Wenn beim Alpenglüh’n…

Von Innsbruck aus zurück über die kurvigen Bergstraßen nach Fulpmes ins Hotel und endlich haben wir dank strahlend blauem Himmel und Weitsicht doch noch einen Blick auf den Stubaier Gletscher werfen können.

Was mir an den Bergen so gar nicht gefallen hat, war so manch abstruser Ohrwurm, den sie mir beschert haben. So wie zB das unglaubliche Schauspiel aus Bergen, die aussahen als stünden sie in Flammen, das sich mir abends vom Hotelzimmerbalkon aus bot, diesen schrecklichen Heinosound aus dem Artikeltitel in meinem Ohr verursacht hat. Wuhäää.

Bei dem Berg auf dem unteren Foto handelt es sich um die Zwölferspitze, das rechte auf dem mittleren Foto ist die Elferspitze. Weil der (also die Elferspitze) so markant ist, hatte ich den Portier beim Auschecken nach dem Namen gefragt, in der Hoffnung, mir dann später zuhause den Rest zusammengoogeln zu können. Was ich aber viel interessanter als die Namen an sich fand ist, weswegen die Berge die tragen. Bei den beiden handelt es sich nämlich um sog. Zeitzeigeberge und davon gibt es eine ganze Menge. Von Neustift im Stubaital aus gesehen steht die Sonne genau um 12 Uhr mittags über der Zwölferspitze.
Die beiden sind je ungefähr 2.500 m hoch, was uns aber gar nicht so sehr hoch vorkam, weil das Hotel selber schon auf etwa 1.000 m Höhe lag.

*

Der Ohrwurm hielt sich übrigens hartnäckig bis wir später am Abend, nach einer kann-man-hier-denn-nirgends-mehr-nach-8-Uhr-abends-was-zu-essen-bekommen?-Odyssee auf die Bank der (Achtung: schon wieder Werbung!) Pizzeria Dorfalm in Fulpmes plumpsten. Ja, man kann in der Tat noch was zu essen bekommen. Und zwar die beste Pizza meines bisherigen Lebens, was wunderbar und tragisch zugleich war, weil ich vermutlich nie wieder werde Pizza essen können, ohne dass ich mit Tränchen im Auge an jene Pizza Parma zurückdenken muss.

Und damit der Blick vom Balkon auch tatsächlich nicht langweilig wurde, weil es immer nur die gleichen Berge zu sehen gibt, dann vorm Frühstück am nächsten Morgen über ein halbes Dutzend Paraglider, die malerisch das Tal entlanggeschwebt kamen und auf einer Wiese vorm Ort landeten.

Frühstücken, Auschecken und dann der spontane Entschluss statt direkt nach Innsbruck zurück, erst noch über den Brenner nach Italien zu fahren. Der Mitreisende hatte irgendwo gelesen, dass der Pass – so man über Landstraße rüberfährt – bis auf 1337 m hochführt. 1337! Das muss man ja wirklich mitnehmen, wenn man so dicht dran ist!1elf
Die Fahrt über den Pass lohnt sich aber auch aus anderen Gründen, denn neben der Straße murmelt über weite Teile einer dieser türkisblauen Gebirgsbäche lang (und natürlich gibt es jede Menge Berge zu sehen – falls man noch welche sehen möchte und kann). Natürlich hab ich gerade vom türkisblauen Murmeln keine brauchbaren Fotos. Dafür aber welche, die die Brennerautobahn zeigen, die auch über weite Teile recht dicht und parallel verläuft.

Wenn man diese Massen an Brücken sieht, über die die Autobahn verläuft, wundert es dann auch nicht mehr so sehr, dass man dafür für jede Benutzung extra Maut zahlen muss und das nicht im ‘Pickerl’ enthalten ist.

Und dann: Bella Italia! Seit meiner Kindheit geht es mir so, dass es im Magen kribbelt, wenn ich eines jener Schilder passiere, die darauf hinweisen, dass man jetzt in einem anderen Land ist. Geht euch das auch so?

Selten musste ich aber ausserdem auch noch so kichern, wenn ich eines dieser Schilder gesehen habe:

(OK, ich gestehe, das war ausgesprochenes Glück! Gekichert habe ich erst beim Anblick des Fotos. Das war nämlich aus dem fahrendem Auto geknipst und ich hatte nur das Italien Schild im Visier. :D)

So! Jetzt reicht’s dann aber auch erst mal mit Bergen!

Katja

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