Buchgehölz #1

Hmpfnmpfgrmpf! Ich schleiche jetzt, seit ich es zum ersten Mal auf einem Blog entdeckt habe, um dieses 1-Monats-Buchstöckchen rum, aber so langsam gehen mir die Ideen aus, wieso ich’s nicht endlich mal aufsammeln sollte. Immerhin geht es um Bücher. Diese wahnsinnswunderbaren Teile, zwischen deren Seiten man versinken kann. Diese Seiten, die einen herrlichen Duft verströmen, beim ersten Durchfluppen mit den Fingern bei einem neuen Buch, die herrlich rascheln, wenn man sie umblättert. Hachz!

Äh ja. Also es geht um Bücher. Und zwar jeden Tag (oder wie regelmäßig auch immer ich das schaffen werde) um einen anderen Zusammenhang. Aber das wisst ihr ja alle eh schon, weil ausser mir ohnehin fast alle schon angefangen haben. 😀

Zuletzt gesehen beim rebhuhn, bei Bioschokolade und bei vielen anderen. Die Fragen hab ich mir bei Bioschokolade stibitzt.

Darum geht es:

Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
Tag 3 – Dein Lieblingsbuch
Tag 4 – Dein Hassbuch
Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest
Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Tag 9 – Das erste Buch, das du je gelesen hast
Tag 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/deiner Lieblingsautorin
Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst
Tag 12 – Ein Buch, das du von jemandem empfohlen bekommen hast
Tag 13 – Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
Tag 14 – Ein Buch aus deiner Kindheit
Tag 15 – Das 4. Buch in deinem Regal von links
Tag 16 – Das 9. Buch in deinem Regal von rechts
Tag 17 – Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen
Tag 18 – Das Buch, mit dem schönsten Cover, das du besitzt
Tag 19 – Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest
Tag 20 – Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 21 – Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 22 – Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat
Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat
Tag 24 – Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast
Tag 25 – Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt
Tag 26 – Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest
Tag 27 – Ein Buch, dessen Hauptperson dein „Ideal“ ist
Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!
Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???
Tag 30 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 31 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst

Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest

Nachdem Muriel mich schon im Januar ob meiner Unwissenheit so freundlich aufgefordert hatte, Lemony Snicket zu lesen, habe ich gerade heute den ersten Band – also „Der schreckliche Anfang“ aus „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“ ausgelesen.
Ich mache das immens gerne, Bücher auf Empfehlung lesen und es hat sich wieder mal gelohnt. (Danke Muriel!) Das wird nicht der letzte Band aus der Reihe in meinem Regal bleiben. Herrlich hmm verschroben (?) trifft es mMn wohl am besten. Dass das eine Kinderbuchreihe ist, mag ich kaum glauben und bin gespannt, wie betrüblich es wohl weitergehen mag.

Wer mag, schnappe sich das Gehölz und mache mit. (Weil’s so umfangreich ist, mag ich niemanden direkt bewerfen, aber speziell Tanya und Coco mal sachte anschubsen, weil ich von beiden denke, dass sie vermutlich ebenso wenig betrübt wären wie ich, über Nacht in ’ner Buchhandlung eingeschlossen zu werden. 😉 Und dann muss man das ja quasi mitmachen. Ja, nee, oder?)

Katja

Neulich an der Supermarktkasse

Vor mir in der Kassenschlange drei Halbwüchsige. Einer davon, scheinbar unfähig auch nur 5 Sekunden aus eigener Kraft und ohne sich abzustützen, stehen zu bleiben, von rechts nach links schwankend und sich anlehnend, irgendwann fast auf dem Warenband liegend. Der Zweite den Jeanshintern fast in den Kniekehlen hängend (ich dachte, hatte gehofft, das sei schon längst seit Jahren wieder out). Dem war ich echt dankbar für das lange Shirt, was er drüber trug. Da kann nämlich nicht mehr viel Hose dort gewesen sein, wo sie eigentlich sein sollte. Der dritte die komplette Wartezeit über gedankenverloren mit der Hand im Schritt seiner Jogginghose rumspielend, wo sich immer deutlicher abzeic… *hust* … äh ihr wisst schon. Ich bin nicht sicher, ob mich das eher amüsierte oder peinlich berührte, faszinierend war’s schon irgendwie. (Fand die Frau hinter mir anscheinend auch. Die konnte mit dem gleichen Mix aus Fassungslosigkeit, Scham, Grinsen und Kopfschütteln kaum woanders hinschauen.)

Dann im zweiten Laden (den ich fast immer meide, weil die Auswahl lausig ist, die Preise hoch sind, aber vor allem das Personal unfreundlich und so langsam ist, dass es selbst meine Geduld strapaziert) die Überraschung schlechthin. Die haben neues Personal!1elf
An der Kasse saßen nicht die üblichen Damen, die das mittlere Alter schon länger überschritten haben, sondern ein junger Typ, vielleicht Mitte/Ende 20, die Ärmel lässig hochgekrempelt und mit freundlichem Grinsen im Gesicht. Als ich dran bin, schnappt er meine 4 Lauchstangen, lächelt freundlich und meint fast entschuldigend „Ich muss die noch wiegen.“ (Es gibt dort keine Waagen beim Gemüse, sondern alles wird direkt an der Kasse gewogen.) Ich lächle zurück. Er guckt ein bisschen hilflos, weil die Stangen viel länger sind als seine Waage erfassen kann. „Ach ich wieg einfach nur den unteren Teil. Oben das schneideste doch eh ab, oder?“ Herrlich! Nicht nur, dass er mich da (und auch später noch zweimal) geduzt hat – was mir seit Jahren nicht mehr passiert ist, ich bei vielen Menschen an Supermarktkassen auch komisch finden würde, aber bei ihm das natürlichste der Welt zu sein schien und einfach passte – nein, der war auch in seiner Haltung angenehm entspannt und locker. So hat sich dort einkaufen noch nie angefühlt. Wer auch immer, den eingestellt hat – das war eine gute Entscheidung!

Auf dem Rückweg läuft im Radio Love is a shield von Camouflage, was ich ewig nicht gehört habe. Und sofort ist die Erinnerung da an einen tollen Sommer, in dem wir das pausenlos gehört haben. Wir brauchten wochenlang bis wir beim Mitsingen die Stellen rausgefunden hatten,an denen man sinnvoll atmen konnte, sodass wir nicht mehr japsend zusammengebrochen sind, sobald der Song vorbei war.

Katja

Ich weiss, was du letztes Wochenende getan hast…

(links oben und Mitte: Schokoladen-Sahne-Torte, links unten: Krümelkuchen mit Kirschfüllung, oben und unten: Apfelkuchen, rechts: Rhabarberkuchen)

Zum Glück war ich nur für’s Backen zuständig und 3/4 davon haben das Haus unberührt verlassen. Wenn ich ’nen Tag lang in dem süßen Geruch, der beim Backen aus dem Ofen strömt gestanden habe, könnte ich nämlich partout nix davon essen.

Katja (Backfee)

Ma-gen-grum-meln

Vor langer, langer Zeit habe ich-  zum ersten und einzigen Mal in meinem Leben – eine Sache komplett (!) gegen mein Bauchgefühl entschieden.

Seitdem hat mich das gequält und verfolgt und mir immer wieder Bauchweh gemacht (heftiger Stress ist bei mir quasi ein Garant für Magenschleimhaut-/Bauchspeicheldrüsenentzündung).

Morgen wird die Sache ihren Abschluss finden und mich danach hoffentlich nie wieder aus dem Schlaf hochschrecken lassen oder sonstwie piesacken. Hoffentlich.

Ich bin gespannt, wie lange ich brauchen werde, bis ich das realisieren kann, bis sich das Gefühl der Erleichterung endlich einstellt. Momentan hadere ich immer noch ziemlich mit dem Verlust, der damit einhergeht.

Katja

Simply Good

Es muss so 1985/1986 gewesen sein als ich mich zum ersten Mal in einen rothaarigen Mann – oder vermutlich eigentlich eher in seine Stimme – verknallt habe. Im Gegensatz zu so einigen musikalischen Sünden in diesen Jahren, hält diese Liebe bis heute an. Die Songs gehen mir heute noch genauso unter die Haut wie damals™ – in der reifen Version (sowohl des Mannes als auch der Stimme/Songs) sogar eher noch etwas mehr.

Die Wirkung ist so *hachz*, dass ich mich nach dreimaligem Hören auch kaum noch darüber aufrege, dass fast alle Simply Red Videos in meinem Land nicht verfügbar sind. 🙄

Vorhin habe ich ängstlich schluckend gewagt mal nach den in der Nähe liegenden Konzertterminen ihrer letzten gemeinsamen Tour, die sie im November nach Deutschland führt, zu schauen und mich zu fragen, ob ich mir die Menschenmassen zutrauen würde. Simply Red gehört definitiv zu den Bands, bei denen es mir sehr leid tut, sie nie live gesehen zu haben. Aber bei allem Schlucken und ängstlichen Abwägen –  über 100 Euro? Für ein einzelnes Konzertticket? Ich weiss ja, dass ich echt lange auf keinem größeren Konzert mehr war und ich habe keine Ahnung, wie sich die Preise in diesen Jahren entwickelt haben, aber das kommt mir wirklich sehr hoch vor. Ich hab in meinem Leben wirklich viel Geld für Konzerttickets ausgegeben, aber mehr als 100 Euro (bzw. das Doppelte, alleine würde ich mich ja gar nicht trauen) ist mir echt zu viel, um das Experiment zu wagen, ob ich das mit den vielen Leuten überstehen könnte. Ufff.

Ich schmachte also ein bisschen weiter vor youtube rum.

Katja

Mittwochabendmjam

Seit ich Cocos mexikanische Hackfleisch-Blätterteig-Röllchen nachgekocht hatte, hatte ich im Sinn, das Ganze nochmal eher griechisch angehaucht auszuprobieren. Hab ich heute – allerdings nicht in Blätterteig gewickelt sondern als Tarte.

Aber von vorne:

griechisch angehauchte Hackfleisch-Tarte

Für den Teig:

250 Gramm Mehl
125 Gramm Butter
1 Ei
1 TL Salz

zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Eigentlich nimmt man dafür kalte Butter und kühlt den Teig dann auch nochmal vorm Ausrollen. Da ich aber ohnehin Mürbeteigausrollhonk bin und das Verkneten mit weicher Butter sehr viel einfacher geht, spare ich mir alles Kühlen vorher, drücke den Teig, wenn er fertig ist, direkt in ’ne gefettete Springform – dabei einen ca. 2 cm hohen Rand erstellen – und stelle ihn dann kalt.

Während der Teig kühlt, wird die Füllung zubereitet:

500 Gramm Rinderhackfleisch
1-viele Knoblauchzehen
2 rote Paprika
Pepperoni (Menge und Schärfe nach Belieben, bei mir waren es recht viele und sehr scharfe, aber Feuerspucken fand ich eh immer sehr toll)
Schafskäse (Öh keine Ahnung wieviel das war. Ich hab gerade so ’ne große Dose echten türkischen. Im Zweifel tut’s so ein handelsübliches Stück, bei mir war’s eher weniger.)
Salz
Pfeffer
Kreuzkümmel
Koriander
2-3 EL Ajvar
250 Gramm Magerquark
2 Eier
ca. 100 Gramm geriebener Käse

Das Hackfleisch krümelig anbraten, wenn’s fast fertig ist, die kleingeschnippelte(n) Knoblauchzehe(n) (bei mir war es heute nur eine) mit in die Pfanne geben, mit Salz, schwarzem Pfeffer, gemahlenem Cumin (Kreuzkümmel) und Koriander würzen.
Während das Hackfleisch brutzelt, Paprika, Pepperoni und Schafskäse klein schnippeln. In einer kleinen Schüssel Quark, Ajvar und Eier vermischen. Das Hackfleisch etwas abkühlen lassen und mit Paprika und Co mischen, zuletzt die Quark-Eier-Ajvar-Masse unterrühren.
Den Teig ein paarmal mit einer Gabel einpieksen, die Masse einfüllen und den geriebenen Käse drüber streuen. Für 30 – 40 Minuten bei 180° C in den Backofen.
Der Teig war unten ein bisschen durchgeweicht, beim nächsten Mal werde ich mal probieren, den vorher blind zu backen.

Trotz des wenigen Eis, war die Tarte erfreulich formstabil.

Dazu gab’s Rucola-Tomaten-Salat. Legga war’s! Wie’s kalt schmeckt finden wir dann morgen raus, das ist durch die zwei Käsearten überaus sättigend.

Katja

Rundumblick- und vor allem Spät-Stöckchen

Vor über 2 Monaten hat Rüdiger ein Fotostöckchen, das ursprünglich wohl von Renee gestartet wurde, weitergeschnitzt. Dabei geht es darum, von einem bestimmten Standort aus, je ein Foto nach links, nach rechts, nach oben, nach unten, nach vorne und nach hinten zu machen und diese später in ein 900*600 Pixel-Raster zu verfrachten und in schwarz/weiss zu wandeln.

Mir hat zum einen die Idee sehr gut gefallen, zum anderen dachte ich, das sei eine gute Gelegenheit, um endlich mal das (damals™) frisch installierte Gimp zu testen. Äh ja. Vor etwa einem Monat war ich dann endlich mit der Kamera in der kleinen Stadt unterwegs, seitdem lagen die Fotos auf meiner Festplatte. Und auch wenn das jetzt so lange her ist, habe ich mich heute doch endlich noch dran gesetzt und ein Bild zusammengebastelt (und Gimp getestet :D).

Die Bilder sind auf dem Platz vor einer der hiesigen Kirchen entstanden und zeigen in der oberen Reihe: links-unten-rechts, in der unteren Reihe: vorne-oben-hinten.

Falls jemand Lust hat, das Gehölz weiterzuverarbeiten: Bitte gerne, bedient euch! 🙂

Katja