Das Provencalische-*mjam*-Lamm

Ich hab’s teuer bezahlt – ich will’s zeigen! :mrgreen:

So geht’s (reicht für 4-5):

Ca. 800 Gramm Lammfleisch, eigentlich aus der Keule, mit Filet (!) wird’s natürlich um ein vielfaches zarter (wirklich!)
1 Bund Frühlingszwiebeln
2 Zehen Knoblauch
1-2 Zucchini (je nach Größe)
2-3 Paprikaschoten, rot und gelb (je nach Größe)
1-2 Auberginen (je nach Größe)
1 Dose Tomate in Stückchen
frische Kräuter (Rosmarin, Thymian, Oregano – ganz zur Not eben die getrockneten Brüder) jeweils ein guter TL in gehackt
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
2 Lorbeerblätter, 5 schwarze Pfefferkörner, 5 rosa Beeren (rosa Pfeffer), 3 Pimentkörner, 4 Wachholderbeeren (zusammen in einen Teefilter gepackt, mit Zwirn zugeknotet und ein, zweimal kräftig mit dem Nudelholz oder dergleichen draufgehauen, damit die Körner ein bisschen angequetscht werden – wer etwas davon nicht hat, lässt’s einfach weg, der Teil ist nicht spielentscheidend, nur verfeinernd)
ca. eine halbe Flasche Rotwein
Olivenöl

Das Fleisch (geht bestimmt auch Schwein oder Rind oder Pute als günstigere und weniger nach Lamm schmeckende Variante) und das Gemüse in mundgerechte Stücke schnippeln. Die Frühlingszwiebeln, den Knoblauch und die Kräuter fein schneiden.

Das Fleisch in Olivenöl in einem Bräter (oder sonstigen backofentauglichen Topf) kräftig anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch dazugeben und mitbrutzeln bis sie leicht Farbe bekommen, die Kräuter dazu. Mit einem Schluck Rotwein ablöschen und den Wein komplett verkochen lassen, das ganze noch ein, zweimal wiederholen dann die Dosentomaten zufügen und den restlichen Wein. Eine Prise Zucker und den Teefilter mit den Gewürzen in den Topf und ab damit für etwa eine Stunde bei 200 Grad in den Backofen.

Das Gemüse in Olivenöl anbrutzeln und ein bisschen salzen und pfeffern. Zum Lamm geben und nochmal kräftig aufkochen lassen.

That’s it!

Katja

(Entschuldigung für die Koch- und Rezeptlastigkeit in letzter Zeit. Mich macht Kochen einfach so froh. 🙂 )

Werbeanzeigen

16 Kommentare zu “Das Provencalische-*mjam*-Lamm

  1. Mjam Mjam, alles aus der ‚provencalischen’/mediterranen Küche findet bei mir großen Anklang. Was reichst Du denn dazu? Ganz schlicht ein Bauernbrot/Baguette oder … ?
    Ich könnte mir Couscous ganz gut vorstellen, bin da aber im Moment sowieso ein bißchen süchtig.

    Tanya, gedanklich den Sommer schmeckend

  2. @Kochhamster: Das freut mich ehrlich und ehrt mich. Gucke ich doch immer ganz ehrfurchtsvoll auf die tollen Sachen, die du fabrizierst. 🙂

    @Tanya: Dieses Mal gab’s Vollkornpenne dazu, die zweite Hälfte der Garzeit schon mit in der Soße kochend und damit den Geschmack richtig aufnehmend und die dieses Mal etwas flüssige Konsistenz der Soße bekämpfend. 🙂
    Ansonsten ist auch Baguette mein Favorit. Bauernbrot kann ich mir nicht so gut dazu vorstellen, weil das ja von Haus aus schon einen so kräftigen Geschmack hat und ich nicht sicher bin, ob der nicht mit dem ja auch recht kräftigen Lammgeschmack um die Vorherrschaft ankämpfen würde. Couscous kann ich mir allerdings in der Tat auch gut dazu vorstellen.

  3. Für was entschuldigst Du Dich für die Veröffentlichung Rezepte Du Nase? Mehr davonm, macht uns auch froh. 🙂

    BTW: Ich soll am Samstag wieder kochen und habe noch keine Idee. *grumpf* Da ich mich Lamm nicht kann, geht vielleicht auch Pute, mal sehen was die Gattin dazu sagt. Ich wünsche einen schöne Tag.

    OT: Ist die Abgabe des Projektes, das Dich die letzte Woche so nachhaltig beschäftigt hat erfolgt? Alles gut?

  4. Ich hätte auch noch ein mediteranes schon verbloggtes Rezept mit Huhn, falls du noch Inspiration suchst. Das ist in der Zubereitung noch ’nen Tacken einfacher, weil man nur schnippeln und eine Marinade anfertigen muss, den Rest übernimmt der Backofen komplett (erspart also solche Dinge wie Brutzelgradbeurteilung oder ablöschen). Dafür wird nix in Rotwein gegart, den müsstet ihr also selber trinken. :mrgreen:

    Wegen der Projektsache schreib ich dir nachher ’ne Mail. 🙂

    Und übrigens: Taderatamm und Schnedderedeng! Dein Kommentar über meinem war der 1000. hier (und das seit August, da bin ich ja erst von Kulando hier hergezogen). Das ist für mich eine unfassbar große Zahl. Klar stammt vermutlich an die Hälfte davon von mir, aber dass ihr hier überhaupt so regen Anteil an dem nehmt, was ich schreibe, finde ich ganz großartig.
    Auch wenn ich immer wieder sage (und damit laut ausspreche – oder eben tippe – was ich eigentlich nur mir selber sagen müsste, damit ich weiterhin das schreibe, was bei mir aus dem Kopf raus muss), dass ich hier in erster Linie für mich blogge, macht ihr das sehr viel reicher. Ich danke euch herzlich – und dir ganz speziell lieber Rüdiger, weil du als erster hier offensiv angefangen hast, mit mir zu kommunizieren – für den vielen vielen Input und die Denkanstöße, die ich bekommen habe! 🙂

    Und wo wäre sowas besser aufgehoben als in der Kommentarspalte unter ’nem Rezept? :mrgreen:

  5. Meine Glückwunsch zur 1. Tausend. Es freut mich, dass ich es war, der die Marke gesetzt hat. *humba-humba* Merci auch für das Kompliment. 😳

    An das Huhn trau ich mich mindestens ebenso dran, wie an den Topf. So schön ausführlich wie das beschrieben ist, kann selbst ich nur in böswillige Absicht etwas verkehrt machen. *öhm*

    Doch die Gattin und die beste Tochter von allen haben das letzte Wort, weil die müssen es ja am Ende essen. :mrgreen:

  6. Dank des Internets ist das leichter geworden, sich Anleitungen für Dinge zu suchen, die man sonst nicht (so einfach) hinbekäme, aber ich erinnere mich noch an Zeiten, als ich nicht nach Rezepten kochen mochte, weil ich oft einfach gar nicht wusste, was die von mir wollen. (Also nicht zutatenmäßig sondern handlungsmäßig.)
    Jetzt ist das zwar kein großes Problem mehr nach solchen Dingen zu googeln, aber ich finde es sehr viel praktischer, wenn ich mir nicht zusammensuchen muss, wie’s denn nun geht, sondern das direkt im Rezept dabei steht. Deswegen versuche ich auch, das so ausführlich zu beschreiben, dass man auch ohne weitere Recherche was damit anfangen kann, wenn man nicht so geübt in der Küche ist. 🙂

    Was auch immer die beiden sich wünschen und du kochen wirst – ich wünsche viel Vergnügen und finde toll, dass du gelegentlich den Kochlöffel schwingst und keine „Wieso sollte ich’s versuchen, wo die Gattin es doch so gut kann“-Haltung hast. 🙂

  7. *hihi* Die angesprochene Haltung ist mir ganz sicher nicht unbekannt, die Gattin verwöhnt halt schon. Und doch muss man einmal aus dem gewohnten Verhaltensmuster ausbrechen, bevor es sich unverrückbar einschleift und dann sogar Schaden verursachen kann. Die Mädels sind tapfer und lassen mich gewähren. Bei Moussaka und der Lasagne hat es gut funktioniert, nun traue ich mich mal an etwas ‚kompliziertes‘ ran. 😉

    • Aye! Mir fällt spontan keine Stelle ein, wo „raus aus alten Mustern“ nicht wenigstens einen Versuch wert wäre.
      Wobei getupfte Hemden natürlich schon albern wirken können, wenn man die falschen Farben erwischt. :mrgreen:

      Ich hoffe, du berichtest Sonntag oder danach dann wieder von deinen Kochunternehmungen. 🙂

      Hmmm ok, vom ersten Satz muss ich zurückrudern. Ich würde wohl nie einen Urlaub am Meer gegen einen in den Bergen eintauschen wollen.

      • *arg* Hemden mit Tupfen sind mir ein Graus. Ich komme mir dann immer wie eine Teekanne im Warmhaltepullover vor. Nene. :mrgreen:

        Ich habe kürzlich gelernt, das es durchaus in der Natur des gemeinen Bloggers liegt, sein Essen abzulichten und jedem ungefragt zu zeigen. :mrgreen:

  8. @Katja
    können wir die Bemerkung aus dem Kommentar bitte löschen? Büdde…..

    BTT: Die Gattin ist erstaunt und einverstanden, aber nur mit Lamm. Na dann, also Lamm.

  9. Selbstverständlich, wenn das bei dir auf einen Nerv trifft, der dir unangenehm ist. Nur meinen Spruch oder auch deinen Anfang? (Kannst übrigens gerne auch bei dir drüber rumlöschen, wenn das nicht passt. 🙂 )

    Oh! – zum Lamm. Ich weiss, dass meine Oma Wild immer über Nacht in Buttermilch gebeizt hat, um den strengen Geschmack abzumildern. Ich vermute, das ginge bei Lamm ebenso, dann wär’s für dich vielleicht auch passender. 🙂

  10. @Katja
    Ach wo, löschen. Was geschrieben steht…. dämliche Tupfen aber auch… 🙂

    Was das Lamm angeht, da muss ich durch. Die Gattin mag es so, also bekommt sie es auch so.

  11. Ich hätte da gar keine Schmerzen mit, das zu löschen, wenn es dich tatsächlich stört (so hatte ich das verstanden) und nicht nur so’n „narf“-Gefühl ist. (Mein Spruch ist auch wech.)
    Ich hatte vor Jahren mal ein echtes Aha-Erlebnis, was die Bedeutungsbesetzung von Worten betrifft, werde ich vielleicht mal erzählen, daher kann ich durchaus nachvollziehen, wenn jemand auf Reizworte reagiert.

    Ich bin sehr gespannt, wie es euch schmecken wird! 🙂

  12. Pingback: thatblog.de » Blog Archive » Lammtopf ala Katja

Und jetzt du! Deine Gedanken, Worte, Punkte, Smilies, Bilder, Gesänge... Danke dafür!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.