Guter Start

Morgens in die Küche schlurfen um ’nen Kaffee zu kochen. Im Flur über eine Postkarte stolpern (nicht wörtlich), die der Postbote vermutlich bei den Nachbarn eingeworfen hatte und diese unter der Wohnungstür durchgeschoben haben. Lesend und lächelnd in der Küche ankommen. Was kann an so ’nem Tag schon noch schiefgehen?

Danke an den Absender! 🙂

Katja

Wachbleibsel 5

Eigentlich sind die ja schon seit über 4 Wochen fast fertig. Aber leider waren sie das nur fast. Das Fäden vernähen fehlte nämlich noch. 20! 10 pro Socke. Jauuul!

Heute kommt die Mama des Besitzers der Größe 31 Füße zu Besuch. Da konnte ich mich nicht mehr länger davor drücken die Fäden endlich mal zu vernähen. Ätzend.

Ausserdem hat sich das mit meiner hier geäusserten Freude, dass ich meine Wollvorräte endlich mal klein bekomme aufgrund akuter Anfälle von Kaufwut beim Anblick von Sockenwolle in den letzten Wochen ordentlich erledigt. Vermutlich aus der tiefsitzenden unbewussten Urangst, die Wolle könnte knapp werden. 😀
Zumindest sind so die kalten Winterabende gesichert. Also kalt wären die wohl eh, aber Stricken hat ja dann doch ein wenig was heimeliges. Zumindest mit ’nem heissen Tee vor der Nase.

Katja

Herbstdepri

Manchmal sollte man einfach im Bett bleiben und sich die Decke über’n Kopf ziehen.

Ich weiss nicht mal, ob’s Vernunft oder was auch immer sonst ist, es heute nicht zu tun. Irgendwie traue ich mich gerade nicht, mir Traurigkeit zuzugestehen. Zu groß ist die Angst vor dem Fall, wenn ich nicht direkt die Schultern straffe und mich aufrappele, so schwer es auch fällt. Herbst. Definitiv nicht meine Jahreszeit. Irgendwie muss es doch möglich sein, die Abhängigkeit von Helligkeit und Sonnenschein mal hinter mir zu lassen. Zu wissen, dass es an der Dunkelheit liegt, bewahrt mich nicht vor der Wirkung. *soifz*

Katja

Dreitausenddreihundertdreiunddreissig

Erwähnte ich schonmal, dass die 3 meine Lieblings- und Glückszahl ist?

Katja hat am 20. Dezember 2008 um 17:00 Uhr aufgehört zu rauchen,
ist damit schon 277 Tage 19 Stunden 45 Minuten 13 Sekunden rauchfrei,
hat in dieser Zeit
3.333 Zigaretten nicht geraucht, 399,96 Euro gespart
3,33 Gramm Nikotin und 43 Gramm Teer den Lungen erspart und insgesamt
11 Tage 13 Stunden 45 Minuten RauchFrei-Zeit gewonnen.

Mehr SWR3 RauchFrei unter http://www.SWR3.de/rauchfrei

Die Rauchfreizeit ist allerdings das wirklich Spannende. Bei nur 5 Minuten pro Zigarette (was vermutlich um einiges unter dem tatsächlichen Wert incl. selber Drehens, im Winter in warme Klamotten Wickelns und Rausgehens liegt) habe ich schon 11 Tage gewonnen? WTF? Und das auch nur, wenn ich 24 Stunden am Stück geraucht hätte und nichts anderes getan. Wäre Rauchen ein 8 Stunden-pro-Tag-Job, wären das schon über 34 Tage. Ein ganzer Monat 8 Stunden / Tag. Bei neun Monaten, die ich jetzt nicht mehr rauche. Ufff.

Als ich mir diesen Wert zum ersten Mal bewusst auf der Zunge zergehen ließ, hat mich am meisten erschreckt, dass ich das so überhaupt nicht in meiner Wahrnehmung auf der Rechnung hatte. Also nicht mal in den ausgeblendeten Winkeln, in die ich die Gesundheitsschädigung zB verdrängt hatte. Klar Rauchen ist teuer. Klar Rauchen schadet der Gesundheit. Aber bitte? Rauchen ist so ein „Zeitdieb“?

Bei 12 Zigaretten, die ich zuletzt in etwa am Tag geraucht habe (es waren mal jahrelang 30-50) und bei nur 5 Minuten pro Kippe war das eine komplette Stunde am Tag, die flöten gegangen ist. Und da ich nur noch draussen geraucht habe, habe ich auch fast nie nur so nebenbei geraucht und kann mich nicht mal damit rausreden, dass ich multitaskingmäßig ja noch irgendwas nebenbei gemacht habe und die Zeit also gar nicht für’s Rauchen verschwendet war.

Katja

Anti-Prokrastinationsmemo an mich

Unangenehme Dinge erledigen sich quasi nie von selber.
Sonst wären meine Fenster seit Monaten strahlend sauber und man könnte nicht nur ahnen, sondern auch sehen, dass die Welt da draussen ordentlich bunt ist.

Unangenehme Dinge selber zu erledigen fühlt sich jedes Mal sehr viel besser an als das ewige vor-mir-herschieben. Irgendwann wird das auch in meinem Kopf haften bleiben und dazu führen, dass ich erst gar nicht mehr so viel aufschiebe. Bestimmt!
Dass die Fenster jetzt sauber sind, ist eigentlich fast egal. Das tritt in den Hintergrund hinter dem guten Gefühl, den inneren Schweinehund wieder mal besiegt zu haben.

Goil, wenn dann auch noch dieses coole Gefühl und ein heisser Kaffee die Belohnungszigarette verlustgefühlfrei ersetzen. Mal ganz zu schweigen von den 4, 5, 6, 7,… Kippen, die ich früher bei so einer unangenehmen Tätigkeit zwischendrin geraucht hätte und die das Fertigwerden unglaublich verzögert hätten, was ich aber selbstredend nicht den ewigen Kippenpausen sondern den fiesen vielen Fenstern zugeschrieben hätte.

Katja (Motivationsfee)

Kevin ist kein Name

Auffällig schlecht bewerten die Lehrer die Namen Chantal, Justin, Dennis, Marvin und Jaquelin. Doch die Höchststrafe für Kinder lautet nach Ansicht der Grundschulpädagogen Kevin. Er führt die Rangliste der unbeliebten Namen an, gilt als verhaltensauffällig und leistungsschwach. Eine befragte Lehrerin kommentierte: „Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose.“

(Quelle: Spiegel Online)

Ich hab’s ja immer geahnt, dass es nahe an Körperverletzung herankommt, seine Kinder mit Namen wie Tschantall und Schackeline zu bestrafen…

Wie der Vorname von Kindern die Wahrnehmung und Erwartungshaltung ihrer Grundschullehrer beeinflusst, hat eine Lehramtsabsolventin der Uni Oldenburg in ihrer Masterarbeit erörtert und SPON hat hier darüber berichtet:

„Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose.“

Landei

Eigentlich bin ich ja bekennendes Landei und wohne wirklich gerne auf’m Dorf (offiziell ist das hier zwar Stadt, aber selbst meinem Empfinden nach ist es mehr Dorf als Stadt). Ich würde nur sehr ungerne in einer (größeren) Stadt leben…

In Momenten, wo ich überlege, dass es sich nicht lohnt, die etwa 20 km zu meinem Lieblingsgemüsetürken zu fahren nur um frischen Rosmarin zu kaufen – nicht (nur) weil es dort besonders tollen gäbe, sondern weil ich noch nicht dahinter gekommen bin, wo ich in der Gegend näher welchen kaufen könnte – nervt es dann schon gelegentlich sein Lager im Off aufgeschlagen zu haben.

Katja, die im Namen ihres Knoblauchhuhnes, das viel lieber frischen als getrockneten Rosmarin hätte, darauf hofft, dass der örtliche Baumarkt zufällig gerade Kräutertöpfe verkauft