Rückenwind

Wenn ich merke, ich bin knapp davor wieder mal in ein Loch zu fallen, gibt mir dieser Song ganz oft Auftrieb, den nötigen Ruck, den ich dann brauche, um die Schultern zu straffen und den Kopf hoch zu halten.

Wundermedizin Musik.

Hat heute wieder mal herrlich funktioniert. Seit heute Früh hab ich das Lied jetzt wohl ein Dutzend mal gehört. Immer wieder zwischendrin. Die Schultern sind hinten und es geht mir besser als die ganze letzte Woche, in der ich schon befürchtet habe, dass das Herbstmonster mich umschubst. Ich hasse es, so vom Wetter und den Jahreszeiten abhängig zu sein in meinen Stimmungen. Dieses Jahr will werde ich erst gar nicht so tief fallen. So!

Katja

Urlaubsfeeling

Herrlich! Meine Wohnung duftet gerade wie ein südländischer Bazar und ich kann gar nicht tief genug einatmen um den Geruch möglichst umfassend aufzusaugen.

Dass es so duftet hab ich mir jetzt aber auch hart erkämpft. Nachdem ich das seit Wochen immer und immer wieder vor mir hergeschoben habe und zum Dank bei fast jedem Türöffnen mit einem haarscharf meinen Kopf treffenden oder daran vorbeisegelnden Gewürzgläschen belohnt wurde, habe ich mich endlich des Chaos in meinem Gewürzschrank angenommen.

Meine Mutter kochte fast ausschließlich mit irgendwelchem Tütenzeug, vor allem Soßen, und was nicht aus der Tüte kam, wurde wenigstens mit Knorr Aromat gewürzt. Alles. Selbst wenn ich mir heutzutage ein Rezept von meiner Oma, die es vermutlich schon von ihrer Oma hatte, geben lasse, taucht in der Version meiner Mutter Aromat mit auf. Ansonsten benutzt sie kaum mehr als Pfeffer, Salz und gelegentlich Muskat.

Mittlerweile vertrage ich (zum Glück) Natriumglutamat äusserst schlecht und bekomme direkt Magenschmerzen, wenn ich zuviel davon erwische. Traurig macht mich das höchstens, weil ein Besuch beim Chinesen quasi immer zu Bauchweh führt und ich deswegen darauf verzichte. Und auch ansonsten grenzt es häufig an Glücksspiel, in Restaurants Soßen zu essen. Auszeichnungspflicht? Juckt die wenigsten. In Speisekarten taucht das so gut wie nie auf. Mein Magen beharrt aber oft genug drauf, dass welches drin war.

Selber kochen mochte ich noch nie mit dem Zeug. Wenn ohnehin alles durch den Geschmacksverstärker gleich schmeckt, könnte ich mir das Kochen auch direkt sparen. Als ich also irgendwann anfing zu kochen, habe ich ruckzuck alle Tüten und Päckchen und Fertiggerichte in die Verbannung geschickt und angefangen rumzuexperimentieren. Nach Rezept koche ich fast nur, wenn ich in Erinnerungen schwelgend, ein Gericht meiner Oma nachkoche, ansonsten probiere ich rum – speziell mit Gewürzen. Und dann sammelt sich eben einiges an. Erstaunliche 38 Kräuter und Gewürze sind nach dem Aufräumen und Ausmisten übrig geblieben, die sicherlich in kürzester Zeit in meinem beeindruckend ordentlichen Schrank ganz alleine und ohne mein Zutun wieder ein heilloses Chaos anrichten werden. Genau. Südländisches Temperament und so. Immerhin sind da so Dinge wie Pul Biber mit dabei. Dass ich mit so vielen verschiedenen Gewürzen würze, hätte ich nie gedacht. Denn übrig geblieben sind nur die, die ich auch benutze. Geschmacksverstärkerfrei.

Als ob jemand, der die Wohnung so zum duften bringt, Geschmacksverstärker bräuchte. Was kann denn den Geschmack grandioser verstärken als Gewürze?

Katja (Gewürzfee)

Wenn Unternehmen twittern

Ich weiss schon, wieso ich mir Twitter – zumindest bisher – so gut verkneifen kann. 😀

Das kann nämlich ganz schnell kompliziert und aufwändig werden. Zum Beispiel, wenn Unternehmen twittern.

(via: Internet. Ich weiss leider nicht mehr, wo ich über den Link gestolpert bin.)