Mir lasse de Dom in Kölle

…auch wenn mir das gestern nicht so leicht fiel und ich den schon am liebsten hätte einpacken lassen um ihn für den heimischen Garten mitzunehmen. Einfach schön. Riesig. Beeindruckend.

Ich mag die großen katholischen Kirchen – so lange kein Gottesdienst drin stattfindet. Hinsetzen. Zur Ruhe kommen. Tief durchatmen. Drüber nachdenken, wie das mit der höheren Macht so ist. Irgendwie bin ich ja schon ein gläubiger Mensch (insofern ich daran glaube, dass es etwas gibt, größer ist als das, was ich zu verstehen in der Lage bin; insofern, dass etwas so großartiges wie Leben nicht einfach aus nichts kommen kann, zumindest nicht beseeltes Leben), wenn auch kein religiöser.  Ich mag die Ruhe von Kirchen. Ich mag es, so winzig wie ich bin, durch so ein riesiges Gebäude zu laufen, mit meinen Gedanken ganz alleine, mag das Gefühl, dass all die Alltagshektik vor der Tür Halt macht und keinen Zutritt hat.

Wenn, ja wenn, große Kirchen denn noch ein Ort der Ruhe wären. Unglaublich, wieviele Menschen da laut lärmend durchhetzen, ins Handy „ja, wir sind gerade im Kölner Dom unterwegs…“ brüllend, ihren Homies „er so…. und dann ich so….“-Geschichten erzählend, dass man meint, in einem Einkaufszentrum zu sein und nicht in einer Kirche. Manchmal fühle ich mich wirklich wie auf ’nem fremden Stern ausgesetzt…

Neben drei Stunden Guckens und Staunens hatte der Ausflug nach Köln noch meinen ersten Starbuckskaffee ever (Mjam!) zu bieten, eine neue Tasse (vom Dom) für meine Tassensammlung (Ich brauche mehr Schrankplatz! *soifz*), eine neue Kaugummisorte (Wrigleys Extra Mango Melone! Auch mjam!) und über eine Stunde Stau auf dem Rückweg. Schön war’s (bis auf den Stau)!

Katja

3 Kommentare zu “Mir lasse de Dom in Kölle

  1. Kirchen in der Größenordnung wie der Kölner Dom haben etwas unangenehm Respekteinflössendes, es sein denn man hat einen Neutralisator in Form eines elektronischen Kommunikationsgerätes parat. 🙂

    Bei kleineres Kirchen lässt es sich wie ich finde leichter genießen, irgendwie auch gemütlicher, trotz der immer währenden Fußkälte in dem Haus. Gerne empfehle ich Dir also eine kleine schnuckelige Kirche in der Mainzer Altstadt, genauer in der der Augustiner-Strasse (http://is.gd/4gWca und http://is.gd/4gWdw und http://de.wikipedia.org/wiki/Augustinerkirche_%28Mainz%29). Es ist zwar mitunter recht belebt dort, aber keiner hat ein Handy am Ohr oder labert dummes Zeug, man sitzt einfach nur da und lässt alles auf sich wirken, in Ruhe und Frieden.

    • Danke für den Tipp! 🙂 Die werde ich mir sicher mal anschauen.
      Dass der Grad des Geplappers an der Größe der Kirche hängt, war mir gar nicht so bewusst, aber damit hast du wirklich recht. Ich mag an großen Kirchen gerade das Respekteinflössende, das lässt mich innehalten. Ich wohnte bis vor 2,5 Jahren in der Nähe von Gießen und war gelegentlich mal in Marburg in der Elisabethenkirche, da habe ich solche Erfahrungen nie gemacht und auch im Wormser Dom ging es viel ruhiger zu als ich letztes Jahr dort war.
      Natürlich wird der Dom von den meisten als Touristenattraktion wahrgenommen und ich bin ja Sonntag auch eigens 200 km zur „Besichtigung“ hingefahren, trotzdem mutet es für mich seltsam an, wenn man beim Besuch so völlig ausblendet, dass das Besichtigungsobjekt nebenbei auch noch eine Kirche ist. Oh je, ich fühle mich gerade furchtbar altmodisch. 😀
      Im Urlaub hoffe ich, mir die drittgrößte Kirche der Welt anschauen zu können. Ich bin sehr gespannt darauf, ob’s dort ruhiger sein wird.

  2. Pingback: Wenn einer eine Reise tut (2) « Gedankensprünge

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