Oh oh ho hohe Berge, la Montanara für das Objektiv

Zwei Dinge sind mir in und an Innsbruck besonders augefallen. Zum einen kann man viele der bekannten Sehenswürdigkeiten erreichen, indem man einfach die Hauptprachtstraße, die Maria-Theresien-Strasse (und ein wenig darüber hinaus) langläuft, zum anderen, und das wirkte auf mich total skurril und hat mich immer wieder anhalten und staunend hochgucken lassen, sieht man überall, über der Stadt die Berge aufragen. Man läuft eine Straße zwischen höheren Gebäuden lang und am Ende der Straße guckt man auf Berge. Die haben dort wirklich viele davon.

(Alle Bilder lassen sich per Klick vergrößern und die Links hinter einigen der Sehenswürdigkeiten führen zu deren Wikipediaeinträgen.)

Fast direkt als wir aus dem Parkhaus kommen, stehen wir vor der Triumphpforte, die sich am südlichen Ende der Maria-Theresien-Straße befindet.

Und vor dem strahlend blauen Himmel, sehen sogar Kirchen in Zuckerwatterosa irgendwie hübsch aus, die Spitalskirche liefert den Beweis.

Von der Triumphpforte (das Wort lässt sich durch das phpf übrigens viel schlechter als Triumphbogen aussprechen – probiert das mal laut) kommend läuft man auf die Annasäule zu, während darüber die Berge aufragen.

An der Spitze der Annasäule (von 1706) befindet sich eine Marienfigur – keine Anna. Ihren Namen hat die Säule nämlich vom Annatag, dem 26. Juli, an dem die letzten bayerischen Truppen, die des Spanischen Erbfolgekrieges wegen in Tirol eingefallen waren, erfolgreich vertrieben wurden.

Wenn man an der Annasäule vorbei ist, wird die Straße enger, bevor sie in einen Platz mündet und bevor man das, von weitem eher unspektakulär aussehende, Goldene Dachl wirklich als dieses erkennt, fallen eher die Menschenmassen auf, die sich hier mehr sammeln als sonstwo auf dem Weg dorthin. Aber das muss wohl so sein, immerhin gilt es als Wahrzeichen der Stadt.

Die Schindeln aus der Nähe gesehen, sind dann schon eindrucksvoller,

und überhaupt ist der ganze Platz mit den umliegenden Gebäuden recht knuffig.

Und wieder sind es nur ein paar Schritte weiter und man kommt zur Hofburg.

(erstaunte Hofburg guckt erstaunt)

Drinnen kann man vor allem die Prunkräume besichtigen, während einem der Audioguide jede Menge über die österreichischen Monarchen ins Ohr säuselt (Solltet ihr jemals hinkommen und die Hofburg besichtigen wollen, packt euch Kopfhörer ein! Die Audioguideteile haben Anschlüsse dafür, man muss nur eigene dabei haben. Hatten wir natürlich nicht und dafür dann nach gut 2 Stunden mächtig lahme Arme und glühende Ohren.) und die zahlreichen Aufseher damit beschäftigt sind, einen darauf hinzuweisen, dass man nicht fotografieren darf.

Einige der Räume, die besichtigt werden können, wurden eigens für die Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als ‘Sissi’ eingerichtet, für die seltenen Gelegenheiten, wenn sie Innsbruck besuchte. Jeder der Räume ist in einer anderen Farbe gestaltet – die Seidenvorhänge, die seidenbezogenen Sitzmöbel und die seidenen Tapeten dabei pro Raum im gleichen Muster und der gleichen Farbe. Besonders gut gefallen hat mir das Dunkelgrün des Schlafzimmers.

Zur Hofburg gehört ausserdem der Hofgarten und der hat mir fast am besten von ganz Innsbruck gefallen. Ich mag ohnehin Parks, mitten in großen Städten gerne, die haben sowas von einer eigenen Welt inmitten des hektischen Gewusels. Der Hofgarten hat jede Menge toller Bäume, herrliche Blütenmeere, Springbrunnen, einen See und das großartigste ist, wie sich auch hier die Berge ins Bild fügen und eine tolle Kulisse liefern. Das wirkt auf mich Flachländerin alles extrem unwirklich.

Nachdem wir dann den größten (wuuuuh. so riesige Kugeln hab ich noch nie gesehen!) und einen der leckersten Eisbecher ever verputzt hatten (in der Eisgrotte, unbedingt probieren!), ging’s zurück durch die Maria-Theresien-Straße zur Triumphpforte (ganz klein im Hintergrund) und – man glaubt es kaum – auch da gab’s auf einmal Bergpanorama im Hintergrund. Das lag morgens noch in Wolken und war mir gar nicht aufgefallen. Hachz.

Jetzt aber dann wirklich nur noch einmal Berge, ich versprech’s! Ich schaffe es einfach wieder mal so gar nicht, mich auf wenige Fotos zu beschränken (Vielleicht ist das immer so bei Frischverliebten? Immerhin habe ich erste Symphatien für die Berge entdeckt. :D). :oops:

Katja

[Wer aus Altersgründen mit dem Titel nichts anfangen kann, kann sich hier direkt in die NDW katapultieren. :D]

(Dank an den besten Mitreisenden, dem die Credits für die Innenfotos der Hofburg gebühren.)

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11 thoughts on “Oh oh ho hohe Berge, la Montanara für das Objektiv

  1. och neee, jetzt hab ich das Lied als Ohrwurm im Hirn…. auch ohne zu klicken :D das war vielleicht eine Zeit, da tun sich gerade gedankliche Abgründe auf… NDW…. kopfschüttel…. grien…

  2. @Träumerin: Danke! :) Und ja, das war Frl. Menke. Jene, die mit dem Tretboot in Seenot geriet, wenn sie nicht gerade der Liebliengsgeiß ein Küsschen gab. :D

    @Rabea: Hrhrhr. Das meiste der NDW waren ja auch echt musikalische Abgründe. (Konnte von denen irgendwer wirklich singen?) Trotzdem sorgen auch heute noch beliebige winzige Textschnippsel dafür, dass ich dann für ‘nen halben Tag ‘nen Ohrwurm habe. :D

    Alpenpanoramahut? Dein Wunsch ist mir natürlich Befehl. :mrgreen:

  3. @Michael: *Knicks mach* :) (Gemenschelt? Ich kann doch gar nicht anders. Hu! :D)

    @hühnschn: Pieps, falls du’s in höherer Auflösung haben magst. :)
    Sammelst du heute Reiseziele? Hab gerade beim Nuf grinsen müssen, weil Korsika dich auch lockt. (Da war ich vor fast 20 Jahren mal und bin nicht so sicher, ob ich mich sooo gerne daran erinnere. Hat aber rein gar nüscht mit der tollen Insel zu tun sondern fast ausschließlich mit der Begleitung und einigen unschönen Umständen – zB ist es äusserst dämlich, wenn einem beim Wohnmobilurlaub schon beim Verlassen der Fähre das Wohnmobil verreckt und man dann die Hälfte des Urlaubs sowohl ohne Dach über’m Kopf wie geplant noch ohne Fahrzeug dasteht.)

    • uuh, ja. so geht es mir mit mallorca – aber eigentlich ausschließlich wg. der damaligen [männlichen] begleitung. horror-urlaub!

      und in punkto reiseziele: man kann [auch ganz allgemein gesprochen!] gar nicht genug ziele im hinterstübchen liegen haben… !!1elf

      • Ja, eigentlich schon. Also das mit den Zielen.
        Ich muss da nur aufpassen, dass sich solche Listen/Sammlungen nicht auf einmal wie unerledigte Dinge anfühlen und mich in Panik versetzen, dass ich irgendwie nie alles schaffen kann. :/

  4. Pingback: Wenn beim Alpenglüh’n… « Gedankensprünge

  5. Pingback: Neues Spiel*, neues Glück** | Gedankensprünge

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