Neulich in der 30er-Rechts-vor-Links-Zone

Liebe Busfahrer, liebe LKW-Fahrer,

ich weiss, ich hab damals™ in der Fahrschule nicht so besonders gut aufgepasst als durchgenommen wurde, dass das Recht des Stärkeren immer vor der Rechts-vor-Links-Regel greift. Trotzdem, so finde ich, habe ich mich ganz gut in diese Praxis eingefügt und nehme, fast ohne zu Maulen hin, dass ihr immer zuerst dran seid. Ich bemühe mich auch wirklich, rücksichtsvoll und vorausschauend zu fahren, bin ja nicht auf Krawall aus. Erst recht bei so ’nem mistwettrigen Nebel wie heute.

Wenn ich aber nun schonmal halb in der Kreuzung drin stehe, wäre es wirklich freundlich von euch, wenn ihr nicht in so ’nem Affenzahn und ohne Abzubremsen auf mich zurasen würdet, dass ich’s kaum schaffe, aus dem Weg zu fahren. Ehrlich. Ich werde dann nämlich immer ganz blass. Und die letzte Urlaubsbräune hat ohnehin bei dem Wetter Schwierigkeiten sich noch zu zeigen.

Ergebensten Dank für euer Verständnis!

Katja (zurück vom Einkaufen und verdammt blass um die Nase. Ufff!)

Stöckchen über’s Bloggen

Bei Rüdiger lag ein Gehölz rum, das ich eingesammelt habe und hier beantworten mag:

1. Warum bloggst du?

Vor Jahren habe ich viel geschrieben, meine Gedanken zu Papier gebracht, meine Texte teils auch im Web verwurstet und das stets als Erleichterung empfunden. Von Anfang 2008 an, hatte ich das Gefühl, dringend wieder meinen Kopf aufräumen zu müssen. Klarheit im Denken, Aufdröseln von Gedankenspiralen dadurch, die Gedanken in Worte fassen zu müssen, um sie aufzuschreiben. Ein Blog erschien mir logisch, weil es eine komfortable Technik bietet, die Gedanken einfach wiederauffindbar festzuhalten. Nachdem mir die Idee fast ein halbes Jahr im Kopf rumspukte und ich mich nicht traute, passierte im Sommer 2008 ganz viel und ich habe den Schwung von aussen genutzt, um auch endlich das Schreiben-Projekt in Angriff zu nehmen. Damals war ich freilich sicher, dass es ohnehin nie mehr als drei Beiträge würden.

Aber über die Zeit habe ich gemerkt, wie sehr es mich in meiner Entwicklung voranbringt, Dinge aufzuschreiben. Ich war seit ich zurückdenken kann immer Grüblerin. Wenn ich Gedanken aufschreibe, habe ich das Gefühl, sie nicht mehr ständig im Kopf wälzen zu müssen. Sie bleiben mir ja schließlich erhalten. Stattdessen kann ich sie etwas sacken lassen und später mit ein wenig Abstand nochmal draufschauen. Dann ergeben sich häufig noch ganz andere Aspekte an der gleichen Sache.

Also kurz und in einem Satz: Für mich und mein Seelenheil. 🙂

2. Warum lesen deine Leser dein Blog?

Das müsstet eigentlich ihr da, die ihr hier lest, beantworten.
Ich bin hier nicht sonderlich witzig, schlagfertig oder originell und mir passieren keine dollen, abgedrehten Geschichten, über die ich berichten könnte. Das ist auch gar nicht mein Anspruch, das können andere viel origineller, schlagfertiger und witziger.
Gelegentlich lese ich bei Anke Gröner; neben einigen wirklich guten Artikeln bin ich damals vor allem ihres Headerspruchs wegen dort hängen geblieben: Blog like nobody’s watching.
Das tue ich hier (fast immer) und vielleicht mögt ihr deswegen hier lesen, weil ich echt bin? *unsicher guck*

3. Welches war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf deine Seite kam?

nussmäuschen, wie fast alle Suchanfragen, die überhaupt hier landen. Ob ich drüber grinsen oder den Kopf schütteln soll, dass sich fast ausschließlich Leute auf der Suche nach was Witzigem hierher verirren, wo das ja nun nicht gerade mein Spezialgebiet ist, weiss ich immer noch nicht. Das Wort mag ich aber immer noch. :mrgreen:

4. Welcher deiner Blogbeiträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

Da ich die Gedanken hier in erster Linie für mich selber aufschreibe, ist Aufmerksamkeit nicht mein primäres Anliegen. 🙂

Ich nehme aber stattdessen auch mal Rüdigers 4.1. Welcher Beitrag hat dir bisher am meisten bedeutet? mit rein, weil es einen Beitrag gibt, der mir wichtiger ist als alle anderen und den ich explizit geschrieben habe, damit er gelesen wird und nicht nur für mich:  Raus ins Licht

5. Dein aktuelles Lieblingsblog:

Isch abe gaa keine äschtä Lieblingsblog. Ich lese vor allem dort gerne, wo der Mensch hinter der Maschine mir die Chance gibt, ihn stückchenweise durch seine Beiträge kennenzulernen. Ich sehe bei vielen Blogs die einzelnen Beiträge als Puzzlestückchen, die nach und nach ein immer vollständigeres Bild eines Menschen liefern. Das finde ich spannend und faszinierend. Persönliche Themen sprechen mich meist (aber nicht zwingend) mehr an als Betrachtungen, Kommentierungen des aktuellen Weltgeschehens. Aber auch dazu lese ich einige Blogs. Ich lese auch gerne gelegentlich bei den Obercoolen, die witzige pointierte Geschichten erzählen können. Die üben auf mich aber nicht so eine Faszination aus, wie ein möglichst authentisches Blog, wo man auch die Ecken und Kanten des Menschen dahinter mitbekommt.

6. Welches Blog hast du zuletzt gelesen?

Gelesen: bei Rüdiger den Stöckchen-Beitrag und angefangen zu antworten.
Gehört:  in der Zwischenzeit noch den heutigen Guten Morgen Beitrag auf Spreeblick.

7. Wieviele Feeds hast du abonniert?

Ich hab die gerade gezählt, weil ich nicht weiss, wo man das bei meinem Feedreader sehen kann. 😯

80 Feeds, davon 38 Blogs. Ufff. Mehr als ich dachte.

Wer mag, bediene sich und nehme das Stöckchen mit nach Hause. 🙂

Katja