(um und bei) 52 Bücher – Woche 1, 2, 3

Na super, bei der neuen Runde des 52-Bücher-Projektes schaffe ich es direkt am Anfang schon, den Projektstart zu verschlafen. Zum Glück ist Katrin, die zukünftige Weltherrscherin, Leiterin des Elite-Teams und beste Projektmuddi von allen in Personalunion, ganz furchtbar flauschig, was ihr Projekt angeht und wird es mir sicher nachsehen, dass ich nicht pünktlich am Start war.

Für alle, die das Projekt noch nicht kennen: 52 Wochen lang gibt Katrin aka das Fellmonsterchen auf ihrem Blog ein Thema vor (wobei man jederzeit auch Themenvorschläge beisteuern kann) und die Teilnehmer bloggen dann ein mehr oder weniger grob und um mehr oder weniger Ecken gedachtes passendes Buch zum jeweiligen Thema. Mir macht das gerade wegen des um-die-Ecke-Denkens Spaß und ohne kommt man gar nicht aus, denn manche Themen sind wirklich überaus absurd. :D

Wer also gerne liest, aber jetzt zum ersten Mal vom Projekt hört: ein Einstieg ist jederzeit noch möglich. Schaut doch einfach mal auf Katrins Projektseite vorbei. :)

Jetzt aber!

Woche 1: Was liest Du zurzeit?

Momentan lese ich Schicksal von S. G. Brown und amüsiere mich überraschend gut dabei.

Der Klappentext verrät:

Sergio ist schwer genervt – denn er ist das Schicksal und seit über 257.000 Jahren dafür zuständig, Menschen auf ihren vorbestimmten Lebensweg zu führen. Doch dann verliebt er sich in die schöne Sara. Zugegeben, das ist ein Verstoß gegen das oberste Gesetz seines Arbeitgebers – aber Jerry (auch bekannt als Gott, der Allmächtige) wird davon in seinem Büro am anderen Ende des Universums sicher nichts mitbekommen. Das stellt sich bald als folgenschwere Fehleinschätzung heraus…

Meistens tue ich mir ja schwer mit Büchern, die lustig sein sollen, die Bibel nach Biff zB, die viele schreiend komisch finden, fand ich geht so. Von Schicksal habe ich jetzt ungefähr ein Viertel gelesen und bisher gefällt mir das wirklich gut.

Ein, zwei Zitate, damit ihr eine Vorstellung vom Stil bekommen könnt:

Faulheit rutscht noch tiefer auf seinen Sessel. “Was läuft bei dir, Sergio?”
“So weit nichts Neues”, sage ich. “Ich schaue dabei zu, wie die Menschen schlechte Entscheidungen treffen – je nachdem, was ihr ihnen an Knüppeln zwischen die Beine werft. Und dann weise ich ihnen daraufhin ihr neues suboptimales Schicksal zu.”
Die Frau am Nebentisch wirft mir einen zweifelnden Blick zu. Vermutlich glaubt sie, ich hätte nicht mehr alle Tassen im Schrank. Die muss gerade reden! In neun Jahren wird sie ihren Ex-Mann zerstückeln und ihn an ihre drei Katzen verfüttern.

(S. G. Brown, Schicksal, Droemer, Seite 41)

Das Schicksal zu sein ist schon ein frustrierender Job, armer Sergio:

Sobald ich alle Informationen in das Programm eingegeben habe, drücke ich jedenfalls auf “Ausführen” – und los geht’s. 210 000 Schicksale meiner neugeborenen Menschen in den kosmischen Hauptrechner hochzuladen, sie zu verteilen und zuzuweisen dauert mit einem starken Übertragungssignal keine zehn Minuten.
Zugegeben, besonders sorgfältig ist dieses Vorgehen nicht. Früher habe ich jedem einzelnen Menschen sein persönliches Schicksal auf den Leib geschneidert – eben beinahe so wie ein Schneider, der einen Anzug anfertigt, der einfach perfekt passt. Habe jede Zukunft bis ins Kleinste ausgearbeitet. Schicksale zuzuweisen, das war für mich eine Kunst. Ein erlerntes Handwerk. Ein kreatives Ventil für meinen inneren Michealangelo.
Jetzt ist alles nur noch Massenware.
Schicksale von der Stange.
Zusammengesetzte Lebenswege aus dem Baukasten.
Aber es ist, wie es ist. Heute wäre ich selbst mit Hilfe meines computergenerierten Algorithmus, der die Schicksale für mich zuweist, nicht schnell genug, um mit der Nachfrage Schritt zu halten: Es ist einfach unmöglich, jedermanns Zukunft von Hand zu fertigen und mich gleichzeitig um die Schicksale zu kümmern, die ich täglich neu anpassen muss.
So oder so: Ich opfere die Qualität der Quantität.
So oder so: Ich stelle bloß eine Ware her.

(S. G. Brown, Schicksal, Droemer, Seite 51)

Chrchrchr.

*

Woche 2: Fussball-WM vorbei und nun?
Das Thema hat aga80 aka der Krötengeneral beigesteuert.

Und nun? Habe ich endlich (naja, schon etwas länger her) abends wieder mehr Zeit zum Lesen. Ich habe in der Tat bei dieser WM mehr Spiele gesehen als bei irgendeinem dieser Turniere vorher, was vielleicht auch daran lag, dass ich zum ersten mal bei einer Tipprunde mitgemacht habe und es tatsächlich spannend fand zu sehen, wie sehr ich mit meinen Tipps daneben lag. :D

Ein passendes Buch zum Thema zu finden, finde ich allerdings wirklich schwierig, aber da ich ja um 27 Ecken denken darf: Die WM war in Brasilien, das ist das einzige südamerikanische Land, in dem Portugiesisch gesprochen wird. In fast allen anderen ist Spanisch die Landessprache und ausser dem oben erwähnten “Schicksal” lese ich gerade noch ein zweites Buch, das darunter im Stapel auf meinem Nachttisch liegt, nämlich “Harry Potter y la piedra filosofal”, welches der erste Teil der Reihe auf Spanisch ist. Und immerhin spielen sie darin Quidditch, das in der Zaubererwelt ebenso beliebt ist, wie hierzulande Fußball.

Uff. Ich hoffe, das zählt unter ‘Kurve gerade nochmal gekriegt’. :D

*

Woche 3: Ein Zauberbuch … gerne auch im Sinne von: Ein zauberhaftes Buch.
Das Thema stammt von DarkJohann.

Super. Hätte ich mal vorm Schreiben von Teil 2  geguckt, welches das dritte Thema ist, hätte ich den Harry Potter nicht so leichtfertig verbraten.

Also gut. Ein Zauberbuch.

Jetzt bitte nicht auslachen, dann erzähle ich eine peinliche Geschichte aus meiner frühen Kindheit.

Als ich noch ganz klein war, hielt ich nämlich mein Sparbuch für eine Art Zauberbuch. Mit dem Konzept bargeldlosen Geldes konnte ich damals noch gar nichts anfangen und immer, wenn ich am Weltspartag den Inhalt meines gelben Porzellansparschweins (das wurde übrigens nicht zertrümmert sondern ich holte die Münzen mühsam durch Stochern im Einwurfschlitz wieder raus) zur örtlichen Raiffeisenbank brachte, dann zauberten die das dort in das Sparbuch hinein. Ich konnte es dann zwar nicht mehr sehen (waren ja keine Münzen mehr da), aber irgendwie war ich doch sicher, dass es noch irgendwo da sein musste. :D

So! Jetzt bin ich immerhin mindestens bis Sonntag, wenn es das nächste Thema gibt, auf dem aktuellen Stand! :)

Hier in der Liste sind übrigens alle Beiträge zum Projekt gesammelt. In der letzten Runde waren es über 1.000 Teilnehmerbeiträge. Mal sehen, wieviel wir in dieser Runde schaffen! Wie immer Danke an Katrin, die sich jetzt schon das dritte Jahr in Folge mit ungeheuer viel Elan und Flauschigkeit um die Organisation kümmert. <3 <3 <3

Katja

 

Huch!

Heute Abend beim Spaziergang in der Nachbarschaft einen Riesenschrecken bekommen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHoffentlich wohnt da nur ein Filmfan mit einem etwas skurrilen Humor und einer lebensgroßen Jokerfigur und es war nicht der Nachbar selber in Verkleidung. Selbst bei Vergrößerung konnte ich das leider nicht so zweifelsfrei rausfinden.

 

Ein bisschen mulmig ist mir jetzt schon. Ich glaube, ich mache heute Abend mal lieber sämtliche Rolläden runter…

Katja

Dragonfly

Die Fotos stammen noch von diesem Spaziergang und ich fand es so ungeheuer erstaunlich, dass es in dem relativ kleinen Gebiet mehrere verschiedene Libellenarten gibt, die aber alle zumindest irgendwo ein bisschen Türkis gemeinsam haben. Es wimmelte dort an allen Ecken nur so von den wunderhübschen Tieren, deren englischer Name mir ja viel besser gefällt. Dragonfly! Wie hübsch das klingt!

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Ich kann übrigens das Wort ‘Libelle’ nicht schreiben, ohne mich zuerst zu vertippen und mit Liebe anzufangen. Ich kann auch nicht Katze auf Anhieb richtig schreiben, mindestens das ‘j’ rutscht mir hinter das ‘t’ – zu vertraut sind die Bewegungsabläufe für die Finger. Kennt ihr sowas auch und habt ihr auch Worte, bei denen euch das jedes Mal passiert?

Katja

…doch du lächelst und mein Herz tut ‘n Knall…

Svü sah mein heutiges Foto in meinem Fotoblog und fragte nach (m)einem Carbonara-Rezept. Bei so einfachen Gerichten, die ich ohne genaues Rezept koche, denke ich selten daran, sie zu bloggen. Häufig dient das Rezepte-Bloggen mir dazu, Dinge, die ich neu ausprobiert habe, nicht wieder zu vergessen. Weil aber gerade nach den einfachen und vor allem schnell zu kochenden Rezepten eher gesucht wird, versuche ich mal, in Zukunft häufiger dran zu denken, sowas auch hier festzuhalten.

Für eine Carbonara braucht man:

den richtigen Soundtrack

Spaghetti bzw. Nudeln Carbonara ist ein sehr einfaches Essen mit nur wenigen Zutaten und einfacher Zubereitung. Achtet man bei den paar Zutaten auf sehr gute Qualität, kann daraus eine himmlische Soße werden.

ausser dem passenden Song im Ohr (oder Radio) braucht man, für 250 g Nudeln, in etwa:

70-100 g roher Schinken, bei mir war das ein Südtiroler Schinkenspeck
ca. 1 EL Butter
1-2 Zehen Knobi
3 frische Eier, bei mir waren’s die unfassbar guten von den glücklichen Hühnern (man schmeckt das!) des Vaters meiner Friseurin
100 ml Schlagsahne
70-100 g frisch geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer, beides frisch gemahlen

Und so geht’s:

Den Schinken klein würfeln und zusammen mit der Butter in einer ausreichend großen Pfanne (da sollen später auch die Nudeln mit reinpassen) bei mittlerer Hitze vor sich hinschmurgeln lassen und gelegentlich rühren.

Einen Topf mit Salzwasser für die Nudeln aufstellen und zum Kochen bringen. Währenddessen den Knobi schälen und klein würfeln und den Parmesan reiben. (Wer sich nicht sicher ist, ob das schnell genug geht, reibt den Käse schon, bevor das Nudelwasser auf den Herd kommt.)

In einer Schüssel Sahne, Eier, Salz, Pfeffer und die Hälfte des Parmesans gut miteinander vermischen.

Mittlerweile sollte das Nudelwasser kochen und die Nudeln kommen in den Topf. Wenn der Schinken ein bisschen angebrutzelt ist, den Knoblauch dazu geben und 1-2 Min anschwitzen. Die Herdplatte mit der Pfanne runterdrehen (bei meinem Induktionsherd auf 3 von 10) und die Eier-Sahne-Käse-Mischung über die Schinkenwürfel mit Knoblauch schütten und möglichst dauerhaft darin rühren. Dann braucht es ein kleines bisschen Fingerspitzengefühl, denn man muss die Pfanne so heiss drehen, dass die Eiersahne ein bisschen andickt, darf sie aber nicht so heiss drehen, dass Rührei daraus wird. Also lieber erst mal vorsichtig erwärmen.

Wenn die Nudeln al dente sind, abgießen, die Herdplatte mit der Soße ganz abschalten und die Nudeln tropfnass zu der Soße geben, die zweite Hälfte Parmesan ebenfalls dazu geben und tapfer weiterrühren. Spätestens jetzt sollte die Soße durch die heissen Nudeln eine schöne cremige Konsistenz bekommen.

Freuen, weil alles schon fertig ist (oder ein bisschen fluchen, weil bei so simplem Essen keine Zeit bleibt, zwischendrin die Küche aufzuräumen).

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Belladonna, ich lad’ dich jetzt zum Essen ein,
Mangiare – tu capito? Andiamo!
Asti Spumante wird es nicht g’rade sein,
Aber dafür gibt’s schon wieder mal…

Spaghetti Carbonara – e una Coca Cola

Katja

Sagt doch bitte mal…

… hört eine*r von euch zufällig Podcasts und kann mir da was empfehlen und/oder hat einen Tipp für mich, wie man sich da am besten was passendes suchen kann?

Ich bin ja eigentlich keine Freundin von Hintergrundrauschen und bei akustischen Reizen nicht gut multitaskingfähig, was zB ein Grund dafür ist, dass ich keine Hörbücher höre. Ich kann nämlich nichts nebenbei machen ausser mich ruhig irgendwohin zu setzen – sonst bekomme ich nichts mit. Und wenn ich mich ohnehin hinsetzen muss und nichts nebenbei machen kann, dann nehme ich lieber ein Buch in die Hand und lese selber.

Ausnahme von alledem bildet mein Küchengewusel. Wenn ich da eine Stunde lang rumstehe und Zeug schnibbele, läuft quasi immer das Radio respektive Musik. Mein altes Küchenradio war kaputt und zum Geburtstag habe ich ein neues Hightechdingens bekommen, das wlan-fähig ist. Ich kann damit also Internetradio hören. Oder eben anderes Gedönse aus dem Web, was mich auf die Idee brachte, es doch (noch) mal mit Podcasts zu probieren.

Ich weiss nur nicht so recht was und habe keine Erfahrung, wie man danach am besten sucht. Aber vielleicht habt ihr ja Ideen für mich? Followerpower ftw!1elf

Katja