(gebremster) Kickstart

Gestern hat sich der Schleier wieder mal gelichtet und mir einen deutlichen Blick auf die Diskrepanz, zwischen dem Ist-Zustand meines Lebens und dem Wunschdenken, wie ich mein Leben eigentlich gerne hätte, aufgezwungen. Das ist an sich nichts neues und holt mich für meinen Geschmack viel zu häufig ein. Zuerst verblasst dann normalerweise das "could be" wieder, und es bleiben nur ein paar Tage trauriger Erstarrung über, bevor ich wieder im "Normalzustand" (=Ist-Zustand + Schleier) ankomme.

Dass es dieses Mal anders ist, ist mir heute Morgen beim Aufstehen klar geworden, als ich immer noch das "could be", wie durch zuviel Sonne in die Netzhaut eingebrannt, vor Augen hatte. Und noch etwas war heute Morgen sehr deutlich spürbar: Trotz! Das jammernde, soifzende "Es wäre so schön, wenn…" hat seinen großen Bruder "Ich will!" mitgebracht, der mir direkt mit der Bemerkung "Du weisst doch ganz genau, womit du anfangen musst" ’nen Zettel auf meinem Schreibtisch unter die Nase gehalten hat. 

Da sich die Worte einfach und mein Leben beharrlich weigern, nebeneinander im gleichen Satz aufzutauchen, war es natürlich nicht mit dem einen Anruf getan, um die Dinge in Gang zu bringen.

Jetzt sitze ich also hier und warte ungeduldig auf eine Mail mit einer Liste von Telefonnummern, die es abzuklappern gilt und hoffe, dass "Ich will!" noch so lange zu Gast bleibt, bis sie eingetroffen ist.

Katja