieb abgießen, zurück in den Topf geben und mit einem Stück Butter schwenken, damit sie schön ’schlotzig‘ werden. (Wer das nicht mag, lässt den Schritt einfach aus.) Evtl. nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken, etwas frische, gehackte Petersilie druntermischen. Fertig!

Wem das Karamellisieren nicht geheuer ist, der lasse den Schritt einfach weg und gebe ’ne Prise Zucker mit in die Brühe, in der das Gemüse gart.

Einmal so gemacht, nie wieder zu ’ner Dose gegriffen. Das geht echt gar nicht mehr.

Katja

Buchgehölz #29

Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???

Das trifft ja leider auf ziemlich viele Bücher zu. Es gibt kaum Filme, deren Buchvorlage ich kenne, die ich wirklich richtig mag. Wenn überhaupt finde ich die meisten nur leidlich OK.

Ganz schlecht finde ich die Harry Potter Filme – gesehen habe ich sie trotzdem alle. Am liebsten mag ich daran die Besetzung – die ist mMn größtenteils wirklich recht gut gelungen. Insgesamt gefallen mir die Filme aber nicht sonderlich, weil der Plot – aufgrund des großen Umfangs der Bücher – in jedem Teil so extrem zusammengestutzt ist. All das, was für mich den Charakter der Bücher ausmacht, die schöne, um die eigentliche Handlung herumgesponnene Welt, kommt in den Filmen viel zu kurz. Die sind größtenteils reduziert auf den jeweiligen ‚Actionstrang‘, bei dem es um den Kampf gegen das Böse geht. Was sonst noch Einzug halten darf sind vor allem die Dinge, die mit möglichst vielen Effekten protzen können. Darüber gehen für meinen Geschmack zu viele ‚leise‘ Töne verloren, übrig bleibt bunt und laut.

Stünden die Filme für sich, fände ich sie vielleicht gar nicht so lausig. Dadurch, dass ich aber zu sehr an der Buchvorlage ‚klebe‘, weil ich die auch alle mehrfach gelesen habe, fällt es mir so sehr schwer, sie zu mögen.

Ich bin sehr gespannt, wie der letzte Band umgesetzt wird. Der bekommt immerhin doppelte Länge dadurch, dass es ein Zweiteiler wird.

(Alle Teile des Buchstöckchens.)

Katja