Der Fluch des Selbermachens #3

Ich. Kann. Beim. Besten. Willen. Keinen. Fertigen. Tortenboden. Mehr. Kaufen.

Geht nicht, seit ich zum ersten Mal einen selber gebacken habe. Dafür kann ich, seitdem ich den Boden selber backe, auch die Erdbären gleichzeitig mit dem Boden essen – früher musste ich immer erst den staubtrockenen Boden essen, um zuletzt die leckeren Erdbären übrig zu haben. (Fragt bitte nicht, wieso ich sie dann nicht direkt einfach pur gegessen habe. Manchmal muss es eben auch in Kuchenform sein, zB wenn Gäste kommen. 😀 )

Dafür dauert das Selberbacken inclusive Backzeit und Form einfetten aber auch nicht länger als 20-25 Minuten. Schneller geht fix einen im Laden zu holen auch nicht (zumindest bei mir). Für ’ne 28 cm Durchmesser Tortenbodenform nehme man:

3 Eier
4 EL Zucker
1 Tütchen Vanillezucker
6 EL Mehl
1 TL Backpulver
6 EL Öl

Ich mag das Rezept so gerne, weil ich es mir merken kann und nicht immer nachschlagen muss. Meine Mutter – von der ich das irgendwann mal bekommen habe – nimmt 6 EL Zucker und gar keinen Vanillezucker, so lässt es sich noch einfacher merken.

Eier mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, Mehl mit Backpulver mischen und dazu sieben, Öl rein, rühren, fertig. In einer gut (!) gefetteten Tortenbodenform (Springform tut’s sicher auch, allerdings wird der Boden da vermutlich etwas dicker) 12-15 Minuten bei 180° backen.

Bei mir lässt sich der gebackene Tortenboden dann sehr viel besser aus der Form lösen, wenn ich nicht länger als 10 Minuten nach dem Backen warte.

Katja

11 Kommentare zu “Der Fluch des Selbermachens #3

  1. Ich hoffe, niemanden damit über die Maßen zu beleidigen, aber: Wer fertigen Tortenboden benutzt, bestellt auch Jägerschnitzel.
    Der Mensch darf nicht alles, was er kann.

    • Ich fürchte, es gibt verdammt viele Menschen, die Jägerschnitzel bestellen. Bei den vielen Kuchen, die ich letztens an einem Wochenende gebacken habe und von denen drei in einem Büro gelandet sind, war einer ein Tortenboden mit Rhabarberpudding drauf. Den fanden die Mitarbeiter am ungewöhnlichsten und zwar nicht wegen des Rhabarberpuddings oben drauf, sondern weil es „tatsächlich Leute gibt, die Tortenboden selber backen“.

  2. ich rede mich da immer raus, indem ich gar nicht so gern obstkuchen mag – da braucht’s auch keinen boden ;). aber eine form habe ich, weil ich fast alles für’s backen hab‘, vielleicht sollte ich diesen sommer mal. aber da wartet ja immer noch ein unhandgeknetetes roggenbrot ^^….. :). sieht lecker aus, Katja!

    • Vielleicht mochtest du den ja bisher nur nicht, weil der gekaufte Boden so eklig ähm unlecker ist! *grinsel*
      Brot: noch nicht probiert? (Gute Jahreszeit zum Testen, weil wegen warm und geht gut auf.)

  3. Ich würde fertigen Boden benutzen, wenn ich backen könnte. 🙂

    Nach Deinem Rezept traue ich mir das auch zu, einzig, die Erdbeeren werden nicht so alt, damit man sie drauf legen könnte. *isso 😳

    • Alles eine Frage der Menge. 2 Kilo zu kaufen ist wirksam. Das überlebt sogar einen Lieblingsneffen, eine Schwester, eine Mutter und eine Katja während der Zubereitung, die dieses Jahr noch so gut wie keine Erdbären gegessen hatten. 😀
      Nur passend für den Kuchen zu kaufen, bringe ich auch nicht fertig. Dann gäb’s wohl Bananenkuchen (oder sonst was, was der Obstvorrat noch hergibt. 😀 )

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