You can run

…but you can never hide
from the shadow
that’s creepin‘ up beside you

Die Verzweiflung ist eine andere als früher – nicht mehr äusserlich, mich nebelgleich verschluckend und nicht wieder ausspuckend, meinen Fäusten durch die Nebelform keine Angriffsfläche bietend, sodass ich nur abwarten konnte, zur Passivität verdammt. Sie ist greifbar, betrachtbar, ein Teil von mir, aber da bleibt ein unbesetzter Teil des Kopfes übrig, bleibt klar genug zu wissen, dass sie wieder gehen wird, wenn ich ihr nur nicht gestatte, das Ruder zu übernehmen. Das kostet Kraft, soviel Kraft, aber ich will nicht nachgeben, auch wenn das gerade so verlockend erscheint, sich in den Nebel fallen zu lassen.

Ich lasse mich nicht passiv ins Uferlose fallen, aber ich gestatte der Traurigkeit heute an meiner Seite zu bleiben. Irgendwann werden keine Tränen mehr da sein. Morgen wird alles besser! (ohne hoffentlich, weil das nur dem Zweifel Raum ließe!)

Katja