…kostet es mich wirklich immense Kraft und dauerndes Schultern zurücknehmen und bewusstes Gedanken umbiegen, selbstgewählte Freiheiten auch als solche und nicht als Verlust zu empfinden.
Und während ich drüber nachgrüble, wie mistig es ist, dass ich so schnell in diese Verlustschiene reingerate, fällt mir auf, dass das so eigentlich gar nicht stimmt und dass ich viel weiter bin als noch vor 1,5 Jahren, wo ich in der selben Situation vermutlich ausser Verlust gar nichts anderes wahrgenommen hätte. Manchmal bin ich so sehr ungeduldig mit mir und alles fühlt sich nach Stillstand an und ich muss mich wirklich mit Gewalt darauf besinnen und ‘nen großen Schritt beiseite treten, um wieder wahrnehmen zu können, wie weit mich diese gefühlten Minischrittchen in der letzten Zeit gebracht haben. Der Anfang des Weges liegt so weit weg, dass er aus der Distanz völlig unwirklich wirkt.
Katja