Hessisch für Anfänger

Ich fand es sehr faszinierend, dass in der Gegend, in der ich aufgewachsen bin, fast jedes Dorf – und wenn es nur 3 km vom nächsten entfernt war – einen eigenen Dialekt hatte, der sich in gewissen Worten von jenem des Nachbardorfes unterschied.

Fließend konnte ich das richtige Platt aus meinem Heimatort nie sprechen (und manchmal, wenn sich meine Großeltern sehr schnell unterhielten nicht mal verstehen). Mehr als einige Sätze und Wörter habe ich nicht gelernt, aber die mag ich umso lieber, je länger es zurückliegt, dass ich sie mal gelernt oder gehört habe.

Was ein Kneipchen oder ein Kolter ist, weiss mittlerweile sogar die Wikipedia, aber was ist eigentlich ein Nautnetzer?

Jemand Lust zu raten? :mrgreen:

Katja

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18 Gedanken zu “Hessisch für Anfänger

  1. Würde mal sagen daß Nautnetzer ein Nichtsnutz(er) ist, oder?
    Kann jemand erklären woher das Wort Kneipchen sich ableitet?

    • Jau, das ist richtig! Der Nautnetzer ist ein Nichtsnutz!
      Herzlichen Glückwunsch zum Treffer und herzlich Willkommen auf meinem Blog, Isabell. :)

      Wo der Begriff Kneipchen seine Wurzeln hat, weiss ich leider auch nicht. Rüdiger vielleicht? (Ich meine mich zu erinnern, dass das bei euch auch so heisst.)

      • Kneipchen nennt bei uns in Mainz/Wiesbaden die kleinen Küchenmesserchen tatsächlich, nur woher die Bezeichnung kam wusste ich bisher nicht. Die Erklärung scheint auch mir nachvollziehbar.

  2. Bin auch ein Hesse, aber auf meinem “Dorf” gibt es soweit ich weiß keinen nennenswerten Dialekt. Vielleicht liegt es daran, dass es schon fast als Stadt gilt – vielleicht auch an der hohen Zuwanderungsquote von Studenten aus dem In- und Ausland. Eigentlich finde ich es aber schade. :)

    • Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob in meinem Heimatort heutzutage noch viele Menschen so reden. Ich habe da gar keine Wurzeln mehr und bin seit über 10 Jahren gar nicht mehr dort gewesen.

      Du wohnst in Nordhessen, oder? Vielleicht seid ihr auch zu dicht an den Niedersachsen, die ja recht ungefärbtes Hochdeutsch reden (zumindest die, die ich kenne).

      • Jap, im schönen Kirschenland. ;) In den ganz kleinen Dörfern gibt es hier noch Dialekte, aber ob die sich voneinander unterscheiden .. keine Ahnung, ehrlich gesagt!
        Ich jedenfalls bin hochdeutsch aufgewachsen, was durch meine Familienwurzeln aus der Nähe von Hannover kommt. Durch die Schule gerät aber zunehmend der Eichsfeld-Slang rein. :/

      • Das Kirschenland habe ich gerade erst googeln müssen, in Nordhessen kenne ich mich echt gar nicht aus. :oops:
        Ich glaube, so ‘ne spät erworbene Sprachfärbung wird man leichter wieder los als eine, mit der man aufgewachsen ist. (Wenn ich mit meiner Mutter oder Schwester telefoniere verfalle ich da ganz schnell wieder zurück. :roll: )

  3. Wie’än? (Wie man hier als Begrüßung sagen würde … ;) )

    Ich mag Dialekte… im Großen und Ganzen jedenfalls.

    Allerdings ist unser Dialekt kein schöner, wirklich nicht. Man zuckt regelrecht zusammen, wenn man ihn bsw. mal im Radio hört… Das klingt alles so “breit” und … naja.
    ;)

    Dialekte, die ich mag, nehme ich mir ganz schnell an, unbeabsichtigt meist, denn oft wird das auch gar nicht gern gesehen, wenn ein “Fremder” plötzlich einen Dialekt “nachmacht”, dabei passiert das völlig unwillkürlich (scheint so eine Art Echolalie zu sein… *grübel* )

    • Ich finde das Hessische auch nicht besonders schön – wobei ich’s immer noch lieber mag als zB Fränkisch. Das klingt mir in den Ohren wie Kreidequietschen auf der Tafel. :D

      Ich finde es nur generell überaus schade, wenn immer weniger Menschen, einen Dialekt können (also zusätzlich nicht anstatt von Hochdeutsch). Ist ja auch irgendwie schade, dass Trachten und altes Handwerk immer mehr aus Dorfbildern verschwinden. :(

      Ich wollte gerade sagen, dass ich gar keine Dialekte annehme, aber das stimmt ja gar nicht. Ich sage zB immer Hamburch und “da nich für” – ja, ich mag das Norddeutsche. :mrgreen:

      Echolalie ist übrigens ein tolles Wort!

  4. Zum Thema “Dialekt”: Der alte, kaum noch gesprochene Dialekt meiner Heimatstadt gefällt mir sehr. Klingt lustig. Und interessant.

    Aber das, was davon übrigblieb… Bestes Beispiel hier:

    http://www.prosieben.de/tv/entscheidung-nachmittag/video/ganze-folge/25114-17-juni-der-blumenladen-1.1790464/

    Heute zufällig gesehen, wir haben sonst nie den Fernseher an. Der Blumenladen ist buchstäblich bei uns um die Ecke und man sieht durchs Schaufenster sogar den Fleischer, wo mein Mann immer lecker Gehacktes und Schlenkerwürstchen einkauft… ;)

    Und ja, “Echolalie” ist ein tolles Wort… ;)

    *Zwerggarnele*
    :)

  5. Pingback: The Daily Madness

  6. Pingback: Hessisch für Anfänger, Teil 4 | Gedankensprünge

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