Weihnachtlicher Backwahn: Finale – Oho!

Geschafft! Ich glaube, so einen Backmarathon habe ich noch nie hingelegt. In den meisten Jahren habe ich – falls ich denn überhaupt Plätzchen gebacken habe – vorher für 3, 4 Sorten Zutaten besorgt (oder auch einfach planlos Kram eingekauft, den man üblicherweise so beim Plätzchen backen brauchen kann, was natürlich nie der war, den ich in der jeweiligen Situation hätte brauchen können), nur um dann nach dem Backen von spätestens 2 Sorten keine Lust mehr zu haben.

Dieses Jahr habe ich die Zutaten für die ersten beiden Sorten besorgt, den Kram verarbeitet und dann weitere Dinge eingekauft. Lustigerweise hat das besser funktioniert, obwohl ich mich dafür häufiger durch die Läden kämpfen musste. OK, vielleicht habe ich auch einfach mittlerweile mehr Selbstdisziplin über Planungen herauszukommen. :mrgreen:

Den Marzipan-Nougat-Pralinen und den Schokokeksen folgten also noch:

Vanillekipferl (ich bin ja der festen Überzeugung, dass es ohne die eigentlich gar nicht Weihnachten werden kann):

Vanillekipferl

Das Rezept stammt von meiner Oma. Ich habe vor Jahren zum Glück ihr handgeschriebenes Rezeptbuch in Sicherheit gebracht. Teilweise kann ich das nicht mal lesen, weil da noch Rezepte von meiner Uroma drin sin – in altdeutscher Schrift.

560 g Mehl
160 g Zucker (ich nehme nur 130 – 140 Gramm und dafür noch 2 Tütchen Vanillezucker)
400 g Butter
200 g gemahlene Mandeln
das Mark aus 1 bis 2 Vanilleschoten

Puderzucker und viel Vanillezucker zum Wenden

Die Zutaten (bis auf Puder- und Vanillezucker) zu einem glatten Teig verkneten und für eine Stunde kühl stellen. Eine Rolle formen, davon Stücke abschneiden und die typische Kipferlform formen.

Den Puderzucker sieben und mit dem Vanillezucker vermischen. Man braucht relativ viel Zucker. Wird aber nicht zu süß, weil ja im Teig kaum welcher drin ist. Ich mische immer im Verhältnis 1 – 2 Tütchen Vanillezucker auf 1 TL Puderzucker.

Ca. 15 Minuten bei 175°C backen, kurz (1-2 Minuten, damit sie nicht mehr so sehr zerbrechlich sind) auf dem Blech ruhen lassen und vorsichtig, noch möglichst heiss in dem Zuckergemisch wenden. Zügig arbeiten, denn wenn die Kipferl zu kühl sind, haftet der Zucker nicht mehr so gut.

Amarettokugeln

Amarettokugeln

Eigentlich ist das ein Rezept für Rumkugeln, aber da Amaretto dramatisch leckerer ist als Rum, werden’s bei mir immer Amarettokugeln.

5 EL Kokosfett
5 EL Puderzucker
5 EL Kakao
100 g gemahlene Mandeln
ca. 4 – 5 EL Amaretto
gemahlene Mandeln, Haselnüsse, Kakao oder Schokosteusel zum Wälzen

Das Kokosfett bei niedriger Hitze im Topf schmelzen, den gesiebten Puderzucker und gesiebten Kakao reinrühren. Die gemahlenen Mandeln ebenfalls unterrühren. Amaretto rein und für mind. eine Stunde in den Kühlschrank damit. Mit einem Löffel Teile der Masse abtrennen, Kugeln daraus formen und in den Nüssen oder Schokostreusseln wälzen.

Dann nochmal über Nacht in den Kühlschrank, damit die Kugeln fest genug werden. Probieren lohnt sich auch frühestens am nächsten Tag, die müssen erst gut durchziehen.

(Das ursprüngliche Rezept hatte ich mal aus der Weihnachtlichen Tupper-Bäckerei, dort kommen eben Rum (davon nur 2 EL) und zusätzlich noch ein EL Dosenmilch rein. Die habe ich nie im Haus und ersetze sie einfach durch mehr Alkohol. :D

Kokosmakronenflundern

Kokosmakronen

3 Eiweiss
200 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
250 g Kokosraspeln
5 EL Eierlikör
Oblaten

Die Eiweiss zu Schnee schlagen und den Zucker langsam einrieseln lassen. Kokosraspeln (ich hatte nur eine Tüte à 200 g und hab stattdessen noch meine restlichen angebrochenen geriebenen Haselnüsse aufgebraucht) und Eierlikör unterheben. Masse mit 2 Teelöffeln auf die Oblaten häufen und ca. 15 Min bei 175°C backen.

Falls irgendjemand einen Tipp hat, wie man es schafft, dass Kokosmakronen nicht beim Backen zerlaufen, wäre ich echt dankbar. Bei mir kommt am Ende immer eher eine geschlossene Masse auf dem Blech raus als dass man die einzelnen Makronen erkennen könnte. Folglich sind die auch ein bisschen ausgefranst an den Rändern vom wieder auseinanderzupfen. Tut geschmacklich aber keinen Abbruch. Nur den Eierlikör kann man nicht so wirklich rausschmecken.

An der Stelle wollte ich eigentlich aufhören zu backen, hätte ich da nicht noch die 3 Eigelb rumstehen gehabt. Und auch noch angebrochene Schokoglasur. Weil ich keine Lust hatte noch nach einem Rezept zu suchen, wo ich beides verarbeiten kann, habe ich improvisiert und meinen 1, 2, 3 Mürbeteig ein bisschen abgewandelt.

Vanilleplätzchen

Vanilleplätzchen

Das Originalmürbeteigrezept lautet:

1, 2, 3 zum feinen Mürbeteig, 1 Teil Zucker, 2 Teile Fett (Butter), 3 Teile Mehl. Seitdem ich das mal irgendwo gefunden hatte, gelingt mir der immer. Vorher hatte ich furchtbar komplizierte Rezepte, die nie so richtig funktionierten. Und den kann man sich einfach merken und muss nicht immer nachschlagen. Ausserdem gehört natürlich eine Prise Salz rein und ich habe die 3 Eigelb untergeknetet. Und für den Geschmack das Mark einer Vanilleschote. Schmecken aber sicherlich auch gut mit einem Schuss Zitronensaft und abgeriebener Zitronenschale.

Das ganze zu einem glatten Teig verkneten und für eine Stunde kühl stellen. Danach nochmal kneten bis der Teig wieder weich und geschmeidig ist und mit viel Mehl (da braucht’s einiges, damit er nicht zu bröselig und zerbrechlich ist) ausrollen und Plätzchen ausstechen. Einfacher und sinnvoller wäre sicherlich gewesen einfach Rollen zu formen und runde Plätzchen draus zu machen, aber ich wollte so gerne meine neuen Ausstechförmchen testen.

Die Plätzchen für 8 – 12 Min bei 160 – 180°C backen. Genauer kann ich das leider nicht angeben, weil ich gestern ordentlich rumprobieren musste. Das erste Blech ist mir auch zu dunkel geworden. Die müssen unbedingt aus dem Ofen bevor sie Farbe bekommen. Mehr als ganz hellbraune Spitzen sollten sie nicht haben, sonst schmecken sie sehr schnell verbrannt. Also unbedingt während des Backens im Auge behalten!

Falls jemand Lust hat, was davon nachzubacken: Viel Spaß!

Hier nochmal die komplette Sammlung auf einen Streich:

Katja

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7 Gedanken zu “Weihnachtlicher Backwahn: Finale – Oho!

  1. Hey Shirin :)
    Ich finde, gerade zu Rezepten gehören Fotos! Ich besitze unzählige Kochbücher, obwohl ich gar nicht häufig nach Rezept koche. Aber ich lasse mich gerne von den Fotos inspirieren.

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