Buchgehölz #8

Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert

Diese Frage finde ich fast noch schwieriger als die letzte – ich glaube, solche Assoziationsdinge geschehen bei mir viel eher über Musik als über Bücher. Beim Lesen bin ich (idealerweise) im Buch, in der Geschichte, da ist es ziemlich egal, was aussenrum passiert. Natürlich weiss ich bei einigen Büchern, dass ich sie in einem bestimmten Urlaub gelesen habe, aber nichts davon finde ich besonders spektakulär oder auch nur besonders.

Eine Ausnahme bildet da vielleicht noch „Die Mondsteinmärchen“ von Roland Kübler.

Ich war früher einige Jahre lang jede Sommerferien für zwei Wochen als Betreuerin von Jugendfreizeiten auf Wangerooge im Zeltlager. Mein erstes dieser Zeltlager war mit 13-15-jährigen und ich war Zeltbetreuerin eines Mädelszeltes. Abends, wenn Bettruhe anstand, saß ich immer noch eine ganze Weile mit im Zelt und wir unterhielten uns (passte gut, ich war damals™ kaum älter). Weil der „Hühnerstall“ aber ordentlich aufgeregt gackerte, hab ich nach 2 Tagen angefangen, ihnen lieber abends ein Kapitel aus meinem mitgeschleppten Buch vorzulesen. Erstaunlicherweise fanden sie das super, obwohl sie schon so alt waren. Noch erstaunlicherweise brachte sie das wirklich zur Ruhe. Wenn ich das Buch im Regal stehen sehe, muss ich immer an dieses Zeltlager – und damit auch an Wangerooge denken. (Frei nach Grete, der wunderbar warmherzigen echt ostfriesischen Küchenfrau, die mir im Langzeitkurs jedes Jahr einen Satz friesisch beibrachte: Es gibt nur eine Droge – die Insel Wangerooge.)

Katja

4 Kommentare zu “Buchgehölz #8

  1. *g dein erster absatz gibt so ziemlich genau meine gedankengänge dazu wieder – schon cool, das. 😀 und nette geschichte – ich mag die geschichten, die hier kommen, ja sowieso eigentlich immer, ne?

    • *g die musik, die mir SOFORT beim lesen der ‚aufgabe‘ eingefallen ist, ist übrigens das hier – fast schon ein bißchen peinlich ^^. und es war portugal, mit meinen eltern, so 1996 [?]. wir sind auf ’nen berg gefahren, ich immer mit bryan im ohr, und dann lag da schnee!! ich werd’s nie vergessen.

      • Die findet sich auch zwischen meinen CDs. 😀

        Der Song zur Frage war bei mir Jump von Van Halen, das mich an das furchtbar ungastliche Jugendästehaus am Chiemsee erinnerte, in dem wir in der 9. Klasse auf Klassenfahrt waren. (In dem Ort war kein Gästehaus bereit, Jungs und Mädels aufzunehmen und so waren alle Klassen, die dort waren, getrennt. In unserem Haus also nur die Mädchen aus 3 verschiedenen Gegenden Deutschlands.) Nachts saßen wir oft zu 12. in einem Doppelbett, alle mit Zahnputzbechern mit Amaretto-Kirschsaft-Mix drin. Das Positive an der Trennung war nämlich, dass unser strenger Lehrer bei den Jungs im Haus am anderen Ortsende war – wir hatten nur seine Frau abbekommen, die sich bei uns gar nicht durchsetzen konnte – es war also Dauerparty angesagt. 😀

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