Frisch verliebt…

…in ein Kochbuch! Die Lieblingscorina ist schuld und ich vermute, sie erträgt das breit grinsend. :mrgreen: Mehr über’s Buch demnächst, aber das erste Rezept daraus habe ich heute direkt ausprobiert und das war so gut, dass ich’s hier festhalten muss.

Es gab Bifteki mit Schafskäsefüllung und Zitronen-Thymian-Kartoffeln aus Käts Start-up Küche von Katerina Dimitriadis (mit leichten Abwandlungen von mir).

Dafür braucht man:

3 Scheiben Toastbrot
400 g gemischtes Hackfleisch
1 Zwiebel
1 Ei
1/2 Bund Minze (ich bekam keine und nahm ca. 1,5 EL getrocknete)
1/2 Bund glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

100 g Schafskäse
3 Cocktailtomaten
1/2 frische Chilischote oder ein bisschen getrocknete gemahlene
1 EL fein gehackte, glatte Petersilie

für die Kartoffeln:

ca 1 Dutzend Drillinge aus neuer Ernte (das sind die ganz kleinen Kartöffelchen)
3 EL Olivenöl
2 EL Zitronensaft
3-4 Zweige frischer Thymian
1 EL getrockneter Oregano
Salz

Und so geht’s:

Das Toastbrot für ca. 15 Min in viel kaltem Wasser einweichen. Die Kräuter waschen und zum Trocknen auf Küchenpapier legen, ebenso die Kartoffeln.

Den Schafskäse in einer kleinen Schüssel mit einer Gabel fein zerdrücken, die Cocktailtomaten waschen und in winzige Stücke schneiden, die Petersilie hacken, ebenso die Chilischote, falls man frische nimmt und dann Tomaten, 1 EL Petersilie und Chili mit dem Schafskäse vermischen.

Die Zwiebel schälen und auf einer Reibe grob raspeln. Ins Originalrezept kommen 2 Zwiebeln, ich nahm aber nur eine, weil die recht groß war. Beim nächsten Mal werde ich die aber nicht mehr reiben, sondern schneiden – da bin ich viel schneller und es gelingt besser. Zwiebeln in eine Schüssel geben, zusammen mit dem Hackfleisch, dem Ei, dem gründlich ausgedrückten Toastbrot, fein gehackter (oder getrockneter) Minze und fein gehackter Petersilie. Mit etwa 1,5 TL Salz und 3/4 TL schwarzem Pfeffer würzen. Die Masse mit den Händen gründlich durchkneten bis ein homogener Matschepamp entsteht. Dann in vier etwa gleich große Portionen teilen, daraus Kugeln formen und die direkt wieder groß und flach drücken. Je 1/4 der Schafskäsemasse daraufgeben und das Hackfleisch aussenrum zusammenklappen, sodass der Schafskäse als Füllung drin ist. Dabei das Hackfleisch gründlich verschließen. Ich hab das nicht richtig ordentlich gemacht und die Bifteki klappten im Ofen wieder ein Stückchen auf und ein Teil des Schafskäses lief dadurch aus. (Entschuldigung, die Fotos sind heute wieder mal in extralausiger Qualität!)

IMG_2216

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Bifteki in eine eingeölte Auflaufform setzen.

Die Kartoffeln längs halbieren und mit der Schnittkante nach oben in die Zwischenräume legen. Kät nimmt übrigens im Originalrezept normalgroße geschälte Kartoffeln und schneidet sie in ca. 1 cm dicke halbe Scheiben, aber gerade die Drillinge mag ich gerne mitsamt Schale essen. Und es reduziert die Arbeit ja auch nochmal ein ganzes Stück weit.

Zitronensaft mit Öl in einem Schälchen grob vermischen und mit einem Backpinsel die Kartoffeln einpinseln, sodass sie überall Öl abbekommen haben. Kartoffeln salzen (am besten frisch gemahlen), die Thymianblättchen von den Zweigen zupfen und über dem Inhalt der Form verteilen, ebenso den Oregano. Ein bisschen Wasser in die Auflaufform füllen, sodass es ca. 2 mm hoch am Boden der Form steht und für 50 min im Ofen backen.

IMG_20140414_192915

Essen aus dem Ofen holen, futtern, freuen und nach dem nächsten Rezept im Buch schielen, was man ausprobieren könnte.

IMG_2161

Liebe Kät – und natürlich Corina ♥ – vielen Dank, den habe ich! :)

Katja

Zwischen Kirchen und Kaffee, Katja entdeckt Italien #11

Kunst gucken

Vom Orsanmichele sind es nur ein paar Schritte bis zur berühmten Piazza della Signoria, lt. Wikipedia einem der berühmtesten Plätze Italiens und das will ich gerne glauben, so umfangreich wie sich hier die Kunst quasi stapelt.

Irrümlicherweise habe ich anfangs gar nicht bemerkt, dass es beim Namen gar nicht um eine Frau geht, sondern dass die Signoria (nicht Signora!) die frühere Regierung der Republik Florenz war (der Name kommt wohl daher, dass da ein Signore vorstand).

Wenn man die Piazza erreicht, sticht als erstes der Palazzo Vecchio mit seinem hohen Turm ins Auge. Spätestens wer ‘Hannibal’, den zweiten Film um Hannibal Lecter mit Anthony Hopkins gesehen hat, erinnert sich vielleicht an den Palazzo Vecchio – auf dem kleinen Balkon dort, an dem die Flaggen hängen, tötet Hannibal Inspector Pazzi im Film.

(Klick macht alle Fotos groß.)

IMG_2918 Weiterlesen

Weil es gerade wieder gehäuft vorkommt…

, dass ich Artikel mit Passwortschutz veröffentliche und eine Anfrage mich gerade darauf brachte, dass meine Erklärung dazu vielleicht gar nicht für alle so sichtbar ist, hier nochmal speziell für alle neuen Blogleser*innen der Hinweis, dass ich damit niemanden vom Lesen ausschließen möchte. Es gibt nur Themen, die sehr an mein Innerstes gehen, bei denen es mir nicht leicht fällt, mich ihnen schreibend zu nähern. Das kann ich überhaupt erst, seit ich manche Artikel mit Passwortschutz schreibe, weil es mir wenigstens diese Illusion bewahrt, dass ich wenigstens bei diesen wenigen Themen die Kontrolle darüber habe, wer das alles lesen kann.

Falls ihr dort mitlesen möchtet, fragt mich einfach per Mail [ajtak33(arroba)gmail(punto)com] oder auch irgendwo in den Kommentaren nach dem Passwort. Ich beisse nicht! :)

Katja

1500

Die schnellsten Frauen laufen 1500 Meter in 3:50 Min, das enspricht 23,48 Stundenkilometern.

Der Feldberg im Schwarzwald ist mit 1493 m fast 1500 m hoch und damit der höchste Berg Deutschlands ausserhalb der Alpen.

Im Jahr 1500 n Chr wird die früheste Straßenkarte Mitteleuropas, die Romwegkarte von Erhard Etzlaub gedruckt.

Der 1500-Tonnen-Typ war der erfolgreichste und am häufigsten eingesetzt französische U-Boot-Typ im 2. Weltkrieg.

(1500) Jyväskylä ist ein Asteroid des Hauptgürtels.

Ab ca. 1500 v Chr wurde im alten Ägypten Glas verarbeitet.

Eine Katja braucht etwas mehr als 5 1/2 Jahre für 1500 Blogeinträge.

Vielen Dank für’s Lesen, Kommentieren, da sein!

Katja

(500, 1000)

kurz zitiert #42

“Was ist denn überhaupt Realität?”

“Sie ist das, von dem die meisten glauben, daß sie so sein sollte. Nicht unbedingt besser, nicht logischer, doch den kollektiven Wünschen angepaßt. Sehen Sie, was ich da um den Hals trage?”

“Eine Krawatte.”

“Sehr gut. Ihre Antwort ist logisch, kohärent, die eines ganz normalen Menschen: eine Krawatte!
Ein Verrückter würde jedoch sagen, daß ich ein buntes, lächerliches, nutzloses, auf komplizierte Weise geschlungenes Stück Stoff um den Hals trage, das die Beweglichkeit des Kopfes einschränkt und uns zwingt, tiefer zu atmen, damit Luft in die Lungen gelangt. Wenn ich in der Nähe eines Ventilators bin und nicht aufpasse, kann dieses Stück Stoff mich erwürgen.
Wenn ein Verrückter mich fragt, wozu eine Krawatte gut ist, muß ich ihm antworten: zu überhaupt nichts. Nicht einmal zum Verschönern, weil sie heute zum Symbol der Versklavung, der Macht, der Distanz geworden ist. Die Nützlichkeit der Krawatte besteht darin, nach Hause zu kommen und sie abzunehmen und das Gefühl zu genießen, daß wir uns von etwas befreit haben, von dem wir nicht einmal wissen, was es ist.
Doch rechtfertigt dieses Gefühl der Erleichterung die Krawatte? Nein. Dennoch wird, wenn ich einen Verrückten und einen normalen Menschen frage, was das ist, derjenige als gesund erachtet werden, der mir antwortet: eine Krawatte. Gleichgültig, wer es richtig sieht oder wer recht hat.”

(Paulo Coelho, Veronika beschließt zu sterben, Diogenes, S.95f)

Alleine dafür liebe ich das Buch ja schon nach der Hälfte der Lektüre. Das ist so ein simples Beispiel und es zeigt so deutlich, wie verdreht Mensch manchmal ist – und am schlimmsten: oft ganz ohne es zu merken. Für mehr

Was ist denn überhaupt Realtität?
Was ist normal und was verrückt?
Und stimmt das wirklich so rum?

im Leben. Und in Büchern.

Katja