Ge-gärtnert

  • gedauert: 2 Stunden
  • gemacht: im Garten geschuftet
  • geschafft: fast alle Stellen, wo ich was pflanzen / aussähen will, sind grob unkrautfrei (OK, gestern waren’s auch schon 2 Stunden), das Beet für die Erdbären ist fertig zum Bepflanzen
  • getroffen: 2 Salamander, eine riesige Raupe, einen kleinen roten Käfer, jede Menge Vögel, 4 Regenwürmer, die Hummel von heute morgen (? zumindest saß sie immer noch am gleichen Fenster, jetzt von aussen) und tausende von Ameisen
  • geflucht: Every Rose has its Thorn, every Distel auch. Autsch!
  • gerötet: Nase, Wangen und Nacken. Ja leck mich, knallt die Sonne heute! (Tschulligung)
  • gehofft: bitte keinen Ameisenbiss. Die Säure ist eines der wenigen Dinge, auf die ich zuverlässig allergisch mit Pusteln und Beulen reagiere.
  • gerupft: 4 volle 20-Liter-Eimer vertrocknete Pflanzenteile und Unkraut
  • gestochen: 6 Disteln aus der Erde
  • gedacht: wo soviel Löwenzahn anstatt von Rasen ist, sollte ich eigentlich aus der Not ’ne Tugend machen und mir ein Häschen anschaffen ( :mrgreen: )
  • gesäht: Tomaten, Petersilie, Thymian, Kerbel und Bohnenkraut
  • gefühlt: verschwitzt, Rücken macht autsch, bis zu den Ellbogen erdig, selig grinsend, geerdet

Katja (Gartenfee)

Sortierversuch Konfliktverantwortung

Immer wieder kehrt ein Teil eines Telefongesprächs gestern in meine Gedanken zurück und irgendwie fühlt es sich an, als wäre der Denkanstoß (Danke dafür! Wiedermal! Und für noch soviel mehr! 🙂 ), den ich da bekommen habe, ein Puzzlestück, das sich auf einmal in eine Sache einfügt. Ich muss das jetzt hier festhalten, damit es mir nicht wieder entgleitet.

Sinngemäß und sehr verkürzt ging es darum, dass derjenige, der einen sichereren Stand (durch mehr Erfahrung, eine bessere Wahrnehmung oder was auch immer) auf einem bestimmten Gebiet (in einer Konfliktsache) hat als ein anderer, da auch mehr Verantwortung übernehmen muss und das geht nur, wenn derjenige sich nicht als kleiner (weniger kompetent) empfindet, als der andere ihn sieht (er objektiv ist?).

Dazu schießen mir die ganze Zeit solche Phrasen durch den Kopf, wie „der Klügere gibt nach“ und auch die Ermahnungen von Eltern an Geschwister, die oft genug von dem älteren Kind erwarten, dass es in einem Streit nachgibt – völlig unabhängig davon, wer im Recht ist und nur alleine aufgrund der Tatsache, dass es (zumindest angenommen) mehr Verständnis aufbringen muss / sollte, aufgrund der größeren Erfahrung / des höheren Alters.

Beim darüber Nachdenken bin ich so hin- und hergerissen, weil das einfach erst mal völlig unfair klingt, wenn nur die generellen Umstände und gar nicht aktuelle / akute Situationen eine Rolle spielen sollen.
Andererseits ist mir aber auch sehr bewusst, dass das tatsächlich, bei verhärteten Fronten, manchmal die einzig sinnvolle oder zumindest vernünftige Lösung ist. Also zumindest im friedlichen / harmonischen Sinne.
Eigentlich also genau das Richtige.

Wenn, ja wenn da nicht noch die andere Seite der Medaille wäre. Der Gedanke ein gerade erst erwachtes „nein. mit mir nicht.“ direkt wieder einzumotten, macht mir ganz schön Angst. Da liegt am Ende genau die Rolle, die ich seit langem endlich abzustreifen versuche. Vermutlich muss ich das gar nicht, aber noch sehe ich nicht, wo der Grat dazwischen verläuft.

Und wo soll ich überhaupt die Geduld hernehmen und die Größe, die es erfordert, da mehr Verantwortung zu übernehmen als sich für mich auf Anhieb als richtig und (er)tragbar anfühlt?

Mist. Da muss ich noch ordentlich drauf rumkauen.

Katja

Puschelpopo

Nachdem sie gerade ausgiebig ihrer Morgentoilette nachgegangen ist, überlege ich, ob ich ihr auch ’nen Kaffee hinstellen sollte. Bisschen zerknittert sehen die Flügelchen ja noch aus.

Katja