Ufffufff

Leichtsinnigerweise habe ich mich vor ein paar Wochen mit einer Frau aus meinem Spanischkurs für heute Abend zu einem Poetry-Slam verabredet. Ich kenne etliche Videos von Slammern, hab zumindest von Mischa Anouk (der früher Mischa Sarim-Verrolet hieß) viele Texte online und eines seiner Bücher gelesen und wollte das eigentlich schon lange mal machen – mir irgendeinen Slam live ansehen, weil das natürlich etwas ganz anderes ist als Texte, die ja einem bestimmten Rhythmus folgen, selber zu lesen. (Also das stelle ich mir zumindest so vor. Ich weiss es ja eigentlich gar nicht…)

Was ich völlig verdrängt hatte ist, dass das eine ziemlich große Veranstaltung mit vielen Menschen wird  und das ist etwas, worin ich ja gar keine Übung habe. In den letzten 12 Jahren war ich auf genau 4 Veranstaltungen, wo annähernd so viele Menschen waren, davon eines ein Rummel hier im Ort, wo ich jederzeit hätte verschwinden können, eines ein Weihnachtsmarkt.

Seit Tagen geht’s mir immer schlechter bei dem Gedanken an die vielen Menschen auf einmal und ich merke, wie die Angst mir den Rücken hochkriecht und sich im Nacken breit macht. Jetzt sind es nur noch ein paar Stunden und meine Vorfreude ist fast völlig der Nervosität zum Opfer gefallen. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren. Ich gehe da hin und wenn’s ganz schlimm wird, kann ich sicher einfach früher wieder weg.

Ein paar gedrückte Daumen nähme ich trotzdem. Denkt ihr bitte mal an mich heute Abend?

Zitternd,
Katja

52 Bücher, Woche 4

Oh jubelt und frohlocket: ich bin mal total pünktlich innerhalb der richtigen Woche mit meinem 52-Bücher-Beitrag am Start. Das gab es ja insgesamt selten in den beiden vorherigen Projektjahren.

Das 4. Thema lautet

was mit Kunst

und stammt von der Wunderbaren Welt des Wissens.

Das ist einfach, denn auf meinem SUB liegt seit einiger Zeit wieder “Vincent van Gogh, Ein Leben in Leidenschaft” von Irving Stone. Ich hatte das vor nahezu 20 Jahren schonmal gelesen, kann mich aber so wenig daran erinnern, dass ich es gerne noch einmal lesen möchte. Hauptsächlich basiert es auf dem regen Briefwechsel zwischen Vincent und seinem Bruder Theo und es wurde schon 1956 mit Kirk Douglas als Vincent van Gogh verfilmt.

Von Vincent van Gogh stammt mein Lieblingsbild – Die Caféterrasse am Abend – und seit ich vor 2 Jahren das große Glück hatte, vorm Originalgemälde zu stehen, habe ich mir vorgenommen, den biographischen Roman nochmal zu lesen.

Katja

10 Fragen, zum x-ten

Rüdiger ließ das, hier auch schon oft beantwortete, 10 Fragen-Stöckchen so dermaßen im Weg rumliegen, dass ich darüber gestolpert bin. Naja, eigentlich ist es so, dass ich die Fragen so interessant finde, dass ich mal wieder mitmache.  :)

1. Könntest Du Dir vorstellen so ganz ohne Internet zu leben?
Nein. Ich entstamme wohl einer der letzten Generationen, die noch ohne Internet aufgewachsen ist und kann mich sehr gut erinnern, wie das früher so war. Vor allen Dingen, wie schwierig es war, an Informationen zu kommen – erst recht, wenn man auf dem platten Land lebt. Alleine dieser großartigen Möglichkeiten wegen, auf so viel Wissen, so viele Informationen zu beliebigen Themen jederzeit zugreifen zu können, möchte ich nie wieder ohne Internet auskommen müssen.
Das geht so weit, dass wir auch im Auslandsurlaub nicht auf die Möglichkeiten (zB mal fix in google Maps zu gucken oder bei Wikipedia was nachzuschlagen) verzichten möchten und deswegen immer zusehen, dass wir uns eine Daten- SIM des jeweiligen Landes (was ja meist Spanien ist) besorgen.

2. Welche drei Filme muss man unbedingt gesehen haben?
Uff. Mich auf 3 Filme festzulegen (wo ich noch dazu ein lausiges Gedächtnis habe, wenn es um Filme geht) finde ich schwierig. Also versuche ich es mal mit einer ganz spontanen Auswahl, die könnte morgen oder heute Nachmittag aber schon wieder ganz anders ausfallen:
Tatsächlich Liebe (hier in der Aufzählung, weil das für mich persönlich DER Film ist, der zu Weihnachten gehört), Zusammen ist man weniger allein (warmherzig, unaufgeregt und für einen französischen Film ein schönes, wenig tragisches Ende), Benny und Joon (Johnny Depp und Mary Stewart Masterson – beide in dem Film zum Verlieben) (oh und noch einer, weil wegen: 10 Dinge, die ich an dir hasse. Ja Teeniefilm. Ja schnulzig. Aber niemals wurde von einem Mann irgendwo schöner gelächelt als von Heath Ledger in diesem Film ♥)

3. Hast Du schon mal einen klugen Rat Deiner Eltern befolgt, und das dann bereut? Wenn ja, was war das für ein Ratschlag?
Eigentlich waren es vorwiegend sehr dumme Ratschläge, die ich von meinen Eltern, respektive meiner Mutter bekam. Die gingen alle in die Richtung: Geh nicht zu dem Hund, der beisst. Kletter da nicht hoch, du fällst. Und ja, als Kind habe ich die alle befolgt und mit der Zaghaftigkeit, die damit einherging heute noch zu kämpfen.

4. Was, außer Fertiggerichten, machst Du Dir wenn es schnell gehen soll und Du Hunger hast?
Es gibt hier quasi nie Fertiggerichte, wenn ich nicht halbtot im Bett liege. Wenn’s schnell gehen soll, gibt es zB Spaghetti Carbonara oder Nudeln mit selbstgemachtem Pesto oder eine Suppe mit selbstgemachten Grießklößchen oder Gemüse aus dem Backofen, manchmal mit Schafskäse überbacken.
Ich bin aber ausserdem dazu übergegangen, wenn ich zB Bolognese koche, eine größere Portion zuzubereiten und einen Teil davon heiss in große, sterilisierte Gläser abzufüllen, sodass sie Vakuum ziehen. Hält sich problemlos sicher 2, 3 Monate im Küchenschrank und ich muss dann irgendwann, wenn ich keine Zeit oder Lust zum Kochen habe, nur das Glas öffnen und hab trotzdem eine selbstgekochte Soße.

5. Lieber Duschen oder Baden?
Duschen. Früher habe ich auch sehr gerne gebadet, aber seit etwa 2 Jahren haut mir dabei immer der Kreislauf ab.

6. Hast Du schon mal im Internet an einem Gewinnspiel teilgenommen und was gewonnen?
Ja. Bei so 2, 3 Bloggewinnspielen habe ich schon gewonnen. Zuletzt bei Katrin einen Spread-Shirt Gutschein, für den ich mir dieses tolle Shirt geholt habe! (Und danach auch eigentlich noch ein Buch bei der Blogger schenken Lesefreude-Aktion zum Welttag des Buches, aber das ist nie hier angekommen…)

7. Mit welchem Promi würdest Du gerne mal Essen gehen, so ganz unverfänglich und nur der Unterhaltung wegen?
Mal meine Feigheit und Schwierigkeiten, in Gegenwart von (fremden) Menschen irgendwie lässig oder souverän zu bleiben, aussen vor gelassen: Patrick Stewart

8. Dein liebster YouTube Kanal?
Neben etlichen Musikkanälen liebe ich Convos with my 2-year-old mit Coco, Matt und Dave sehr.

9. Lieber Twitter, Google+ oder doch Facebook?
Eindeutig Twitter. Google+ nutze ich so gut wie gar nicht. Bei Facebook bin ich zwar mittlerweile angemeldet, weil der Lieblingsneffe mich bequatscht hat, aber so wirklich warm werde ich damit nicht.

10. Seit Du Mail schreibst, hat sich da Deine Handschrift zum schlechteren hin verändert weil Du zu selten mit der Hand schreibst?
Ja, leider sehr. Ich merke das vor allem daran, dass meine Hand schnell anfängt zu krampfen, wenn ich nur mal 5 Postkarten am Stück mit einem Stift schreibe. Dabei konnte ich früher 30 Din-A-4 Seiten wie nix am Stück füllen.

Wer Lust hat, nehme das Stöckchen gerne zum Bearbeiten mit. :)

Katja

 

Little Confessions #33

Ich bin die Retterin der verlorenen Nudel!

Immer, wenn ich Nudeln koche und anschließend abgieße, muss ich hinterher sämtliche noch am Topfboden kleben gebliebene Nudeln dort abfummeln und mit ihren Schwestern vereinen. Ich kann auch nicht daneben stehen, wenn andere Menschen das nicht genauso handhaben. Dann pule ich zur Not auch in deren Töpfen die letzte kleine einsame Nudel vom Boden.

:mrgreen:

Katja

Was einem vorher ja echt niemand sagt:

So ein Wiesel macht schon eine nicht unerhebliche Menge an Geschirr schmutzig.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAber fragt besser nicht, wer das ordentlich zusammenstapeln durfte. Als ich in die Küche kam stand alles wüst verteilt herum und erst zum Posen für’s Foto ward Wieselita wieder gesehen.

Aber hachz, wer könnte so einem puscheligkuscheligen Wiesel schon böse sein?

Katja

Wenn ich eine Party schmeisse, kannste kommen!

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Sie werden ja so unglaublich schnell groß, die Kleinen… Mein Blog hat heute seinen 6. Blogsday und ist damit alt genug für die Einschulung in die Bloggrundschule.

6 Jahre, 1.585 Blogartikel (ohne diesen hier), über 4.000 Fotos, 201 WordPress-Abonnenten, rund 135.000 Aufrufe, mehr als 13.000 Kommentare – aber diese Zahlen sind ja nur ‘Äusserlichkeiten’. Das, was das Bloggen für mich so großartig macht, ist zum einen die Möglichkeit, hier meinen Kopf auszukippen und Gedanken zu sortieren, was mir schreibend viel besser gelingt als nur denkend, zum anderen, dass sich mein Blog, obwohl das Internet ein so abstraktes Konstrukt ist, wie eine Art Zuhause anfühlt, in das ich euch einladen kann, um in kleinen Ausschnitten an meinem Leben teilzuhaben.

Vielen Dank, dass ihr dieser Einladung nachkommt, vielen Dank für’s Lesen, Kommentieren, ‘Liken’. Dankeschön für euer Interesse, für eure Freundlichkeit, für viele Kontakte, die jetzt schon einige der Jahre überdauern, für eure virtuelle Blognachbarschaft und bei einigen von euch für eure Freundschaft! <3

Heute vor 6 Jahren konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich es je auf mehr als 2 Einträge bringen würde. Heute kann ich mir nicht vorstellen, irgendwann mal nicht mehr meine Gedanken ins Blog zu tippen.

 

Katja