Head(er)rotation

Irgendwie läuft das mit der Urlaubsplanung dieses Jahr alles nicht so rund. Aus Gründen konnten wir uns bis Ende letzter Woche nicht festlegen, wann genau wir fahren können, also wäre es auch eher Zeitverschwendung gewesen schon nach einer Unterkunft zu suchen, weil wir uns am Ende nur geärgert hätten, wenn das Haus oder die Wohnung dann in der relevanten Zeit nicht frei gewesen wäre und jetzt eilt’s auf einmal, damit auch noch ein bisschen Sonne übrig bleibt und der Atlantik noch warm genug ist, um die Zehen ausgiebig einzutunken.

Am Wochenende furchtbar viele Hausbeschreibungen gelesen und ausgerechnet das Haus mit der Toppriorität verschwindet kommentarlos vom Buchungsportal nachdem wir beim Vermieter angefragt haben. Antwort haben wir natürlich auch keine erhalten. Haus Nummer zwei mit der traumhaften Lage fast auf dem Strand ist ein bisschen teurer als uns lieb ist und so haben wir gerade noch zwei weitere nachgefragt und hoffen, dass irgendeines davon im Wunschzeitraum noch frei ist. Und dabei hab ich zum allerersten Mal in den mittlerweile über 2,5 Jahren, seit ich Spanischkurse belege, ganz furchtbar dringend Spanisch gebraucht, weil es keine weitere Sprache gab, die der Hauseigentümer mit uns gemeinsam hat und das ist schon ein cooles Gefühl, jetzt vielleicht nur deswegen in ein bestimmtes Haus fahren zu können, weil ich den Kurs mache, weil wir ansonsten der Umständlichkeit halber gar nicht angefragt hätten. (Und während ich hier tippte, trudelte innerhalb weniger Minuten schon die Antwort ein – ist der schnell!)

Ungünstigerweise liegt der Wunschzeitraum in gar nicht so weiter Ferne. Das wäre jetzt nicht so schlimm – früher am Meer zu sein ist ja grundsätzlich toll. Allerdings rotiert mein Kopf schon seit dem Wochenende und rattert mir Tag und Nacht die Dinge vor, an die ich vorher unbedingt noch denken muss, jene die ich noch besorgen muss und auch, was ich unbedingt noch erledigen muss. Schlafen? Fehlanzeige!

Und weil die nächsten Wochen hier hektisches Rotieren und dann hoffentlich (ich nähme durchaus gedrückte Daumen!) südspanischer Sonnenschein auf dem Programm stehen, gibt es für den Oktober auch Urlaubsstimmung im Header.

Das Foto hatte ich gerade erst im 9. Teil meines Reiseberichts vom letzten Jahr gebloggt, daher spare ich mir längere Erklärungen von wann und wo es stammt.

Ich bin dann mal weiterrotieren!

Katja

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8 Gedanken zu “Head(er)rotation

  1. Hm… Im Vorfeld Rotieren, um dann im Urlaub sich genau davon wieder zu entspannen?

    Ich wünsch dir Gelassenheit vorher und nachher, damit der Urlaub eingepackt ist in das rechte Ambiente :).

    • Ich glaube, ich kann gar nicht anders, als vorher zu rotieren, gerate jedes Jahr in die gleiche Zeitnot. Zum einen, weil wir meistens recht kurzfristig buchen, zum anderen aber wohl auch, weil mich das Reisen an sich – zumindest, wenn es so lange Reisen sind – sehr nervös macht. Ich schaue mir furchtbar gerne andere Orte an, aber das ist auch immer mit Angst verbunden, weil ich die Sicherheit der eigenen Wohnung dafür verlassen muss.

      Die Gelassenheit könnte ich also gut brauchen. :)
      Meist schaffe ich es aber zumindest, mich wieder ein bisschen runterzuholen, indem ich mich zwinge, Dinge zu tun, die mich erden und runterbremsen.

      • Liebe Katja,

        das versteh ich schon, ich tu mich manchmal auch ein bissl schwer, mein trautes Nestchen zu verlassen. Die Sicherheit in der eigenen Wohnung ist zwar eine Illusion, glaube ich, aber natürlich verstehe ich das Gefühl. Ich wünsche mir, mich eines Tages vollständig sicher in mir zu fühlen, wo immer ich auch bin.

        Das Nächstliegende zu tun hilft sicher, um sich nicht so hochzuschrauben.

        Viel Vorfreude auf den Urlaub und alles Liebe
        Marion

      • Liebe Marion,
        es ist ja nicht dieses ein bissl schwer tun…
        Mir fiel gerade ein, dass du mein Blog ja noch gar nicht so lange kennst und ich das daher hätte ausführlicher erklären und nicht im Halbsatz andeuten sollen: Ich habe eine Angststörung, die unter anderem dazu führte, dass ich einige Jahre lang die Wohnung (nicht diese hier, die vorherige) so gut wie überhaupt nicht verlassen konnte. Nicht mal zum Briefkasten 1,5 Etagen runter, nicht mal in den Keller zur Waschmaschine, nicht mal auf den Balkon raus. Damals konnte ich meine ‘Besuche’ draussen, also vor die Haustür pro Jahr an meinen Fingern abzählen und ich bin bei einem Jahr nicht mehr sicher, ob ich überhaupt beide Hände dafür gebraucht hätte.

        Heute beeinträchtigt mich das nicht mehr sehr. Ich kann mittlerweile einigermaßen normal rausgehen, aber das heisst nicht, dass die Angst weg wäre. Ich habe nur gelernt damit umzugehen und sie soweit in den Griff zu bekommen, dass ich, zumindest wenn es mir gut geht, nicht bei jedem einzelnen Rausgehen, innere Kämpfe auszutragen habe. Und richtig schlimm ist es zum Glück nur noch selten. Aber vielleicht erklärt das ein bisschen, weswegen mir dieser (äussere) Schutzraum der Wohnung so wichtig ist.

        Solche ‘großen’ Dinge, wie Reisen und noch dazu, wenn das zeitlich so knapp ist, dass ich keinen Raum habe, mich richtig darauf einzustellen, stressen mich sehr und wühlen mich sehr auf. Auch wenn ich noch so gerne ans Meer fahre, ist das vorher eine ziemliche Belastung. Deswegen rotiere ich dann auch so sehr. Bis ich einen so langen Urlaub mal gelassen auf mich zukommen lassen kann, wird es vermutlich noch eine ganze Weile dauern.

        Liebe Grüße an dich! :)

  2. Eine Herbstsonne :)

    Ich mach mich auch immer ganz verrückt, selbst wenn ich weiß wohin es geht und ich aber bis zum letzten Abend vorher arbeiten muss. Irgendwie brauche ich schon das Gefühl genug Zeit haben zu müssen um mich angemessen darauf freuen zu können. Einfach los lassen, los fahren und eben einfach ein Buch, eine Zahnbürste oder ein paar Batterien unterwegs kaufen – das ist aber auch schwer. Finde ich.

    Tanya, die noch genug Zeit zum drauf freuen wünscht

  3. Danke, Tanya. :)
    Ich bin immer noch verhalten, was die Freude angeht. Wir haben mittlerweile eine extrem schicke Wohnung und die Zusage des Eigentümers, dass er sie uns noch ein paar Tage reserviert, bis wir in der Lage sind, verbindlich zu buchen (hoffentlich macht er das auch wirklich). Aber dann bleibt gerade mal noch eine Woche zum richtig freuen, einkaufen, einpacken, Hotels für unterwegs suchen und buchen und dergleichen. Knapp dran sind wir ja meistens, aber so gehetzt war das noch nie. :D

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