damals™

Und wo ich schonmal beim Träumen war, hier die Kindheitsträume und Erinnerungen. :mrgreen:

Beim Rebhuhn habe ich dieses schicke Stück Holz entdeckt und es zwischen die Zähne geklemmt und hechelnd mit nach Hause geschleppt.

1. Was wolltest du werden, wenn du groß bist?

Der erste Berufswunsch an den ich mich erinnern kann ist Floristin. Da war ich allerdings schon 13 und hatte ’nen Freund, der gerade kurz vor Ende seiner Gärtnerlehre stand. Der hat mir immer jede Menge Blumen mitgebracht, was ich sehr genial fand. Ich wollte auch den ganzen Tag mit den Händen in tuffig bunten Blumen rumwuscheln dürfen.


2. Wen wolltest du heiraten?

Meinen 5 Jahre älteren Nachbarn. Der hat mich immer beschützt, wenn meine Schwester und ich gestritten haben und hat viel lieber mit mir gespielt als mit ihr, obwohl sie nur ein Jahr jünger war als er und keine fünf.
Als ich etwa 16, 17 war und er entsprechend älter und er immer noch keine einzige Freundin gehabt hatte, hat mich seine Mutter irgendwann auf der Haustreppe an mein Kindheitsversprechen erinnert. :mrgreen:
In den Sommerferien wollte ich übrigens immer den Neffen meiner anderen Nachbarn heiraten. Der war dann immer zu Besuch da. Er war noch ein Jahr älter und mit ihm konnte man die coolsten Seifenkisten überhaupt bauen und sich die Sohlen ab- und die Knie aufwetzen bei Testfahrten auf unserem steilen Hof.


3. Was war deine Lieblings-Eissorte?

Vanille! Eindeutig. Ich mochte aber auch Bananeneis und Stracciatella. Obwohl ich keine Ahnung hatte, wie man letzteres schrieb oder auch nur korrekt aussprach. Mittlerweile weiss ich das, gebe aber zu, dass ich gerade sicherheitshalber nachgeguckt habe, um mich nicht zu sehr zu blamieren, falls ich mich doch irre. :mrgreen:
Obwohl ich Erdbären mehr als alle anderen Früchte liebe, mochte ich übrigens weder früher noch heute Erdbäreis besonders gerne. Es kann nämlich kaum jemand ein Erdbäreis machen, das nicht total künstlich sondern wirklich nach frischen Früchten schmeckt.


4 . Dein Lieblings-Spielzeug?

Meine diversen Plüschtiere liebte ich heiss und innig. Genau wie heute immer noch. 🙂
Ausserdem hatte ich von Play-Big (das war sowas ähnliches wie Playmobil, nur dass die Männchen damals viel beweglicher als die alten und sehr starren Playmobilfiguren waren) ein Straßenwärterauto mit Zubehör, mit dem ich stundenlang in der Küche rumfahren und Pylonen und Strassensperren aufbauen konnte ohne dass es mir langweilig wurde. Puppen waren nie meins. Spielzeugautos fand ich spannender.
Am allerliebsten habe ich aber im Garten gespielt. Ich hab mir immer von meiner Oma eine große Schüssel geben lassen und hab da Erde, Gänseblümchen, Löwenzahn und Gras reingehäuft und das ganze dann mit Wasser vermengt und mit den Händen durchgeknetet. In Schlamm matschen fand ich einfach herrlich. :mrgreen:


5. Wovor hattest du Angst?

Die größte vor meinem Vater. Aber auch vor so „üblichen“ Dingen wie Zahnarzt, Spritzen (immer noch 🙄 ), Hunden (Dank der „Geh nicht zu dem Hund, der beisst dich“ Erziehung meiner Mutter). Vor Spinnen hatte ich keine Angst, die musste ich immer vor meiner Schwester retten. Meine Schwester glaubte freilich, ich würde sie vor den Spinnen retten.
Ach ja: Ich hatte auch Angst davor, von Eierschalenstückchen Blinddarmentzündung zu bekommen. (Nein, ich bin nicht selber auf die Idee gekommen, dass das passieren könnte. Das war auch die Idee meiner Mutter.)


6. Wer war deine beste Freundin?

Esther! Von Kindergartentagen an und wir haben immer noch (wenn auch leider viel zu wenig) Kontakt. Sie wohnte in der gleichen Strasse und wir haben uns jeden Tag nach der Schule gesehen. Sie hatte damals ’ne Mary Poppins Schallplatte, die wir jeden Nachmittag angehört haben und ich habe meine Eltern so lange bequatscht bis ich auch eine bekommen habe, damit sie ihre nicht immer hin und hertragen musste.
Einige Passagen kann ich immer noch auswendig und gebe (sehr zum Leidwesenr Freude, der Menschen  um mich, gelegentlich, völlig ohne Zusammenhang, Kostproben davon). 😀


7. Was war dein Lieblings-Schulfach?

Wenn ich jetzt sage, dass ich generell gerne in die Schule gegangen bin, klingt das vermutlich doof. :mrgreen: War aber so. Ich glaube, in der Sek I mochte ich Mathe und Physik trotzdem lieber als die anderen Fächer.


8. Was war dein schlimmstes Schulfach?

Bio habe ich gehasst von der ersten Stunde bis ich’s, viele Jahre später als ich mein Abi auf dem zweiten Bildungsweg gemacht habe, als erstes abgewählt habe. In der Sek I habe ich auch Chemie gehasst – aber so richtig. Das habe ich später aber so sehr lieben gelernt, dass ich es nicht nur als Leistungskurs hatte, sondern sogar ein paar Semester auf Lehramt studiert habe.


9. Was war dein Lieblingsbuch?

Oh schwierig. Ich habe von dem Moment an, wo ich lesen konnte, alles verschlungen, was ich in die Finger bekam. Bis ich aus der Grundschule kam, hatte ich mich einmal durch die Schulbücherei gelesen. Ich glaube, Die kleine Hexe von Ottfried Preußler war das erste bewusste Lieblingsbuch, an das ich mich erinnern kann.


10. Was wolltest du nie sein, wenn du erwachsen geworden bist?

Uff. Ich glaube, ich habe eher überlegt, was oder wie ich sein wollte als umgekehrt. Das einzige, was ich nie werden wollte war, wie meine Eltern zu sein.

Eigentlich werfe ich ja Stöckchen niemals weiter, sondern lass sie zum Mitnehmen liegen. Ich würde dieses Mal trotzdem gerne die Tanya bewerfen, weil’s bei ihr schon ein paar Tage so still ist und ich gerne wieder mal was von ihr lesen würde. 🙂

Ansonsten wie gehabt: Bediene sich, wer möge!

Katja

(via)