Auf in ruhigere Gewässer

Zum Beispiel in jene, in 2006 in Dänemark geknipsten, die seit eben meinen Header zieren. (Ich weiss, ist schon der 19., aber Anfang des Monats stand mir der Sinn gar nicht nach Headerfoto aussuchen.) Das Foto stammt aus meinem einzigen Dänemark_nordsee_urlaub – ich bin eigentlich eingefleischter Ostseeseitenfan. Entstanden ist die Aufnahme in der Nähe des Ringkobing Fjordes. Schöne Gegend, aber viel mehr los als an der Ostsee. Dabei ist da ja noch nicht mal immer das Wasser richtig in der Nähe! 😀

Ich muss ausserdem mal ein neues Theme testen. Beim Vigilance störte mich schon seit einer Weile der dicke schwarze Trauerrand zwischen Header und Inhalt und auch die großen Schriften bei Überschriften und Sidebar. Dafür war dort das Headerbild größer und wirkte nicht so „eingesperrt“ wie hier das ganze Design durch den Rahmen. Mal gucken, ob ich mich dran gewöhne oder wieder wechsle. Zumindest hat das monatliche Headerwechseln schon dazu geführt, dass ich mich traue, auch dahingehend mal was Neues auszuprobieren. :mrgreen:

Katja

Mut, nachträglich empfunden und nachgetragen

Vor einiger Zeit habe ich erzählt, wie sehr es mir zugesetzt hat, als wir im Spanisch-Kurs alle unsere Berufe nennen mussten, wie sehr in meinem Kopf wieder diese Gedankenspirale Wert-abhängig-von-Leistung einsetzte. Gestern Abend erschien jener Abend im April auf einmal in einem völlig anderen Licht.

Wieder ging es um unsere Berufe, aber dieses Mal mussten wir den Nachbarn vorstellen. Und es ging nicht nur um den Beruf, sondern auch um die Arbeitsstelle und den Arbeitsort. Naja, eben so ein erste-Sätze-üben-Ding. Die Panik, die ich vor einigen Wochen an der Stelle empfunden hatte, war nur noch ein „och nicht schon wieder“-Gefühl, aber das liess sich mit zwei Mal schlucken verdrängen. Ich hatte es ja eh schon erzählt und überlebt, mir konnte also eigentlich gar nichts mehr passieren.

10 Minuten später fühlte ich mich allerdings nachträglich ganz schön mutig, dass ich das beim letzten Mal schon so offen erzählt hatte und nicht in das „was ich eigentlich mal war“ geflüchtet bin. Es stellte sich nämlich heraus, dass ausser mir noch drei der (unter 10) Anwesenden aktuell nicht (oder nur teilweise) berufstätig sind.

Ich glaube, wirklich leicht fiel das gestern keinem von denen und bei allem Mitfühlen war ich wirklich froh, dass ich das Schlimmste schon hinter mir hatte.

Ich bin nicht sicher, ob ich mir wünsche, ich könnte so lange lächelnd so „tun als ob“ bis ich so sehr in die Enge getrieben wäre, dass ich mit der Sprache rausrücken oder lügen müsste. Ich kann’s nicht und ich fluche oft genug drüber. Ich glaube aber, mir ginge es noch schlechter in so Situationen, wenn ich mich doller in die Ecke getrieben fühlen würde.

Eigentlich wär’s an der Zeit, solche Sprachlernbücher mal auf so soziale Fallstrickschämdinge zu überprüfen. Zumindest die Anfangslektionen bis man sich erst mal eine Weile lang kennt.

Katja

Darf man ja kaum zugeben

Aber mir hat die wii gerade ein breites Grinsen ins Gesicht gemalt und das, obwohl es eklig grau draussen ist, es seit ich wach bin regnet und meine Kaffeetasse gerade leer war. Das doofe Ding, das Mein neuer Lieblingsmitbewohner, der seit etwa 2 Wochen im heimischen Wohnzimmer vorm Fernseher wohnt, hat heute Morgen freundlicherweise die abstehenden Haare, das zerknautschte Gesicht und den übelgelaunten Blick ignoriert und behauptet, ich sei keinen Tag älter als 23! Yeehaw! Und ich könnte schwören, dass ich seitdem kaum noch meinen Muskelkater spüre und grinsend durch die Wohnung schlurfe schwebe!

Fortsetzung folgt, wenn sie das nächste Mal behauptet, ich sei 56! Das hat das Miststück tatsächlich am ersten Tag hier gewagt. Da steckt bestimmt Methode dahinter, damit man merkt, wie nötig man die wii doch nutzen sollte. 😀

Katja