Schlüsselschau

Rüdiger wirft mit seinem ersten selbstgeschnitzten Stöckchen und bittet, den eigenen Schlüsselbund zu zeigen. Ganz klar, dass ich dieser Bitte gerne nachkomme – auch wenn mein Schlüssel eigentlich total unspektakulär ist. (Und ich muss das sagen, es gab nämlich Zeiten, da hatte ich mehr als doppelt so viele Anhänger wie Schlüssel dabei und eine Schlüsselbundgröße, die jeden Alcatrazwärter vor Neid hätte erblassen lassen. :mrgreen: )

Da ich heutzutage den Schlüssel meistens in der Jeanstasche stecken habe, darf er nicht zu riesig sein.

Links das ist der Teil eines Schlüsselbandes von ’nem Grafikkartenhersteller. Schlüsselbänder finde ich eigentlich doof. Dieses ist jedoch immens praktisch, weil man den längsten Teil davon abclippsen kann und nur so ’ne kleine Schlaufe überbehält. Das gefällt mir so gut, weil ich ihn damit – wenn ich ihn nicht in der Hosentasche hab – an der Wohnungstürtürklinke (Ey nicht gestottert! Das Tür gehört da doppelt rein. :mrgreen: ) baumeln habe. (Ja *zugeb* ich hab ’ne Macke und befürchte immer, meinen Schlüssel zu vergessen. Deswegen hab ich ihn permanent einstecken oder eben so sichtbar, dass ich beim Rausgehen drüber stolpere.)
Irgendwann hatte ich den Schlüssel so in der Tasche und ausserdem ein loses Eurostück für den Einkaufswagen und die beiden haben sich mir nix, dir nix gepaart – will heissen: in das halbe Clipdingens, wo normalerweise die längere Schlaufe vom Schlüsselband reingesteckt wird, passt haargenau mein Einkaufswageneuro.

Rechts im Bild ist ein Steinanhänger aus Lapislazuli. Den habe ich mir im letzten Urlaub gekauft. Ganz genau stammt er aus einem Laden in der Main Street von Gibraltar. Da war’s so herrlich, dass ich gerne etwas weniger vergängliches als zollreien Alkohol und zollfreies Parfum als Souvenir mitnehmen wollte und nachdem ich das beschlossen hatte, waren die Steinschlüsselanhänger das erste, was mir ins Auge fiel. Ich liebe Steine, ich liebe blau, ich liebe Lapislazuli, also passte das. 🙂

Das kleine blaue schließlich ist ein Haargummi, das immer am Schlüssel baumelt, falls mich die offenen Haare zu sehr nerven, wenn ich unterwegs bin und ich das dringende Bedürfnis habe, sie zusammenzubinden.

Wer jetzt Lust hat, ebenfalls seinen Schlüsselbund zu zeigen und idealerweise auch noch zu erzählen, ob und welche Bedeutung die Anhängsel haben, darf das Stöckchen gerne hier aufsammeln und mitnehmen, damit das Rüdigerbäumchen möglichst viele Ableger im Web finden möge. 🙂

Katja

6 Kommentare zu “Schlüsselschau

  1. Ein Haargummi ist ja noch gar nichts! Habe manchmal zwei dabei, in der einen Winterjacke, deren weiten Ärmelenden eine Tendenz zeigen, statt meiner den Lenker des Fahrrads zu übernehmen. Ohne Gummis geht da nichts! 😀

  2. merci fürs mitnehmen und fachgerechte verarbeiten.

    Haargummi am Schlüsselbund…. sehr ungewöhnlich.

    Hast Du schon mal einen Schlüsseldienst anrufen müssen? Ich bis jetzt noch nie. *klopf-auf-holz*

  3. @Rebhuhn: Witzig! Scheinbar hält fast jeder seinen eigenen Schlüssel für unspektakulär. Ich find’s trotzdem sehr interessant, was die Leute „Uninteressantes“ mit rumschleppen.
    Der Stein fasst sich auch wirklich toll an. 🙂

    @Blinkfeuer: Dann sind deine Gummis aber ’ne ordentliche Nummer größer als meines am Schlüssel. 😉
    (Und ja, ich hab dich beim Lesen des ersten Halbsatzes schon mit wallender Mähne vorm inneren Auge gesehen. :mrgreen: )

    @Rüdiger: Sehr gerne!
    Das Haargummi muss wirklich sein, weil ich bei nervig in der Gegend rumflatternden Haaren eine sehr geringe Toleranzschwelle habe. 😀
    Schlüsseldienst: Zum Glück bisher noch nie. Früher hab ich meinen Schlüssel häufig vergessen, aber da bin ich dann aus der Disco kommend, Samstag morgens und nicht nüchtern über’n Gartenzaun geklettert und hab meinen Opa wachgeklopft, der im gleichen Haus unter mir wohnte. :mrgreen:
    Die Macke, dass ich des Schlüssels wegen so panisch bin, habe ich seit ich jahrelang fast nur in der Wohnung war und die als wichtigen Rückzugs- und einzig sicheren Schutzort gesehen habe. Der Gedanke (wenn ich mich dann schonmal rauswagte) nicht wieder reinzukommen, war für mich ganz gruselig.

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