Zeitreise

Das Angebot des Discounters befremdet mich.

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Kauft sowas heute tatsächlich noch jemand als Buch? Oder besser: Kaufen das heute tatsächlich noch so viele Menschen in Buchform, dass es als Sonderartikel eines Discounters ein gutes Geschäft ist?

3 Euro je Stück für Inhalt, auf den – so dachte ich zumindest – mittlerweile der überwiegende Teil der Bevölkerung im Internet per Mausklick innerhalb von Sekunden und ohne sich durch’s Alphabet durchzublättern, zugreift. Zumindest unterstelle ich das dem überwiegenden Teil des Teils, der Interesse an solchem Wissen hat. Meine Mutter zB verweigert sich beharrlich diesem Internet, aber die besitzt auch kein Lexikon. Also nicht, dass ich’s für teuer hielte, nur für immens umständlich.

Letztens, als ich das neue Bücherregal im Arbeitszimmer eingeräumt habe, hatte ich mal wieder das alte Handlexikon in Farbe in der Hand, das mich während meiner Schulzeit begleitet und mir treue Dienste geleistet hat. Aber wir hatten ja auch nix anderes ( :mrgreen: den konnte ich mir dann doch nicht verkneifen). Ich hab’s aufgeklappt und überlegt, ob ich’s wegwerfen soll. Benutzen werde ich es ohnehin nie wieder. Ich blätterte darin und nahm mir eigentlich vor, es zu entsorgen, falls es noch keinen Eintrag zum Stichwort Internet hat. Hat es natürlich nicht, es stammt aus 1979. Aber Bücher wegzuwerfen – das bringe ich noch weniger fertig als andere Dinge und so steht es doch wieder im Regal.

Im Wohnzimmer steht übrigens auch noch der 14-bändige Brockhaus aus 1952. Ein Familienerbstück, das mein Großvater väterlicherseits, den ich nicht mal kennengelernt habe, weil er vor meiner Geburt gestorben ist, irgendwann angeschafft hatte. Bei dem würde ich nicht mal drüber nachdenken, ihn wegzuwerfen. Der hat mich schon als ich noch sehr klein war, ungeheuer fasziniert, weil mir die Bücher damals schon immens alt und dadurch wie ein kostbarer Schatz vorkamen.

Katja

aktueller Zeitfresser

Ich merke, halb über mich selber belustigt, halb von mir selber genervt, dass ich es gerade überhaupt nicht schaffe, mich beim Lesen zu zügeln. Maß zu halten. Nur so viel Zeit mit der Nase in Büchern zu verbringen, wie ich dafür erübrigen kann oder besser könnte und sollte.

Nachdem ich das Jahr so tief mit der Nase in den Harry Potters begonnen hatte und sonst wenig mitbekommen habe, dachte ich, es würde besser, wenn ich die Geschichte endlich beendet hätte, aber so richtig ging die Rechnung nicht auf. Ein weiteres Buch habe ich schon ausgelesen und aktuell fesselt dies hier meine Aufmerksamkeit:

Eigentlich hatte ich befürchtet, dass es langsam langweilig werden könnte, den nun mittlerweile vierten Dan Brown zu lesen, aber dieser Mix aus Fakten, Mythen und Fiktion hat mich wieder mal in seinen Bann gezogen.

Die meiste Zeit nervt mich, dass ich Bücher nicht einfach mal langsam lesen und die Geschichte genießen kann. Primär allerdings bei Geschichten, die ich mag – weil ich es bedaure, wenn die zu Ende ist. Gerade habe ich noch so viele ungelesene Bücher im Regal liegen, eine abartig lange Wunschliste bei Amazon und dadurch, dass ich nicht mehr rauche, auch endlich mal Kohle, die ich hemmungslos in Bücher stecken kann, dass ich mich bedenkenlos von der Spannung mitreissen lassen kann. Das nächste Buch wartet ja immerhin schon.

Wobei ich mir vielleicht wenigstens mal 1, 2 Tage Pause zwischen zwei Büchern angewöhnen sollte. Andererseits ist gerade eh doofes Wetter und wenn’s wieder wärmer wird, strecke ich die Nase schon von alleine wieder in den Wind. Vielleicht sollte ich einfach genießen, mir den Luxus von Lesezeit gönnen zu können. 🙂

Katja

Wachbleibsel 16

Wo Pink drin vorkommt, steht Lieblingsschwester drauf! Diese Größe 41 Wachbleibsel wärmen hoffentlich bald die schwesterlichen Füße.

Ich glaube, so schnell hatte ich noch nie ein paar Socken fertig. Da habe ich nur 5 Tage dran gestrickt.

Katja (Sockenfee)