Shalala!

Nach etwa 10 Jahren Konzertabstinenz war ich bei einem Auftritt einer meiner absoluten Lieblingsbands – beim großartigen Mark Gillespie, dessen grandiose Tonträger nur von seinen noch viel grandioseren Liveauftritten getoppt werden. Dieser Mann gehört einfach auf eine Bühne. Oder auf die Straße. Dort – also in der Straßenmusik – liegen seine Wurzeln und dorthin kehrt er auch immer wieder mal zurück. So genial unverkrampft, so echt und authentisch, ein solcher Meister der Improvisation, ihn live zu hören ist ein unglaublicher Genuss und ich bin energiegeladen wie lange nicht mehr nach Hause gekommen, viel zu zappelig um schlafen zu können, obwohl ich morgen in aller Frühe raus muss.

Über 2 Stunden hat Mark gespielt – teils mit der kompletten Band, teils nur mit seiner Loop-Maschine (herrlich!) und Thomas Drost (wow!) an der Flöte. Das Shalala von früher ist zum Teil einem Boomtschakka gewichen, die neueren Sachen haben weniger Leichtigkeit, da muss ich mich im Gegensatz zu den früheren Scheiben, die direkt Einzug ins Ohr gehalten haben, erst reinhören. Das Schlagzeug hat eine größere Rolle als früher, so kommt es mir vor. Aber gerade das macht den Reiz aus, die Musik und Mark wirken reifer als vor 10 Jahren.

Schön. Schön. Schön. Ich sitze hier breit grinsend mit 2 neuen CDs.

Wer die Möglichkeit hat, sich Mark Gillespie live anzuhören: Nix wie hin!

Katja