Tausche Sucht gegen aufkommendes Selbstbewusstsein

Katja hat am 20. Dezember 2008 um 17:00 Uhr aufgehört zu rauchen,
ist damit schon 250 Tage 2 Stunden 39 Minuten 32 Sekunden rauchfrei,
hat in dieser Zeit 3.001 Zigaretten nicht geraucht, 360,12 Euro gespart
3 Gramm Nikotin und 39 Gramm Teer den Lungen erspart und insgesamt
10 Tage 10 Stunden 5 Minuten RauchFrei-Zeit gewonnen.

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250*12=3000

Als ich noch geraucht habe, habe ich nie solche Rechenexperimente gewagt, nie ausgerechnet wieviele Zigaretten ich so im Monat oder Jahr rauche und erst recht nicht, wieviel Geld ich in meinem Leben wohl verqualmt habe. Gerade als ich die beeindruckenden nicht gerauchten 3000 Kippen gesehen habe, konnte ich nicht umhin wenigstens mal grob zu überschlagen, wieviele in meinem Leben gerauchte Zigaretten dem wohl entgegenstehen. Bis vor dem Umzug vor etwas über 2 Jahren waren es statt ca. 12 pro Tag 35 bis 50 pro Tag, was mir lange Zeit nicht mal aufgefallen war, weil ich die letzten 10 Jahre nur noch selber gedreht habe. Da fehlte dann einfach die leere Schachtel als Mahnmal, die man ja eigentlich erst vor wenigen Stunden geöffnet hatte. Angebrochene Papers- und Filterpackungen hatte ich über die ganze Wohnung verteilt und ich habe überhaupt nicht drauf geachtet, wie häufig ich da was austauschen musste. Lediglich wenn ich eine neue Tabakdose aufgemacht habe, ist mir das aufgefallen. Aber das war höchstens eine pro Woche – konnte ja also quasi nicht sooo schlimm sein. Eine große (früher 200 Gramm) Dose wohlgemerkt.

Die grobe Überschlagsrechnung liefert irgendwas zwischen 200.000 und 300.000 in meinem Leben gerauchten Zigaretten. Ufff. Den Berg will ich mir dann lieber überhaupt nicht vorstellen. Nicht mal jetzt, wo keine mehr dazu kommen. Und wieviel Kohle ich dafür ausgegeben habe, will ich lieber auch gar nicht wissen. Definitiv zu viel.

Schon krass, was die Sucht mit einem macht. Vernuft wird zwar meistens überbewertet, aber ein halbes Vermögen dafür auszugeben, dass man sich gesundheitsgefährdenden Müll reinpfeift, das ist schon beachtenswert. Ich hab mir die Sinne wirklich jahrelang im wahrsten Wortsinne vernebelt.  Speziell wenn ich an meine Gedankenflucht zurückdenke, wenn das Thema Aufhören auch nur in die Nähe meines Gesichtsfeldes schwappte.

Wie herrlich ist dem gegenüber die Erkenntnis, dass es meine Entscheidung ist, zu rauchen oder eben auch nicht. Aufzuhören ist schwierig – definitiv. Aber es ist nicht unmöglich. Ich muss nicht mehr rauchen. Und schon gar nicht, wenn ich’s nicht will.

Ich bin so froh, diesen Schalter im Kopf gefunden zu haben. Coolerweise wirkt das ja eben auch in genügend anderen Ebenen meines Lebens.

Ich habe die Wahl. Ich kann das schaffen.

Tausche Sucht gegen aufkommendes Selbstbewusstsein. Yay!

Katja