Gestriger Küchenoutput

Gestern Nachmittag hat’s geregnet! Frechheit! Eigentlich wollte ich im Garten wuseln. Um mir die Laune nicht verderben zu lassen, habe ich mich also wieder der Herausforderung gestellt, mich im magratkompatiblen – sprich glutenfreien – Backen zu probieren. Und spätestens dabei ist mir klar geworden, dass das tatsächlich komplizierter ist, als mein erster Versuch mich ahnen ließ.

Dieses Mal sollten es Kekse werden. Am liebsten sowas ähnliches wie jene, die ich zuletzt gebacken hatte.

Da das Rebhuhn da in den Kommentaren zu recht gemault hatte, dass Schokolade reduzieren ja mal gar nicht ginge ( :mrgreen: ), ich aber gar keine Schokotropfen im Haus hatte und weder einkaufen noch Schokolade klein hacken wollte, habe ich 150 Gramm (!) davon kurzerhand mit der Butter zusammen geschmolzen.

Das Mehl habe ich ersetzt durch 200 Gramm gemahlene Mandeln und je 150 Gramm glutenfreie Speisestärke und Maismehl. Ausserdem noch ’ne Prise Zimt, weil mir das gerade stimmig erschien.

Ähm ja. Die Schokolade – und noch dazu in solchen Mengen – zu verflüssigen war für Keksteig die alles andere als optimale Lösung. Der Teig war flüssig. Also so richtig. Keine Chance, daraus Kekse zu formen oder auch nur Häufchen auf ein Blech zu bekommen.
Und weil ich zu unbeduldig war, den Teig erst mal für ’ne Stunde in den Kühlschrank zu packen und zu gucken, was passiert, wenn die Schoki wieder fester wird, habe ich kurzerhand ’ne Kastenform gefettet und den Teig da hinein verfrachtet.

Aufgegangen ist er super beim Backen, aber ich fürchte Keksteig ist nicht so gut zum Kuchen backen geeignet. Zumindest kein so derbe abgewandelter und gluten- also mehlfreier Keksteig.

Beim Versuch, ihn später aus der Form zu lösen… aber seht selbst.

Voilà:

Liebe Kinder, bitte nicht zu Hause nachbacken. Da muss ich erst nochmal ran und das Rezept besser austüdeln. (Ich wollte nur auch mal einen meiner Fehlschläge hier zeigen, damit Rüdiger mir glaubt, dass ich beim Backen längst nicht so bewandert bin, wie er denkt. 😉 )
Geschmacklich tut dem Krümelkeksbruchkuchen seine Optik übrigens keinen Abbruch. Legga ist er. Für meinen Geschmack bisschen zu süß und schokoladig, aber dafür gibt es ja zum Glück andere dankbare Abnehmer. 😀

Abends war dann richtig legga:

Das Rezept dazu gibt es hier. (Dankeschön dafür, Coco!)
Ich hab (wie fast immer) nur reines Rinderhack verwendet und das vorher angebraten. Das ging schneller, weil die Röllchen dann nur für etwa 16 Minuten im Ofen waren. (Da eh nicht alle auf ein Blech passten und ich keine Heisslufterfahrungen mit Blätterteig habe, hätte mir das sonst zu lange gedauert jeweils 40 Minuten zu backen.)
Bisschen anders gewürzt habe ich und anstatt der frischen Tomaten habe ich ordentlich viel Tomatenmark verwendet, weil ich Angst hatte, dass die frischen Tomaten mir den Blätterteig zu sehr durchweichen. Wäre aber problemlos gegangen, das war alles im grünen Bereich und eher ein bisschen trocken als dass was durchweichen konnte.

Den Blätterteig habe ich vor dem Befüllen mit dem Nudelholz zu Quadraten ausgerollt und den Spökes, die Eier zu trennen, habe ich mir gespart und mit ganzem Ei zusammengeklebt und bepinselt.

Sehr lecker war’s und ging sehr fix und einfach. 🙂
Auch wenn das mit den Mengen bei mir gar nicht hingehauen hat. Ich habe 10 Blätterteigplatten (in einer Packung wären nur 6 gewesen) gebraucht und selbst da die Füllung noch nicht komplett unterbekommen. Nach zweien davon mit Salat dazu ist man übrigens pappensatt, aber sie sind auch kalt noch lecker, wie mein Frühstück vorhin gezeigt hat. :mrgreen:

Die gibt’s sicherlich mal wieder! Dann würde ich aber noch Pepperoni mit reinschnippeln und evtl. ein bisschen Schafskäse – was zwar nicht wirklich mexikanisch anmutet, ich mir aber sehr gut dazu vorstellen könnte. 🙂

Katja