Schrecksekunde

Die Schrecksekunde zwischen Lesen des Satzes „Im Auftrag Ihres Kreditinstituts ziehen wir Ihre Karte ein.“ beim Versuch mit der Visakarte Geld am Automaten abzuheben und Denken des Satzes „Ah Mist. Da war ja auch letztens eine neue samt neuer Geheimzahl in der Post.“ kann unter Umständen auch mal länger als eine Sekunde dauern. Gefühlt zumindest.

Der Schritt von da bis zu „Dappigkeit verlass mich nicht, sonst bin ich ganz alleine.“ geht wesentlich schneller und zuverlässiger.

:mrgreen:

Katja

Mehr Gewürzpoesie!

Weil unsere *hüstel* Kunst viel zu schade ist, um ihr tristet Dasein nur in den Kommentaren zu fristen und sie mich ’nen ganzen Tag lang nicht aus dem Lachen rausgebracht hat, hier nochmal die gesammelte Gewürzpoesie:

Von Rüdiger:

Wenn Pfeffer übern Teller huscht, die Nase sich gar schnell versteckt, denn vom Duft berauscht sie sonst mit dem Schwung der Luft auf den Teller drischt.

Wenn Zucker statt Salz im Topfe wartet, sich der Koch am Ende ziemlich schämt. Wenn jedoch Salz im Zuckertopf ward, sich das Kind deswegen grämt. :)

Petersilie der im Küchentopf wächst, zu Speise er addiert gehört, der Koch ihn dazu lieblichst zupft und schneidet, bevor der Braten leidet.

Der Schnittlauch unterm Messer in kleine Stücke geschnitten, als nächstes hat die Zwiebel gelitten.

Von Armin:

Oh Petersilie fein,
die hier liegt gehackt ganz klein.
Wartest drauf gestreut zu werden,
auf die Äpfel, die da kommen aus der Erden.

Oh Vanillestange fein,
Oh Vanillestange klein.
Statt dich im Laden zu sehn,
wollen auf dem Weihnachtsmarkt wir reichlich Stangen erstehn.
Gemischt mit Erdbeeren, Zucker, Schnaps und Leckereien,
soll ein guter Likör in der Flasche gedeihen.
Dieser wird dann in Flaschen gezogen
und dann verköstigt und nicht gewogen.

Von mir:

Es liegt was in der Luft
Ein ganz besond’rer Duft
Riecht intensiv und gar nicht hohl
Was zur Hölle ist das wohl?
Nicht Pfeffer, Curry, Rosmarin
Nicht Oregano und Cumin
Ah ’s ist Zimt!
Stimmt!

Thymian-Limerick

Es war ein Thymian aus Hessen
Den hätte man beinah vergessen

Drum packte ihn die Katja fix
In den duftenden Gewürzemix

Da würzte er lecker Essen

Zu Paprika
da sag ich ja!
Nach Rosmarin
steht mir der Sinn!
Wacholderbeer
dich mag ich sehr!
Oregano
du machst mich froh!

Und du mein lieber Schnittelauch
– auch!

Nochmal Dankeschön an die beiden Kreativen! Ich habe echt lange nicht mehr so viel gelacht! :mrgreen:

(Wer keine Ahnung hat, worum es geht. Hier ging’s los.)

Katja

Die Sache mit der Verantwortung II

Da ist dieser Typ, der im Internet erzählt wie schlecht es ihm geht. Da sind diese Menschen, die versuchen, ihm Mut zu machen.

Stille.

Nach einer Woche Stille dann die Nachfrage, wie es ihm geht, ob er wieder besser drauf ist.

Stille.

Dann irgendwann Reaktion an völlig anderer Stelle, scherzend, in völlig anderem Zusammenhang, ohne darauf einzugehen was vorher war.

Und ich sitze da und wundere mich.

Wenn ich in einer mehr oder weniger großen Öffentlichkeit erzähle, dass es mir schlecht geht und eine Menge Menschen mir Mut zusprechen und an meinem Leid anteil nehmen, dann ist für mich eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass ich – auch ohne weiteres Nachfragen – irgendwann wenn’s besser ist, sage „Hey, macht euch keine Sorgen mehr. Mir geht’s wieder besser.“

Noch selbstverständlicher tue ich das, wenn noch dazu jemand nochmal nachfragt.

Was für eine Art ist es denn, meinen Kummer in die Welt rauszukotzen, die mitlesenden Menschen als seelischen Mülleimer zu füttern, jede Menge Empathie zu erhalten und sobald es mir wieder besser geht, so zu tun als wäre nix gewesen und nicht mal auf besorgte Nachfragen zu reagieren?

Wie egal müssen mir meine Mitmenschen sein, dass ich zwar meinen Mist bei ihnen ablade, aber mich dann nicht mehr in der Verantwortung fühle, ihnen ihre Sorge um mich zu nehmen?

Ich hätte es echt nicht für möglich gehalten, aber es gibt Menschen, deren Wohlergehen mir jetzt echt am Allerwertesten vorbei geht. Ich weiss gerade nicht mal, ob das aus einem Gefühl der Beleidigung raus kommt oder aus dem Selbstschutz raus, mich nicht mehr in Sorge um wen aufzureiben, der nicht mal wirklich zu realisieren scheint, dass Mitfühlen etwas Echtes sein kann. Auch wenn die zweite Variante die ist, die mir lieber wäre, steckt vermutlich doch auch ein Funken des ersteren mit drin. Auch wenn ich mir als beleidigte Leberwurst gar nicht sympathisch bin. 🙄

Katja (dem Text die Nummer II gebend, wohlweislich, dass Teil I der Verantwortung (eigentlich einer ganz anderen) seit Wochen in den Entwürfen rumliegt und ohne sicher zu sein, den noch fertig zu schreiben, ihm trotzdem aber seine Nummer I nicht streitig machen wollend)

—-

Edit: Bei nochmaligem Lesen klingt das viel bitterer als es eigentlich gedacht ist – spurlos verändern liegt mir aber nicht, also ergänze ich lieber noch ein wenig.

Passiert ist das ganze auf einer Deprimailingliste, wo die teilnehmenden Menschen ziemlich viel von sich preisgeben und einander eigentlich mit Respekt und Verständnis begegnen. Dass es jemandem nicht gut geht, kommt da häufiger vor und auch, dass das viele auf der Liste recht gut nachfühlen können.

Mein Text oben liest sich ein wenig so als hätte mich gestört, dass meine Sorge nicht „gewürdigt“ wurde. Darum ging es mir nicht. Es ging um diesen Mann und seine Probleme und ich wollte da wahrlich keine Aufmerksamkeit erregen. Ich kann nur so gar nicht nachvollziehen, dass ihm die Verantwortung nicht bewusst ist – gerade in diesem Haufen empathischer Menschen, die selber alle ihre Kämpfe auszutragen haben – die er durch die Teilnahme übernimmt. Nämlich diese, Entwarnung zu geben, wenn kein Anlass mehr zur Sorge um ihn besteht. Statt dessen taucht er nach 3 Wochen des Schweigens und Ignorierens aller besorgter Nachfragen damit wieder auf, einen Witz zu erzählen. Bidde? 😯

Auch wenn das hier „nur“ das Internet ist, sitzen doch Menschen, hinter den Tastaturen, die Anteil  nehmen. Wer sich dessen nicht bewusst ist, von dem fühle ich mich auf so einer Mailingliste wirklich als Seelenmülleimer missbraucht, der abtreten darf sobald der Müll raus und das Mitgefühl entgegen genommen ist.

Eine Frage der Wahrhaftigkeit

Ich verstehe einen Teil meiner Mitmenschen wieder mal nicht.

Ein Forum, in dem ich angemeldet bin, soll dicht gemacht werden. Neben ihren guten Wünschen an die Betreiberin fragt eine Benutzerin des Forums nach, ob ihre persönlichen Daten und vor allem die Fotos gelöscht werden. Die Betreiberin antwortet, dass das für sie selbstverständlich sei und sich die Benutzerin (und alle anderen) keine Sorgen machen müsse.

Alles geklärt. Prima. Denkste!

Eine andere Benutzerin äussert ihr Unverständnis darüber, wie „man“ so ein Theater machen könne und unterstellt der Benutzerin, die nachgefragt hatte, zum einen der Betreiberin damit jetzt, wo sie eh schon zumachen würde, noch einen reinzuwürgen – alleine durch das Nachfragen hätte die erste Benutzerin ja der Betreiberin unterstellt, dass sie mit den Daten Schindluder triebe – zum anderen meinte sie, wären die, die bei sowas am lautesten brüllten bei online Einkäufen und beim Onlinebanking dann wieder die nachlässigsten.

Aha.

Nr. 1 stellt bewundernswert sachlich klar, dass sie lediglich gefragt hätte, nichts unterstellen wolle und sich ihrerseits durch die Unterstellungen von Nr. 2 angegriffen fühle. Zudem es eben nicht die anonyme Masse sei, der Randale vorgeworfen wurde, sondern ganz konkret sie.

Auftritt Typ 1: Obwohl’s bis dahin noch recht gesittet zugeht, sagt er im gleichen Satz, sie mögen doch wieder ruterkommen und stachelt sie in der zweiten Satzhälfte an, sich nochmal ordentlich die Köppe einzuhauen. Natürlich nicht ohne den Hinweis, dass das Internet nichts vergisst.

Die Betreiberin versichert nochmal, dass sie die Daten löschen wird.

Benutzerin 2 entschuldigt sich bei Nr. 1, weil sie sie nicht hätte angreifen wollen, aber die Datenmenge, die man in dem Forum preisgäbe, wäre ja doch auch lächerlich im Vergleich zum Onlineshopping. Daher hätte sie so heftig reagiert.

Alles geklärt. Prima. Denkste!

Auftritt Typ 1, die zweite: Vortrag über Datensicherheit im Internet, nicht ohne den Hinweis, dass man ja nie wissen könne, wer beim Onlineshop alles Zugriff auf die Daten habe und was derjenige damit anfinge. Bei dem Forum sei es aber doch aufgrund der hinterlegten Daten wirklich völlig egal und ausserdem sei die Betreiberin doch vertrauenswürdig. Aber es müsse ja immer jemand mit dem erhobenen Zeigefinger kommen. Wegen solcher Unterstellungen wäre es kein Wunder, dass das Forum geschlossen werde etc.pp.

Benutzerin 1 macht nochmal klar, dass sie doch lediglich gefragt habe, was mit den Daten geschehe und wehrt sich – als einzige immer noch sehr sachlich – gegen die Unterstellungen den Untergang des Forums betreffend.

Typ 2 betritt die Bühne, regt sich furchtbar über den Kindergarten auf, der herrsche, wird persönlich. Die Unterstellungen, die er alle in Richtung Benutzerin 1 loslässt, kann man gar nicht alle aufzählen.

Spätestens seit ich das gelesen habe, komme ich aus dem Wundern echt nicht mehr raus.

Da ist eine Frau, die eine mMn durchaus legitime Frage stellt und in der Folge von mehreren erwachsenen Menschen verbal zerfleischt wird.

Ich hab keine Ahnung, ob es da eine Vorgeschichte gibt, dass die alle so allergisch aufeinander reagieren, aber ich bin echt fassungslos. Ich hätte das genauso sein können, die so ’ne simple Frage stellt. Ohne Hintergedanken oder Unterstellung, einfach aus dem Interesse raus oder dem Bedürfnis eine Bestätigung einer ohnehin angenommenen Prozedur zu bekommen.

Mir passiert das auch immer mal wieder, dass ich auf Menschen treffe, von denen ich mich völlig falsch eingeschätzt fühle und manchmal denke ich, dass es Geradlinigkeit ist, mit der heutzutage viele nichts anfangen können. Ich sage was ich denke oder schweige, wenn ich’s nicht sagen will. Ich lüge nicht. Ist mir viel zu anstrengend. Und meistens sage ich das auch auf direktem Weg, ohne Verklausulierung oder ohne eigentlich ja das Gegenteil von dem zu meinen, was ich sage. Trotzdem merke ich, wie häufig bei einigen Menschen etwas völlig anderes ankommt als das, was ich gesagt habe und ich frage mich, was mit der Information unterwegs passiert ist. Natürlich ist mir klar, dass der tatsächliche Wortlaut einer Kommunikation nur die Spitze des Eisbergs dessen ist, was an Information transportiert wird. Aber so ganz ausser Acht lassen sollte man ihn doch trotzdem nicht.

Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass es Menschen sind, die selber dazu neigen, sich nicht klar auszudrücken, drumrumzureden und was anderes zu sagen, als sie tatsächlich meinen, die dann auch anderen unterstellen, was ganz anderes gemeint zu haben als diese anderen gesagt haben. Ist das vielleicht einfach so unvorstellbar, dass es Leute gibt, die direkt und ohne was anderes zu meinen kommunizieren?

Und wie kommt man aus dem Dilemma raus, wenn man einer der Menschen ist, die direkt gerade raus sind? Darauf, dass die anderen anfangen, das zu hören und zu verstehen, was man gesagt hat, kann man sich ja nicht verlassen. Mehr als die Wahrheit offen heraus kann man aber nunmal auch nicht sagen. Muss man also anfangen, seine Gedanken zu verklausulieren und zwischen den Zeilen zu reden, damit man überhaupt verstanden wird? Und wie zur Hölle macht man das, wenn man’s gewohnt ist, offen zu sein?

Mir tat Frau 1 wirklich leid. Ich konnte das gut nachfühlen. Machtlos gegen eine Wand reden, weil einfach nicht das ankommt, was man sagt. Den Kindergarten beobachten, den eigentlich nur die veranstalten, die es als Kindergarten bezeichnen.

Echt schräg.

Eingemischt habe ich mich nicht, wie ich auch sonst nicht viel da gesagt habe. Eben, weil manche der Leute dort so offensichtliches Talent haben, einem das Wort im Mund rumzudrehen und Dinge zu interpretieren und unterstellen, die nicht da sind. Eine PN habe ich ihr trotzdem geschrieben. Manchmal, wenn man sich fragt, ob man selber spinnt oder die anderen, ist es ja hilfreich, wenn einem jemand sagt, dass es die anderen sind und dass irgendjemand verstanden hat, dass eine simple Frage manchmal wirklich nur eine simple Frage ist.

Katja

Weihnachtlicher Backwahn: Finale – Oho!

Geschafft! Ich glaube, so einen Backmarathon habe ich noch nie hingelegt. In den meisten Jahren habe ich – falls ich denn überhaupt Plätzchen gebacken habe – vorher für 3, 4 Sorten Zutaten besorgt (oder auch einfach planlos Kram eingekauft, den man üblicherweise so beim Plätzchen backen brauchen kann, was natürlich nie der war, den ich in der jeweiligen Situation hätte brauchen können), nur um dann nach dem Backen von spätestens 2 Sorten keine Lust mehr zu haben.

Dieses Jahr habe ich die Zutaten für die ersten beiden Sorten besorgt, den Kram verarbeitet und dann weitere Dinge eingekauft. Lustigerweise hat das besser funktioniert, obwohl ich mich dafür häufiger durch die Läden kämpfen musste. OK, vielleicht habe ich auch einfach mittlerweile mehr Selbstdisziplin über Planungen herauszukommen. :mrgreen:

Den Marzipan-Nougat-Pralinen und den Schokokeksen folgten also noch:

Vanillekipferl (ich bin ja der festen Überzeugung, dass es ohne die eigentlich gar nicht Weihnachten werden kann):

Vanillekipferl

Das Rezept stammt von meiner Oma. Ich habe vor Jahren zum Glück ihr handgeschriebenes Rezeptbuch in Sicherheit gebracht. Teilweise kann ich das nicht mal lesen, weil da noch Rezepte von meiner Uroma drin sin – in altdeutscher Schrift.

560 g Mehl
160 g Zucker (ich nehme nur 130 – 140 Gramm und dafür noch 2 Tütchen Vanillezucker)
400 g Butter
200 g gemahlene Mandeln
das Mark aus 1 bis 2 Vanilleschoten

Puderzucker und viel Vanillezucker zum Wenden

Die Zutaten (bis auf Puder- und Vanillezucker) zu einem glatten Teig verkneten und für eine Stunde kühl stellen. Eine Rolle formen, davon Stücke abschneiden und die typische Kipferlform formen.

Den Puderzucker sieben und mit dem Vanillezucker vermischen. Man braucht relativ viel Zucker. Wird aber nicht zu süß, weil ja im Teig kaum welcher drin ist. Ich mische immer im Verhältnis 1 – 2 Tütchen Vanillezucker auf 1 TL Puderzucker.

Ca. 15 Minuten bei 175°C backen, kurz (1-2 Minuten, damit sie nicht mehr so sehr zerbrechlich sind) auf dem Blech ruhen lassen und vorsichtig, noch möglichst heiss in dem Zuckergemisch wenden. Zügig arbeiten, denn wenn die Kipferl zu kühl sind, haftet der Zucker nicht mehr so gut.

Amarettokugeln

Amarettokugeln

Eigentlich ist das ein Rezept für Rumkugeln, aber da Amaretto dramatisch leckerer ist als Rum, werden’s bei mir immer Amarettokugeln.

5 EL Kokosfett
5 EL Puderzucker
5 EL Kakao
100 g gemahlene Mandeln
ca. 4 – 5 EL Amaretto
gemahlene Mandeln, Haselnüsse, Kakao oder Schokosteusel zum Wälzen

Das Kokosfett bei niedriger Hitze im Topf schmelzen, den gesiebten Puderzucker und gesiebten Kakao reinrühren. Die gemahlenen Mandeln ebenfalls unterrühren. Amaretto rein und für mind. eine Stunde in den Kühlschrank damit. Mit einem Löffel Teile der Masse abtrennen, Kugeln daraus formen und in den Nüssen oder Schokostreusseln wälzen.

Dann nochmal über Nacht in den Kühlschrank, damit die Kugeln fest genug werden. Probieren lohnt sich auch frühestens am nächsten Tag, die müssen erst gut durchziehen.

(Das ursprüngliche Rezept hatte ich mal aus der Weihnachtlichen Tupper-Bäckerei, dort kommen eben Rum (davon nur 2 EL) und zusätzlich noch ein EL Dosenmilch rein. Die habe ich nie im Haus und ersetze sie einfach durch mehr Alkohol. 😀

Kokosmakronenflundern

Kokosmakronen

3 Eiweiss
200 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
250 g Kokosraspeln
5 EL Eierlikör
Oblaten

Die Eiweiss zu Schnee schlagen und den Zucker langsam einrieseln lassen. Kokosraspeln (ich hatte nur eine Tüte à 200 g und hab stattdessen noch meine restlichen angebrochenen geriebenen Haselnüsse aufgebraucht) und Eierlikör unterheben. Masse mit 2 Teelöffeln auf die Oblaten häufen und ca. 15 Min bei 175°C backen.

Falls irgendjemand einen Tipp hat, wie man es schafft, dass Kokosmakronen nicht beim Backen zerlaufen, wäre ich echt dankbar. Bei mir kommt am Ende immer eher eine geschlossene Masse auf dem Blech raus als dass man die einzelnen Makronen erkennen könnte. Folglich sind die auch ein bisschen ausgefranst an den Rändern vom wieder auseinanderzupfen. Tut geschmacklich aber keinen Abbruch. Nur den Eierlikör kann man nicht so wirklich rausschmecken.

An der Stelle wollte ich eigentlich aufhören zu backen, hätte ich da nicht noch die 3 Eigelb rumstehen gehabt. Und auch noch angebrochene Schokoglasur. Weil ich keine Lust hatte noch nach einem Rezept zu suchen, wo ich beides verarbeiten kann, habe ich improvisiert und meinen 1, 2, 3 Mürbeteig ein bisschen abgewandelt.

Vanilleplätzchen

Vanilleplätzchen

Das Originalmürbeteigrezept lautet:

1, 2, 3 zum feinen Mürbeteig, 1 Teil Zucker, 2 Teile Fett (Butter), 3 Teile Mehl. Seitdem ich das mal irgendwo gefunden hatte, gelingt mir der immer. Vorher hatte ich furchtbar komplizierte Rezepte, die nie so richtig funktionierten. Und den kann man sich einfach merken und muss nicht immer nachschlagen. Ausserdem gehört natürlich eine Prise Salz rein und ich habe die 3 Eigelb untergeknetet. Und für den Geschmack das Mark einer Vanilleschote. Schmecken aber sicherlich auch gut mit einem Schuss Zitronensaft und abgeriebener Zitronenschale.

Das ganze zu einem glatten Teig verkneten und für eine Stunde kühl stellen. Danach nochmal kneten bis der Teig wieder weich und geschmeidig ist und mit viel Mehl (da braucht’s einiges, damit er nicht zu bröselig und zerbrechlich ist) ausrollen und Plätzchen ausstechen. Einfacher und sinnvoller wäre sicherlich gewesen einfach Rollen zu formen und runde Plätzchen draus zu machen, aber ich wollte so gerne meine neuen Ausstechförmchen testen.

Die Plätzchen für 8 – 12 Min bei 160 – 180°C backen. Genauer kann ich das leider nicht angeben, weil ich gestern ordentlich rumprobieren musste. Das erste Blech ist mir auch zu dunkel geworden. Die müssen unbedingt aus dem Ofen bevor sie Farbe bekommen. Mehr als ganz hellbraune Spitzen sollten sie nicht haben, sonst schmecken sie sehr schnell verbrannt. Also unbedingt während des Backens im Auge behalten!

Falls jemand Lust hat, was davon nachzubacken: Viel Spaß!

Hier nochmal die komplette Sammlung auf einen Streich:

Katja