Wie beruhigt man eigentlich Wespen?

Manche Menschen reagieren auf manche Themen, ihre persönlichen Reizthemen, gerade so als hätte man mit einem Stöckchen in einem Wespennest rumgestochert. Immer wieder. Bis ich merke und erkenne, dass das ja wieder in die Nähe des Wespennestes ging, ist es meistens zu spät und der Stachel ausgefahren.

Ich muss lernen, das früher zu erkennen. Ich brauche eine Strategie, die zum Stachel einziehen führt. Ich kann nicht erwarten, dass die Wespen, die sich bedroht fühlen und instinktiv aggressiv reagieren, friedlich auf meiner Hand landen, so lange sich an dem Reiz nichts ändert. Für meinen Seelenfrieden, mein Harmoniebefürfnis.

Wie kann ein Reizthema seinen Reiz verlieren, wenn nicht durch Auseinandersetzung damit? Kann/Will ich da auf ewig einen Bogen drum machen? Könnte bewusstes Pieksen irgendwann zu einem Fortschritt führen? (eher nicht) Wieso muss eigentlich immer ich erkennen, draufrumkauen, ändern? (klar, für mein Harmoniebedürfnis)
Für die Infragestellerin, Verstehenwollerin, Schiedsrichterin.

Mist das. *drauf rumdenk*

Katja

Advertisements

6 Kommentare zu “Wie beruhigt man eigentlich Wespen?

  1. hallo katja,
    ich hab mir gerade deinen neuen post durch gelesen und mich erinnert gefühlt.
    das heißt jetzt leider nicht, dass ich wüsste, wie man wespen beruhigt und ehrlich gesagt bin ich mir auch nicht sicher (obwohl ich nicht weiß, welches thema gemeint ist), dass du wirklich einen bogen darum machen kannst.

    denn um ein richtiges wespennest kann man einen bogen machen. aber auch nur dann, wenn es nicht zu nahe an menschlichen „siedlungen“ gebaut ist. ansonsten muss jemand kommen, der die wespen umsiedelt, denn die sind irgendwann nicht mehr begeisterungsfähig für den wohnsitz in menschennähe. die stechen, egal wen und egal wann. denn sie fühlen sich irgendwann immer bedroht. obwohl sie es eher nicht sind.

    ich denke, es ist schwierig und erfordert viel sensibilität, dieses thema wirklich weiter zu – äh, was eigentlich – zu behandeln (nicht richtig), auf dauer zu umgehen (auch vermutlich nicht richtig).. ich weiß es auch nicht.

    aber vielleicht müssen wir mit gewissen themen einfach leben (die anderen ja auch). und wenns dann doch piekt, dann hilft eben nur zwiebel aufschneiden und das kühlpack holen.

    ein bisschen wie in der freien natur

    vielleicht hilft es ja, sofern die wespen nicht allzu nah an einer menschlichen siedlung wohnen, sie mit ein paar schönen blumen zu becircen..

    du machst das schon
    jule

    • Auch wenn das jetzt vermutlich noch kryptischer klingen mag: Zwiebeln und Kühlpack sind tatsächlich das, was mir meistens zuletzt einfällt und womit ich mir so schwer tue. Aber vermutlich ist das wirklich der Ansatzpunkt dem ich (wieder mal) mehr Aufmerksamkeit schenken sollte.
      Danke für’s mit drauf rumdenken! 🙂
      Manche Dinge habe ich echt sehr beharrlich in für mich blinden Flecken.

      • und ich hab gedacht, dass meine antwort zu kryptisch wär, um durchzusteigen 🙂
        ich weiß zwar nicht, ob du sonst vor den stechenden tieren die flucht ergriffen hast, aber manchmal müssen wir menschenkinder wohl doch einfach „da“ durch 😉

        lieben gruß und danke fürs gemeinsame denken 🙂

        lieben gruß
        jule

      • Manchmal ist das ja so, dass egal wie kryptisch etwas sein mag, dadurch bestimmte Gedanken angestoßen werden. Das hat hier sehr gut funktioniert. 🙂

        Den lieben Gruß schicke ich gerne zurück! 🙂

  2. andere Blickrichtung: Ein Reizthema/Reizklima ist doch letztlich ein nicht ausgetragener Konflikt. Frage: Warum wurde der nicht ausgetragen und wer stellt sich dem Austragen nicht? Mir hilft diese Sichtweise zwischen LmaA und „dann klären wir das jetzt damit Ruhe ist“.

    • Jain. Reizthemen müssen ja keine gemeinsamen sein bzw. keinen gemeinsamen Ursprung haben zwischen dem mit dem Stöckchen und dem dessen Thema es ist. Ich glaube, es ist sogar meistens anders – bei mir zumindest. Das sind alte Geschichten aus der Vergangenheit, die einen wie-auch-immer geprägt haben. Sich denen zu stellen – oder auch nicht – da muss jeder selber durch oder zumindest ein Interesse daran haben, sich damit auseinanderzusetzen. Kann man ja auch niemanden zu drängen, das funktioniert nicht. Jenes Wespennest, in das ich immer wieder mal gerate ist eines, wo derjenige einfach noch nicht so weit ist, sich damit klärend auseinandersetzen zu wollen – ich wage zu denken, noch nicht mal so weit, überhaupt rational zu erkennen/verstehen, dass das ein Reizthema ist. (Rotes Tuch -> blinde Raserei – you know?)

      Also brauche ich für mich Strategien, damit umzugehen und/oder eine funktionierende Besänftigungstaktik. Aktuell schwärmen mir die Wespen zu oft mit gezückten Stacheln um die Nase als dass es mir gut damit gehen könnte.

      Das muss ich mir gelegentlich vor Augen halten (und deswegen hier das Aufschreiben), dass diese Sache – ob mir das gefällt oder nicht – noch in einem solchen Status steckt, dass ich statt auf Klärung und Verstehen zu hoffen (was mir eigentlich entspricht) lieber zuzusehen, was ich tun kann, damit ich nicht so viele Stiche abbekomme. (Von rasenden Wespen zu erwarten, vernünftig über etwas zu reden geht nicht.)

      LmaA – davon wünsche ich mir ein wenig mehr! Die Haltung kann ich im Kontakt mit Menschen, die mir wirklich nahe sind nur ganz ganz schwer annehmen. Ätzend. (Aber das ist ein Teil meines Kindheitspäckchens, an dem ich noch rumdoktore.)

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s